Diplomarbeit, 2005
147 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Risikomanagement
2.1.1 Definition Risiko
2.1.2 Grundlagen des Risikomanagements
2.1.3 Risikomanagement von Zins- und Adressenausfallrisiken
2.2 Derivate
2.2.1 Forward Rate Agreement
2.2.2 Swap
2.2.3 Financial Future
2.2.4 Option
3 Zins- und Kreditderivate
3.1 Zinsderivate
3.1.1 Produkte
3.1.1.1 Zinsswap
3.1.1.2 Forward Swap
3.1.1.3 Swaption
3.1.1.4 Forward Rate Agreement
3.1.1.5 Zinsbegrenzungsvereinbarungen
3.1.1.6 Zinsfuture
3.1.1.7 Exotische Zinsderivate
3.1.2 Marktentwicklung
3.1.3 Marktteilnehmer
3.2 Kreditderivate
3.2.1 Vertragselemente
3.2.2 Produkte
3.2.2.1 Credit Default Swap
3.2.2.2 Credit Linked Note
3.2.2.3 Total Return Swap
3.2.2.4 Credit Spread Option
3.2.2.5 Exotische Kreditderivate
3.2.3 Risiken bei dem Einsatz von Kreditderivaten
3.2.4 Marktentwicklung
3.2.5 Marktteilnehmer
3.3 Einsatzmotive
3.3.1 Hedgingmotiv
3.3.2 Spekulationsmotiv
3.3.3 Arbitragemotiv
4 Einsatzmöglichkeiten von Zins- und Kreditderivaten
4.1 Einsatzmöglichkeiten in Kommunen
4.1.1 Problematik der öffentlichen Verschuldung
4.1.2 Entwicklung des Derivateeinsatzes der öffentlichen Hand
4.1.3 Bedingungen für den Einsatz von Zinsderivaten in Kommunen
4.1.3.1 Rechtliche Bedingungen
4.1.3.2 Organisatorische Bedingungen
4.1.3.3 Bedingungen an Bonität, Fristigkeit und Losgröße
4.1.4 Anwendungsbeispiele von Zinsderivaten in Kommunen
4.2 Einsatzmöglichkeiten in Banken
4.2.1 Darstellung der Marktsituation von Banken im Segment der Kreditderivate
4.2.2 Einsatzmotive von Banken für den Einsatz von Kreditderivaten
4.2.2.1 Kreditportfoliomanagement
4.2.2.2 Optimierung der Eigenkapitalverwendung
4.2.2.3 Absicherung der Refinanzierungskosten
4.2.2.4 Kreditlinienmanagement
4.2.2.5 Aufsichtrechtliche Behandlung von Kreditderivaten
4.3 Einsatzmöglichkeiten in Industrieunternehmen
4.3.1 Anwendung von Zinsderivaten in Industrieunternehmen
4.3.2 Anwendung von Kreditderivaten in Industrieunternehmen
5 Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten
5.1 Problemstellungen und Lösungshinweise
5.1.1 Hohe Verschuldung
5.1.2 Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern
5.1.3 Absicherung von Anlagevermögen
5.1.4 Wegfall der Gewährträgerhaftung im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sparkassen
5.1.5 Ausfall von Steuereinnahmen
5.2 Aufstellen von Beurteilungskriterien
5.3 Ableitung von Lösungsansätzen
5.3.1 Kriterienvergleich zur Entscheidungsfindung
5.3.2 Beschreibung der Entscheidungsmatrix für Kommunen
5.3.3 Handlungsempfehlungen für Kommunen
5.3.3.1 Kleine Kommunen
5.3.3.2 Mittelgroße Kommunen
5.3.3.3 Große Kommunen
5.3.4 Beschreibung der Entscheidungsmatrix für mittelständische Unternehmen
5.3.5 Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen
5.3.5.1 Kleine mittelständische Unternehmen
5.3.5.2 Mittelgroße mittelständische Unternehmen
5.3.5.3 Große mittelständische Unternehmen
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten als Instrumente der Risikosteuerung in der Finanzwirtschaft. Dabei werden insbesondere die spezifischen Anforderungen und Anwendungsmöglichkeiten in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen untersucht, um praxisnahe Handlungsempfehlungen für ein effizientes Risikomanagement abzuleiten.
3.1.1.1 Zinsswap
Der Zinsswap ist eine vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungen ohne Transfer des zugrunde liegenden Kapitals für einen bestimmten Zeitraum und gerechnet auf den Swapnominalbetrag. Als Grundlage dient die entgegengesetzte Einschätzung der beiden Swap-Kontrahenten bezüglich der Marktzinsentwicklungen.
Je nach Absicherungshintergrund kann zwischen verschiedenen Arten von Zinsswaps unterschieden werden. Werden Zinszahlungen, die aufgrund von Verbindlichkeiten aufgebracht werden müssen, ausgetauscht, trägt der Swap aus der Sicht des Kreditnehmers die Bezeichnung Liability-Swap. Werden Zinszahlungen aus Geldanlagen getauscht, handelt es sich um einen sog. Asset-Swap.
Zinsswaps sind bedingt durch mögliche lange Laufzeiten zwischen üblicherweise zwei und zehn Jahren, in einigen Fällen sogar bis zu 30 Jahren, sowie die periodischen Zinszahlungen besonders zum mittel- und langfristigen Hedging von Zinsänderungsrisiken geeignet.
Die Festlegung der variablen Zinssätze, das sog. Fixing, erfolgt für die entsprechende Periode gemäß den Anwendungen am jeweiligen Geldmarkt.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen durch hohe Neuverschuldung und Kreditportfolien und begründet die Relevanz von Derivaten zur Risikosteuerung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Risikobegriffe sowie die Funktionsweise der grundlegenden Derivate wie FRA, Swaps, Futures und Optionen.
3 Zins- und Kreditderivate: Hier werden detailliert die verschiedenen Produkte der Zins- und Kreditderivate, ihre Marktentwicklung und ihre Bedeutung für die Marktteilnehmer dargelegt.
4 Einsatzmöglichkeiten von Zins- und Kreditderivaten: Analyse der praktischen Anwendung von Derivaten in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen.
5 Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten: Herleitung systematischer Kriterien und Handlungsempfehlungen für den Derivateeinsatz in verschiedenen Größenklassen von Kommunen und Unternehmen.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Hindernisse für den Einsatz von Derivaten im Risikomanagement der betrachteten Nutzergruppen.
Zinsderivate, Kreditderivate, Risikomanagement, Risikosteuerung, Zinsswap, Credit Default Swap, Hedging, Kommunen, Banken, Industrieunternehmen, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Zinsänderungsrisiko, Finanzinnovationen, Portfolio-Management
Die Arbeit untersucht, wie Zins- und Kreditderivate als moderne Finanzinstrumente zur Steuerung von finanziellen Risiken in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen eingesetzt werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse theoretischer Grundlagen von Derivaten, deren praktischer Anwendung zur Risikoabsicherung sowie der Ableitung spezifischer Handlungsempfehlungen für verschiedene Zielgruppen.
Das Ziel ist die Untersuchung des Einsatzes von Derivaten als Instrumente der Risikosteuerung und die Erarbeitung systematischer Empfehlungen, insbesondere für Organisationen, die diese Instrumente bislang nur restriktiv nutzen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung von Anwendungsfällen, die durch die Erstellung von Entscheidungsmatrizen für verschiedene Anwendergruppen ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Risiken, die detaillierte Vorstellung gängiger derivativer Finanzinstrumente (wie Swaps, Optionen, FRA) und deren spezifische Analyse in den Sektoren Kommunen, Banken und Industrie.
Die wichtigsten Schlagworte sind Zins- und Kreditderivate, Risikomanagement, Hedging, kommunales Schuldenmanagement sowie Optimierung der Eigenkapitalverwendung in Banken.
Große Kommunen verfügen über mehr Ressourcen und Know-how für komplexe Strukturen, während für kleine Kommunen aufgrund begrenzter Mittel der Fokus auf kostengünstigen, standardisierten Lösungen und dem Hinzuziehen externer Berater liegt.
Der Wegfall der Staatsgarantie kann zu höheren Refinanzierungskosten für Sparkassen und damit für deren kommunale Kunden führen, was den Einsatz von Kreditderivaten zur Absicherung dieser Kostensteigerungen attraktiv macht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

