Diplomarbeit, 2007
116 Seiten, Note: 2,1
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Der informelle Sektor
3.1 Probleme des formellen Sektors
3.2 Genese der Erforschung des informellen Sektors
3.3 Definition des informellen Sektors
3.3.1 Dualistischer Ansatz
3.3.2 Dynamischer Ansatz
3.5 Zwischenfazit
4. Südafrika
4.1 Die ethnischen Gruppen
4.1.1 Khoikhoi und San
4.1.2 Schwarze (Bantu)
4.1.3 Weiße (Europäer)
4.1.4 Asiaten
4.2 Die Entwicklung der Apartheid
4.2.1 Wurzeln der Apartheid
4.2.2 Die Apartheid
4.2.3 Homelands
4.2.4 Stadtplanung während der Apartheid
4.2.5 Widerstand
4.2.6 Wirtschaft während der Apartheid
4.2.7 Niedergang der Apartheid
5. Die Wirtschaft Südafrikas
5.1 Agrarwirtschaft
5.2 Der Bergbau
5.2.1 Probleme des Bergbaus
5.3 Industrielle Metropolregionen
5.4 Der informelle Sektor in Südafrika
5.4.1 Kennzeichen informeller Arbeit in Südafrika
5.4.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede des informellen Sektors in Südafrika
5.4.3 Verflechtungen zwischen formellem und informellem Sektor
5.4.4 Maßnahmen zur Unterstützung des informellen Sektors
5.5 Tourismus in Südafrika
6. Simbabwe
6.1 Einleitung
6.2 Die historische Entwicklung Simbabwes von der Kolonialisierung bis zur Unabhängigkeit
6.3 Unabhängigkeit
6.4 Allgemeine wirtschaftliche Situation der Gegenwart
6.5 Probleme der wichtigsten Wirtschaftsbranchen in Simbabwe
6.5.1 Landwirtschaft
6.5.2 Bergbau
6.5.3 Tourismus
6.5.4 Verarbeitendes Gewerbe
6.6 Konsequenzen für die Bevölkerung
7. Strukturen und Netzwerke der Curio-Trader in Kapstadt (Fallstudie)
7.1 Einleitung
7.2 Methodik
7.3 Auswertung Befragung
7.3.1 Teil A
7.3.2 Teil B
7.3.3 Teil C
7.4 Auswertung der Interviews und der teilnehmenden Beobachtungen
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
10. Anhang
Die Arbeit untersucht die informellen Wirtschaftsstrukturen und sozialen Netzwerke von Souvenirhändlern (Curio-Trader) in der Region Kapstadt, wobei der Fokus insbesondere auf deren Herkunft aus anderen afrikanischen Ländern, wie Simbabwe, und den Verflechtungen zum formellen Sektor liegt.
Zugang zum Curio-Trade
Curio-Trader können schon sehr früh erste Kontakte mit diesem Geschäft haben. Durch wirtschaftliche Probleme sind in Simbabwe viele Menschen gezwungen, sich ihre eigenen Einkommensquellen zu schaffen. Dies erfahren zum Teil auch schon Kinder, sodass sie schon nach der Schulzeit lernen, wie man diese Art von Souvenirs herstellt. Dabei spielen vor allem persönliche oder Familienbeziehungen eine wichtige Rolle.
“When I started this thing I started after school when I was ten years old. A friend of mine his father made that trade I came to this after school. So this was when I started the trade.” (Iv. 2)
“When I was 19 I had some friends in the curio business. So I got then in the market.” (Iv. 3)
1. Vorwort: Der Autor erläutert die Entstehungsgeschichte der Diplomarbeit während einer Exkursion und dankt seinem wichtigsten Kontaktmann B.N.
2. Einleitung: Diese Einführung thematisiert den weltweiten wirtschaftlichen Wandel und definiert die informelle Ökonomie als Überlebensstrategie in Entwicklungsländern.
3. Der informelle Sektor: Das Kapitel beleuchtet theoretische Ansätze zur Definition und Erforschung der informellen Wirtschaft und diskutiert deren Bedeutung als Auffangbecken bei schwachem formellen Sektor.
4. Südafrika: Es werden die ethnische Zusammensetzung, die Auswirkungen der Apartheid-Politik auf die Stadtplanung und Wirtschaft sowie der spätere politische Wandel in Südafrika analysiert.
5. Die Wirtschaft Südafrikas: Dieser Teil untersucht die wichtigsten Wirtschaftsbereiche wie Landwirtschaft und Bergbau sowie die Bedeutung des informellen Sektors und des Tourismus.
6. Simbabwe: Das Kapitel bietet einen Einblick in die politische und wirtschaftliche Krise des Nachbarlandes Simbabwe, die den starken Zustrom an Curio-Tradern erklärt.
7. Strukturen und Netzwerke der Curio-Trader in Kapstadt (Fallstudie): Die empirische Fallstudie wertet Fragebögen, Interviews und teilnehmende Beobachtungen über den Handel, die Beschaffung und das Leben der Curio-Trader in Kapstadt aus.
8. Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass der Curio-Handel ein komplexes, von gegenseitiger Unterstützung geprägtes informelles Netzwerk ist, das trotz widriger Bedingungen zur Existenzsicherung beiträgt.
Informeller Sektor, Südafrika, Kapstadt, Curio-Trader, Apartheid, Simbabwe, Verflechtungsansatz, Souvenirhandel, Armutsbekämpfung, Existenzsicherung, soziale Netzwerke, Beschäftigungsstruktur, Tourismus, Kleinstunternehmer.
Die Diplomarbeit analysiert die informellen Wirtschaftsstrukturen und sozialen Netzwerke von Souvenirhändlern in Kapstadt.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Apartheid, die aktuelle wirtschaftliche Situation in Südafrika und Simbabwe sowie der informelle Sektor als Überlebensstrategie.
Ziel ist es zu verstehen, wie Curio-Trader ihre Existenz sichern, welche Netzwerke sie nutzen und wie sie mit dem formellen Sektor verflochten sind.
Der Autor nutzt einen Mix aus qualitativen Interviews, quantitativen Fragebögen und der Methode der teilnehmenden Beobachtung.
Neben theoretischen Grundlagen zum informellen Sektor wird eine detaillierte Fallstudie zu den Händlern in Kapstadt und deren Herkunftsland Simbabwe präsentiert.
Schlüsselbegriffe sind informelle Ökonomie, Apartheid, Curio-Trader, Verflechtungsansatz und Armutsbekämpfung.
Ein Großteil der in Kapstadt tätigen Curio-Trader stammt aus Simbabwe; die ökonomischen Probleme in ihrem Heimatland sind ein wesentlicher Beweggrund für ihre Tätigkeit.
Sie ermöglichte den Einblick in soziale Beziehungsgefüge und gegenseitige Unterstützung der Händler, die durch Fragebögen allein kaum erfassbar wären.
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