Examensarbeit, 2007
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffserläuterungen zum eigenen Verständnis der Arbeit
2.1 Erziehung
2.2 Werte im Sport
2.3 Sport
2.4 Fußball
3 Erzieherische Aspekte des Sports in der historischen Entwicklung
3.1 Die Erziehungsgedanken des Rousseau
3.2 Philantrophische Erziehung nach GutsMuths
3.3 Friedrich Ludwig Jahn und das Turnen
3.4 Turnen und Gymnastik nach Spieß und Pestalozzi
3.5 Sport in England und seine Anfänge in Deutschland
3.6 Sport im Nationalsozialismus
3.7 Sport im geteilten Deutschland
4 Die historische Entwicklung des Fußballspiels
4.1 Die Anfänge des Fußballspiels in England
4.2 Entwicklungen des Fußballspiels in Deutschland
5 Das moderne Fußballspiel in Deutschland und seine Erscheinungsformen
5.1 Fußball in der Schule
5.2 Freizeitfußball / Straßenfußball
5.3 Fußball im Verein auf Amateurebene
5.4 Profifußball
6 Die erzieherischen Werte des Fußballspiels
6.1 Kooperation
6.2 Teamgeist
6.3 Kameradschaft
6.4 Disziplin
6.5 Ordnung
6.6 Fairness / Fair Play
6.7 Integration und Toleranz
6.8 Gesundheitsbewusstsein
7 Ergebnisse in graphischer Darstellung
8 Zusammenfassung
9 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, den erzieherischen Wert des Sports darzustellen und zu analysieren, wobei der Schwerpunkt gezielt auf dem Fußballspiel liegt. Es soll geklärt werden, welche spezifischen sozialen Kompetenzen und Werte durch das Fußballspiel vermittelt werden können und in welchem Rahmen dies in verschiedenen Erscheinungsformen – von der Schule bis hin zum Profisport – geschieht.
4.2 Entwicklungen des Fußballspiels in Deutschland
Bevor in Deutschland das Fußballspiel zur beliebtesten Sportart aufstieg, war das Turnen populär. Das Turnen galt als „nationaler Sport“ und duldete keinen Emporkömmling, erst recht keinen aus dem Ausland kommenden, neben sich. Die „deutschtümelnde Turnerschaft betrachtete das Fußballspiel als ‚undeutsche’, importierte Modetorheit.“
Beim Turnen führten teilweise recht große Gruppen gemeinsame Übungen durch. Diese Gruppen waren geprägt durch Disziplin und teilweise auch Drill. Der leistungsorientierte Wettkampf und besondere Leistungen Einzelner und deren Herausragen aus der Gruppe galten als verpönt. Harmonie und Gemeinsamkeit standen im Vordergrund.
Eine verbreitete Kritik, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vorherrschte, beanstandete allerdings, dass das Turnen zu einer Erstarrung in Ritualen führe. Die in Reih und Glied hinter den Geräten aufmarschierenden Turnerinnen und Turner vollzögen nur mechanische Formveränderungen.
Der um 1870 nach Deutschland gelangte Fußball verkörperte damals eine attraktive Alternative, konnte sich aber wegen der Widerstände durch die Turnvereine nur langsam durchsetzen und war bis in die 1890er Jahre hinein nur ein Schulspiel an höheren Lehranstalten.
Statt einer diffusen Gruppe gab es eine klar abgegrenzte Mannschaft, die gegen eine andere antrat und diese besiegen wollte. Dabei wurde ganz klar der Wettkampf gesucht. Um das Ziel des Sieges zu erreichen, war ein gemeinsames Vorgehen unumgänglich, trotzdem mussten sich einzelne Spieler hervorheben.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Zusammenhang von Erziehung und Bewegung und legt das Ziel der Arbeit fest, den erzieherischen Wert des Sports mit Fokus auf das Fußballspiel zu beleuchten.
2 Begriffserläuterungen zum eigenen Verständnis der Arbeit: Es werden grundlegende Definitionen für die Begriffe Erziehung, Werte im Sport, Sport und Fußball vorgenommen, um den Rahmen für die Untersuchung zu stecken.
3 Erzieherische Aspekte des Sports in der historischen Entwicklung: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über die Geschichte körperlicher Erziehung anhand prägender Vertreter und Systeme und zeigt den stetigen Wandel erzieherischer Ideale auf.
4 Die historische Entwicklung des Fußballspiels: Die Darstellung beschreibt die Anfänge des modernen Fußballs in England und dessen Ausbreitung und Etablierung in Deutschland.
5 Das moderne Fußballspiel in Deutschland und seine Erscheinungsformen: Das Kapitel charakterisiert die verschiedenen Ausprägungen des Fußballs, unterteilt in organisierte und nichtorganisierte Bereiche.
6 Die erzieherischen Werte des Fußballspiels: Hier werden zentrale Werte wie Kooperation, Teamgeist, Disziplin und Fairness detailliert erörtert und in Bezug auf ihre Vermittelbarkeit beim Fußball analysiert.
7 Ergebnisse in graphischer Darstellung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden tabellarisch und grafisch aufbereitet, um die Umsetzung der Werte in den jeweiligen Erscheinungsformen des Fußballs zu veranschaulichen.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über die enge Verknüpfung von Sport, Erziehung und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
9 Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse kritisch und stellt fest, dass der erzieherische Wert stark vom Kontext abhängt und im Leistungsfußball oft dem Erfolgsdruck untergeordnet wird.
Fußball, Sportpädagogik, Erziehung, Werte, Fairness, Teamgeist, Kooperation, Disziplin, Integration, Toleranz, Leistungsdruck, Schulsport, Vereinssport, historischer Wandel, Körpererziehung
Die Arbeit untersucht den erzieherischen Wert des Sports, wobei der Fokus gezielt auf dem Fußballspiel als einer der populärsten Sportarten liegt.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung körperlicher Erziehung, die Geschichte des Fußballs sowie die Analyse spezifischer erzieherischer Werte in verschiedenen Spielformen.
Das Ziel ist es, den erzieherischen Wert des Sports und insbesondere des Fußballs herauszuarbeiten und zu analysieren, welche sozialen Kompetenzen durch das Spiel vermittelt werden können.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur, pädagogischen Konzepten und historischen Entwicklungen, ergänzt durch eine eigene tabellarische Bewertung der Wertevermittlung.
Der Hauptteil befasst sich mit den historischen Grundlagen, der Entwicklung des Fußballs, einer Einteilung in verschiedene Erscheinungsformen (Schule, Verein, Profisport) und einer detaillierten Erörterung einzelner erzieherischer Werte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportpädagogik, Fußball, erzieherische Werte, Fair Play, Kooperation und Leistungsdruck.
Während im Schulsport der erzieherische Aspekt und die Integration im Vordergrund stehen, dominiert im Profifußball aufgrund von Kommerzialisierung und Erfolgsdruck häufig das Leistungsprinzip, was bestimmte erzieherische Werte in den Hintergrund drängen kann.
Aufgrund des stetig wechselnden Umfelds im Schulalltag und der sich häufig verändernden Zusammensetzung der Mannschaften kann sich ein tiefgreifender Teamgeist weniger leicht entfalten als in langfristig bestehenden Vereinsmannschaften.
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