Bachelorarbeit, 2004
37 Seiten, Note: 17 Punkte
A. Einführung
B. Die Fusionsrichtlinie
I. Zweck der Fusionsrichtlinie die Steuerneutralität
1. Problem die steuerliche Behandlung der stillen Reserven
2. Lösung des Problems durch Steuerneutralität
II. Persönlicher Anwendungsbereich
1. Beteiligung von Gesellschaften aus nicht EU- Mitgliedstaaten
a. Erweiternde Auffassung
b. Enge Auffassung
c. Stellungnahme
2. Zwischenergebnis
III. Sachlicher Anwendungsbereich
1. Einbringungsvorgang
2. Mehrheit der Stimmrechte
IV. Rechtsfolgen des Art. 8 FRL
V. Ausnahmen der Steuerneutralität
C. Die Umsetzung des Anteilstausches der FRL im deutschen Recht
I. Allgemeines
II. Die Regelungen des § 23 Abs. 4 und ihre Vereinbarkeit mit der FRL
1. Die Beteiligten Gesellschaften
2. Beteiligter Gesellschafter
3. Einbringungsvorgang
a. Umfang der Beteiligung
b. Art der Gegenleistung
c. Entfallen der Steuerneutralität nach § 23 Abs. 4 S. 2
(1) Richtlinienkonforme Regelung
(2) Richtlinienwidrige Regelungen
(3) Stellungnahme
III. Rechtsfolgen des § 23 Abs. 4
1. Bewertung der Anteile bei der übernehmenden Gesellschaft gemäß § 23 Abs. 4 S. 1 i. V. m. § 20 Abs. 2 S. 1- 4, 6
2. Ansatz der zusätzlichen Gegenleistung gemäß § 23 Abs. 4 S. 3
3. Gewährung der Tarifermäßigung nach § 20 Abs. 5
4. Bewertungsansatz der erhaltenen Anteile beim Gesellschafter nach § 23 Abs. 4 S. 1 i. V. m. § 20 Abs. 4 S. 1
a. Regelungsgehalt der Buchwertverknüpfung nach § 20 f. UmwStG
b. Sinn und Zweck der Buchwertverknüpfung und der Verdoppelung der stillen Reserven
c. Vereinbarkeit der Buchwertverknüpfung mit der FRL
(1) Auffassung Wassermeyer
(2) Auffassung von Thiel
(3) Auffassung von mehreren Autoren
(4) Auffassung Herzig/ Dautzenberg/ Heyeres
(5) Lösung nach Förster/ Dautzenberg
(6) Stellungnahme
(a) Analyse des Wortlautes
(b) Rechtfertigung der Buchwertverknüpfung nach Art. 4 Abs. 2 FRL
(c) Historische Betrachtungsweise
(d) Buchwertverknüpfung verfolständigt die Missbrauchsregeln
(e) Die Buchwertverknüpfung verstößt gegen die Ziele der FRL
(f) Legt FRL minimal oder maximal Standards fest
(g) Zwischenergebnis
(7) Kritische Betrachtung der Lösungswege
D. Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit der nationalen Umsetzung des Anteilstausches gemäß § 23 Abs. 4 UmwStG mit den Vorgaben der europäischen Fusionsrichtlinie (90/434/EWG), wobei insbesondere die Problematik der "Buchwertverknüpfung" und deren Auswirkungen auf die Steuerneutralität im grenzüberschreitenden Kontext analysiert wird.
C. Die Umsetzung des Anteilstausches der FRL im deutschen Recht
Der deutsche Gesetzgeber hat am 25. 02. 1992 die Fusionsrichtlinie rückwirkend zum 01. 01. 1992 in nationales Recht transformiert. Zuerst war der Anteilstausch im § 20 Abs. 6 und 8 UmwStG geregelt. Ein Umstrukturierung erfuhren die Umsetzungsregelungen durch die Verabschiedung des neuen Umwandlungssteuergesetz vom 28. 10. 1994. Für eine bessere Übersichtlichkeit wurden die verstreuten Paragraphen neu nummeriert und formuliert. Dabei sollte es zu keiner Veränderung gegenüber der alten Rechtslage kommen. Der Aneiltausch wurde nunmehr in einem Absatz zusammengefasst, es entstand der § 23 Abs. 4.
Auch sprachlich wird im § 23 Abs. 4 von der FRL abgewichen. Er bezeichnet die erwerbende Gesellschaft als übernehmende Gesellschaft und die erwordene Gesellschaft als Kapitalgesellschaft, deren Anteile eingebracht werden.
A. Einführung: Darstellung der Notwendigkeit unternehmerischer Umstrukturierungen und der daraus resultierenden steuerlichen Problematik der Aufdeckung stiller Reserven bei grenzüberschreitenden Vorgängen.
B. Die Fusionsrichtlinie: Erläuterung des Zwecks der Fusionsrichtlinie zur Gewährleistung der Steuerneutralität, der persönlichen und sachlichen Anwendungsbereiche sowie der Rechtsfolgen des Art. 8 FRL.
C. Die Umsetzung des Anteilstausches der FRL im deutschen Recht: Detaillierte Analyse und kritische Würdigung der nationalen Ausgestaltung des Anteilstausches nach § 23 Abs. 4 UmwStG im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit europäischem Recht, insbesondere unter Berücksichtigung der Buchwertverknüpfung.
D. Schlussbemerkungen: Fazit des Autors, dass die Buchwertverknüpfung im nationalen Recht beim grenzüberschreitenden Anteilstausch nicht praktikabel und unvereinbar mit der Fusionsrichtlinie ist.
Fusionsrichtlinie, Anteilstausch, Steuerneutralität, UmwStG, Buchwertverknüpfung, Stille Reserven, Grenzüberschreitende Umstrukturierung, Steueraufschub, Missbrauchsvorbehalt, Kapitalgesellschaft, Einbringung, Ertragsteuerrecht, Besteuerung, EU-Recht, Rechtsanwendung.
Die Bachelorarbeit analysiert, ob die deutschen steuerrechtlichen Regelungen zum Anteilstausch nach § 23 Abs. 4 UmwStG den Vorgaben der europäischen Fusionsrichtlinie entsprechen.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Steuerneutralität, die Behandlung stiller Reserven bei grenzüberschreitenden Vorgängen sowie die umstrittene Praxis der Buchwertverknüpfung.
Die Kernfrage lautet, inwiefern der deutsche Gesetzgeber die Fusionsrichtlinie in nationales Recht transformiert hat und ob die geforderte Buchwertverknüpfung mit den EU-Vorgaben vereinbar ist.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse der Gesetzestexte, der Fusionsrichtlinie sowie der einschlägigen Fachliteratur und Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Fusionsrichtlinie und die detaillierte Untersuchung der deutschen Umsetzung unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Auffassungen zur Buchwertverknüpfung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Anteilstausch, Fusionsrichtlinie, Steuerneutralität, Buchwertverknüpfung und UmwStG.
Sie führt nach Ansicht des Autors zu einer doppelten Belastung stiller Reserven und widerspricht somit dem Ziel der Fusionsrichtlinie, Umstrukturierungen steuerlich zu erleichtern, statt sie zu behindern.
Der Autor argumentiert, dass der in Art. 11 FRL geregelte Missbrauchsvorbehalt ausreicht, um Steuerumgehungen effektiv zu verhindern, ohne dass zusätzliche nationale Restriktionen wie die Buchwertverknüpfung erforderlich wären.
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