Bachelorarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1. Situationsanalyse: Risikowahrnehmung der Hedge Fonds
1.2. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2. GRUNDLAGEN VON HEDGE FONDS
2.1. Ursprung
2.2. Definition
2.3. Derzeitige Finanzmarktsituation in Deutschland bezogen auf
Hedge Fonds
2.4. Systematisierung der Hedge Fonds nach Anlagestrategien
2.4.1. Allgemein
2.4.2. Relative value (marktneutrale Strategien)
2.4.3. Event driven (ereignisorientierte Strategien)
2.4.4. Opportunistic (opportunistische Strategien)
2.4.5. Exkurs: Dach-Hedgefonds (Fund of Hedge Funds)
3. DAS GLOBALE FINANZSYSTEM
3.1. Definition
3.2. Destabilisierung des Finanzsystems
4. EXKURS: ROLLE VON HEDGE FONDS IN FRÜHEREN KRISEN
4.1. EWS-Krise (1992)
4.2. Asien Krise (1997)
4.3. Russlandkrise (1998)
4.4. Terrorkrise (2001)
5. POTENTIELLE DESTABILISIERENDE AUSWIRKUNGEN DER AKTIVITÄTEN VON HEDGE FONDS AUF DAS FINANZSYSTEM
5.1. Beispiele bisheriger potentieller Gefahren für das Finanzsystem
5.1.1. Fall Long-Term Capital Management (1998)
5.1.2. Fall Amaranth (2006)
5.1.3. Fall TCI/ Deutsche Börse (2006)
5.2. Aktuelle potentielle Gefahren für das Finanzsystem
5.2.1. Gefahren aufgrund Einsatzes des Leverage
5.2.2. Gefahren aufgrund Handels mit Derivaten
5.2.3. Gefahren aufgrund „Herdenverhaltens“ (gleichgerichtetes Anlageverhalten)
5.2.4. Gefahren aufgrund von Liquiditätsabzügen der Marktteilnehmer im Insolvenzfalle von Hedge
Fonds
5.2.5. Versteckte Haftungsrisiken im Insolvenzfalle von Hedge Fonds
5.2.5.1. Situation in den Vereinigten Staaten
5.2.5.2. Situation in Deutschland
5.2.6. Gefahren aufgrund Verflechtungen mit anderen Marktteilnehmern
5.2.6.1. Gefahren aufgrund der Verflechtung mit dem Bankensektor
5.2.6.2. Gefahren aufgrund Verflechtungen mit Pensionseinrichtungen (Pensionskassen und
Pensionsfonds)
5.2.6.3. Gefahren aufgrund Verflechtungen mit Unternehmen
5.2.7. Gefahren aufgrund mangelnder Transparenz der Hedge Fonds-Branche
5.2.8. Gefahren aufgrund Anlage in Offshore Gebiete
5.2.9. Gefahren aufgrund unerlaubten Handelns des Fondmanagers
5.2.9.1. Marktmanipulationen und Insiderhandel
5.2.9.2. Sonstige unerlaubte Handlungen des Fondmanagers
5.2.10. Gefahren aufgrund Fehlinvestitionen des Hedge Fond-Managers
5.2.11. Gefahren aufgrund schlechter Performance eines Hedge Fonds
5.2.12. Hedge Fonds als Verursacher bestimmter Politikreaktionen
5.2.13. Gefahren ausgehend von Dach-Hedgefonds
5.3. Stabilisierende Effekte für das Finanzsystem
6. FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit analysiert den Mythos Hedgefonds und untersucht gezielt die Frage, ob deren Aktivitäten das globale Finanzsystem destabilisieren können. Dabei werden sowohl historische Krisen betrachtet als auch gegenwärtige Risiken, wie der Einsatz von Fremdkapital (Leverage), der Handel mit Derivaten und komplexe Verflechtungen mit anderen Akteuren, kritisch beleuchtet.
5.2.1. Gefahren aufgrund Einsatzes des Leverage
Besonders groß ist das von Hedge Fonds für das Finanzsystem ausgehende Destabilisierungspotential, wenn diese über einen hohen, durch Bankkredite finanzierten Kredithebel (Leverage) verfügen. Leverage gibt dem Fondmanager die Möglichkeit, deutlich höhere Investitionen als mit Shareholder Kapital möglich wäre in Anlagen zu investieren. Ein hohes Leverage kann demgemäß für spektakuläre Verluste sorgen, z.B. wenn der allgemeine Markttrend der Hedge Fond-Strategie zuwiderläuft oder Leverage kleine Verluste in große transformiert. Liegt demgemäß ein hoher Kredithebel vor, kann dies im Falle eines Scheitern der Anlagestrategie und den zwangläufig hiermit verbundenen Zahlungsschwierigkeiten des Hedge Fonds zu weiteren makroökonomischen Problemen führen.
In Abhängigkeit vom gewählten Hebel des Hedge Fonds können neben den Anlegern auch Kreditinstitute betroffen sein. Die mögliche Zahlungsunfähigkeit eines Hedge Fonds und der hierdurch bedingte Kreditausfall bei Kreditgebern beinhaltet die Gefahr der Insolvenz einer Bankinstitution oder anderer Finanzinstitute. Dies könnte insbesondere dann für das globale Finanzsystem gefährlich werden, wenn eine weit verbreitete Kreditkrise mit einer weltweiten Liquiditätskrise auf den Kapitalmärkten zusammenfallen würde.
1. EINLEITUNG: Analyse der zunehmenden Risikowahrnehmung durch das rasante Wachstum von Hedgefonds weltweit und Erläuterung der Problemstellung sowie des strukturellen Aufbaus der Bachelorarbeit.
2. GRUNDLAGEN VON HEDGE FONDS: Darstellung des Ursprungs, der Definition sowie der wesentlichen Anlagestrategien, ergänzt durch einen Exkurs zu Dach-Hedgefonds und der aktuellen Finanzmarktsituation in Deutschland.
3. DAS GLOBALE FINANZSYSTEM: Versuch einer begrifflichen Definition des Finanzsystems sowie eine grundlegende Analyse der Bedingungen, die zu dessen Destabilisierung führen können.
4. EXKURS: ROLLE VON HEDGE FONDS IN FRÜHEREN KRISEN: Historische Betrachtung der Beteiligung von Hedgefonds an globalen Finanzkrisen, wie dem EWS-Ereignis 1992, der Asien- sowie der Russlandkrise und der Terrorkrise 2001.
5. POTENTIELLE DESTABILISIERENDE AUSWIRKUNGEN DER AKTIVITÄTEN VON HEDGE FONDS AUF DAS FINANZSYSTEM: Kernstück der Arbeit, welches spezifische Gefahren durch Leverage, Derivate, Herdenverhalten und Marktverflechtungen analysiert sowie auch stabilisierende Effekte aufzeigt.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Transparenzproblematik und Einschätzung zukünftiger regulatorischer Entwicklungen sowie des wachsenden Einflusses institutioneller Anleger.
Hedgefonds, Finanzsystem, Finanzstabilität, Leverage, Derivate, Herdenverhalten, Transparenz, Risikomanagement, Marktmanipulation, Insiderhandel, Bankensektor, Pensionsfonds, Regulatorik, Offshore, Liquidität.
Die Arbeit analysiert das Risiko, das Hedgefonds für das globale Finanzsystem darstellen, und untersucht, ob deren Handlungen zur Destabilisierung beitragen können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Anlagestrategien von Hedgefonds, ihrer historischen Rolle in Finanzkrisen und den aktuellen Gefahren, die aus ihrem Geschäftsgebaren resultieren.
Das Ziel ist eine fundierte Analyse möglicher destabilisierender Auswirkungen durch Hedgefonds auf die Stabilität internationaler Finanzmärkte unter Berücksichtigung aktueller regulatorischer Diskussionen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Fachstudien, Berichte und der gegenwärtigen Gesetzeslage.
Im Hauptteil werden neben historischen Fallbeispielen (wie LTCM) gezielt moderne Gefahrenquellen wie Leverage, Derivate, Herdenverhalten sowie Verflechtungen mit Banken und Unternehmen analysiert.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Finanzstabilität, Transparenz, Leverage, Derivate und Risikomanagement definiert.
Der Zusammenbruch des LTCM-Fonds 1998 dient als Paradebeispiel für die systemischen Gefahren, die durch hohen Leverage und Vernetzungen mit großen Investmentbanken entstehen können.
Der Autor argumentiert, dass eine erhöhte Transparenz notwendig sei, um Schieflagen frühzeitig zu erkennen, warnt jedoch vor einem möglichen Abtauchen der Hedgefonds in Offshore-Gebiete bei zu strenger nationaler Regulierung.
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