Diplomarbeit, 2004
129 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ABGRENZUNG
1.3 GANG DER UNTERSUCHUNG
2. DIE RFID-TECHNOLOGIE
2.1 AUFBAU UND GRUNDLEGENDE FUNKTIONSWEISE VON RFID-SYSTEMEN
2.2 HISTORIE DER TRANSPONDERTECHNOLOGIE
2.3 UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE VON RFID-SYSTEMEN
2.3.1 Unterscheidung nach Bauformen der Transponder
2.3.2 Unterscheidung nach der Stromversorgung
2.3.3 Unterscheidung nach Frequenzbereichen
2.3.4 Unterscheidung nach Speichertypen
2.4 TECHNOLOGISCH BEDINGTE EINSCHRÄNKUNGEN/ PROBLEME
3. DAS ELECTRONIC PRODUCT CODE-KONZEPT (EPC-KONZEPT)
3.1 DER ELEKTRONISCHE PRODUKTCODE (EPC)
3.1.1 Struktur des elektronischen Produktcodes
3.1.2 Das EPC-Nummerierungssystem „EPC-NVE-96“ (EPC-SSCC-96)
3.1.3 Das EPC-Nummerierungssystem „EPC-SGTIN-96“
3.1.4 Das EPC-Nummerierungssystem „EPC-MTV-ID-96“ (GRAI-96)
3.2 HARD- UND SOFTWARESPEZIFIKATIONEN
3.2.1 Spezifikationen für Transponder und Luftschnittstellen
3.2.2 Spezifikationen für Softwarekomponenten und die lokale Schnittstelle
3.3 DAS EPC-NETZWERK
3.3.1 Die Savant Software
3.3.2 Der EPC Information Service (EPCIS)
3.3.3 Der Object Name Service (ONS)
3.3.4 Die Physical Markup Language (PML)
3.3.5 Aktueller Stand in der Umsetzung des EPCglobal Netzwerks
4. URSPRUNG UND ANWENDUNG VON RFID IM VERSORGUNGSPROZESS
4.1 AUTOMATISCHE IDENTIFIKATION (AUTO-ID)
4.1.1 Barcode-Systeme
4.1.2 Optical Character Recognition (OCR)
4.1.3 Weitere Auto-ID-Systeme
4.1.4 RFID-Systeme
4.2 EFFICIENT CONSUMER RESPONSE (ECR)
4.2.1 Demand-/Category-Management (CM)
4.2.2 Supply-Chain-Management
5. ABLEITUNG SPEZIFISCHER ANFORDERUNGEN DES HANDELS
5.1 KURZBESCHREIBUNG DES METRO GROUP RFID-ROLL-OUT-PLANS
5.2 ANFORDERUNGEN AN DIE TECHNOLOGIEHERSTELLER
5.3 ANFORDERUNGEN AN DIE KONSUMGÜTERHERSTELLER/ LIEFERANTEN
5.3.1 Basistechnologien
5.3.2 Neue technische Voraussetzungen
5.4 ANFORDERUNGEN DES HANDELS AN SICH SELBST
5.4.1 Informationsaustausch/ Kooperation
5.4.2 Anforderungen an die Unternehmens-/ ERP-Software
5.4.3 Anforderungen an die IT-Infrastruktur
5.5 ANFORDERUNGEN AN DIE STANDARDISIERUNGSORGANISATIONEN
5.6 ANFORDERUNGEN AN DIE GESETZGEBER
6. PRAXIS BEI DEN UNTERNEHMEN
6.1 METHODIK DER UNTERSUCHUNG
6.1.1 Aufbau und Hinweise zum verwendeten Fragenkatalog
6.1.2 Kontaktadressgenerierung und Kontaktaufnahme
6.1.3 Rücklauf der Befragung
6.2 AUSWERTUNG DER FRAGENKATALOGE
6.2.1 Themenbereich I - Klassifizierung der Unternehmensgrößen
6.2.2 Themenbereich II - Electronic Data Interchange (EDI)
6.2.3 Themenbereich III - Einstellungen gegenüber der CCG
6.2.4 Themenbereich IV - RFID-Nutzung
6.3 KURZFAZIT ZUR BEFRAGUNG
7. FAZIT
Die Arbeit untersucht die Anforderungen, die sich aus dem Einsatz der RFID-Technologie für den Handel und die Konsumgüterindustrie ergeben, um Prozesse in der unternehmensübergreifenden Versorgungskette effizienter zu gestalten.
2.1 Aufbau und grundlegende Funktionsweise von RFID-Systemen
Radio Frequency Identification (RFID) bedeutet übersetzt Identifizierung durch Radiowellen. Die Technologie ermöglicht eine berührungslose Übertragung von Daten ohne direkten Sichtkontakt.10 Der Datenaustausch findet über elektrische-, magnetische- oder elektromagnetische Felder statt.11 Die hierbei verwendeten Verfahren wurden aus der Funk- und Radartechnik übernommen.12
Ein RFID-System besteht aus folgenden zwei Komponenten:13
▪ dem reader, auch interrogator oder Schreib-/ Lesegerät (SLG) genannt.
▪ dem tag, auch als Transponder oder mobiler Datenspeicher (MDS) bezeichnet.
In manchen Publikationen wird auch von drei Komponenten geschrieben, hierbei stellt die Software bzw. Applikationssoftware die dritte Komponente dar.14
Das Schreib-/ Lesegerät (SLG) besteht typischerweise aus einer Sende- und Empfangseinheit, einer Kontrolleinheit und einer Antenne.16 Dabei kann die Antenne, wie bei tragbaren SLGs üblich, direkt in das Lesegerät integriert (siehe Abb. 1.2), oder, wie bei Portal-Lesegeräten17, extern angebunden sein. Neben der obligatorischen Luftschnittstelle, die zur Verbindung zum Transponder dient, sind viele SLGs mit einer zusätzlichen lokalen Schnittstelle ausgestattet. Die lokale Schnittstelle dient dazu, die vom Transponder empfangenen Daten zur Weiterverarbeitung an ein Computersystem, bzw. eine Applikation (Software), zu übermitteln.18
SLGs können wie andere Peripheriegeräte (z.B. Drucker, Scanner etc.) über eine der vorhandenen Standardschnittstellen (z.B. serielle-/ parallele Schnittstelle, USB etc.) direkt an das Computersystem angeschlossen werden. Sinnvoller jedoch ist eine Integration in das bestehende Computernetzwerk (LAN)19, denn auf diese Weise ist es möglich, von unterschiedlichen Computersystemen auf das SLG zuzugreifen. Die Einbindung in das Computernetzwerk kann sowohl kabelgebunden, als auch kabellos per WLAN20 erfolgen.
Der Transponder ist ein winziger Mikrochip, der über eine Antenne mit dem SLG kommuniziert.21 Der Begriff Transponder wurde aus den Begriffen „transmitter“ (Sender, Übermittler) und „responder“ (der Antwortende) zusammengesetzt.22 Transponder können in ihrer Bau- und Funktionsweise sehr unterschiedlich ausfallen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema RFID ein, beschreibt die Vision des "intelligenten Kühlschranks" und definiert die Problemstellung sowie den Gang der Untersuchung.
2. DIE RFID-TECHNOLOGIE: Dieses Kapitel erläutert den technischen Aufbau von RFID-Systemen, ihre Historie und klassifiziert sie anhand von Merkmalen wie Bauform, Stromversorgung und Frequenz.
3. DAS ELECTRONIC PRODUCT CODE-KONZEPT (EPC-KONZEPT): Hier wird das EPC-Konzept als Standardisierungsgrundlage vorgestellt, inklusive Struktur des Codes, Hard- und Softwarespezifikationen sowie dem EPC-Netzwerk.
4. URSPRUNG UND ANWENDUNG VON RFID IM VERSORGUNGSPROZESS: Kapitel 4 analysiert den Bedarf an RFID, vergleicht ihn mit anderen Auto-ID-Technologien und bettet RFID in ECR-Managementkonzepte ein.
5. ABLEITUNG SPEZIFISCHER ANFORDERUNGEN DES HANDELS: Es werden konkrete Anforderungen an verschiedene Akteure (Technologie, Hersteller, Handel, Gesetzgeber) abgeleitet, basierend auf den Roll-out-Plänen der Metro Group.
6. PRAXIS BEI DEN UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel dokumentiert die Methodik und Ergebnisse der durchgeführten Befragung von Konsumgüterherstellern zum Thema "RFID-Readiness".
7. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert das Potenzial der RFID-Technologie und betont die Notwendigkeit einer aktiven Auseinandersetzung der Unternehmen mit dem Thema.
RFID, EPC, Supply-Chain-Management, ECR, Automatische Identifikation, Transponder, Leseraten, Handelslogistik, Konsumgüterindustrie, Electronic Data Interchange, EDI, EANCOM, Standardisierung, EPCglobal, Metro Group
Die Diplomarbeit befasst sich mit der RFID-Technologie und deren Anforderungen im Handel sowie der Anwendung in der Konsumgüterindustrie zur Prozessoptimierung.
Die Arbeit deckt die technologischen Grundlagen, das EPC-Konzept, die Anwendung in Versorgungsprozessen, Anforderungen an verschiedene Akteure sowie eine empirische Umfrage zur "RFID-Readiness" ab.
Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und Probleme beim RFID-Einsatz zu erarbeiten, um durch RFID-basierte Standards die Effizienz in der logistischen Kette zu steigern.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse und Auswertung von Standards wurde eine schriftliche Befragung von mittelgroßen bis großen Konsumgüterherstellern durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die Funktionsweise der RFID-Technologie, das EPC-Konzept, die Analyse des Supply-Chain-Managements sowie die Anforderungen des Handels und deren empirische Überprüfung.
Schlüsselbegriffe sind RFID, EPC-Konzept, Supply-Chain-Management, ECR (Efficient Consumer Response) und die "RFID-Readiness" von Unternehmen.
Das EPC-Konzept ermöglicht erst durch einheitliche globale Standards die unternehmens- und branchenübergreifende Identifikation von Objekten, was die Voraussetzung für einen effizienten RFID-Einsatz darstellt.
Die Metro Group dient als Fallbeispiel, da sie als einziger Handelskonzern zum Zeitpunkt der Arbeit ihre RFID-Roll-out-Pläne für den deutschen Markt publiziert hatte und somit als Basis für die Anforderungsanalyse diente.
Die befragten Unternehmen nannten vor allem hohe Tag-Preise, eine ungeklärte Kostenverteilung zwischen Hersteller und Händler sowie mangelnde internationale Standards als größte Hürden.
Trotz der anfänglichen Zurückhaltung halten insgesamt ca. 67 % der befragten Unternehmen die RFID-Technologie für strategisch wichtig bis sehr wichtig für die Zukunft.
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