Diplomarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Arbeit
2. Werbekommunikation
2.1 Definitorische Grundlagen der Werbung
2.2 Klassische Mediawerbung
2.2.1 Der Begriff der Mediawerbung
2.2.2 Werbeträger und Werbemittel
2.2.3 Spezifika der Printanzeige
2.3 Das Stufenmodell der Werbewirkung
2.4 Aktuelle Rahmenbedingungen in der Werbung
2.5 Gesellschaft und Werbung
2.5.1 Konstruktivistische Perspektiven der Werbung
2.5.1.1 Das Geschlecht und der Körper
2.5.1.2 Das Alter
2.5.2 Schönheit, die von außen kommt?
2.5.3 Das Frauenbild in der Werbung: ein Forschungsüberblick
2.6 Zwischenfazit
3. Das Anwendungspotenzial der Semiotik für die Werbeforschung
3.1 Definitorische Grundlagen und Selbstverständnis der Semiotik
3.2 Zeichentheoretische Ansätze
3.2.1 Ferdinand de Saussure
3.2.2 Charles Sanders Peirce
3.2.3 Roland Barthes
3.3 Die Entstehung von Bedeutung nach Roland Barthes
3.4 Semiotik als Methode der Werbeforschung
3.5 Die Printanzeige als Zeichenkomplex
4. Die semiotische Analyse
4.1 Die Erfolgsgeschichte in Zahlen
4.2 Der Analysekorpus, die Analysekategorien und die Definition der Werbung der ‚einen Art’
4.3 Die Analyse der Dove-Printanzeigen-Kampagne
4.3.1 „Wer hat eigentlich gesagt, dass nur Models straffe Kurven haben?“
4.3.2 „Wer hätte gedacht, dass Bräunen so gut für die Haut sein kann“
4.3.3 „Dove pro·age. Denn Schönheit kennt kein Alter“
4.3.4 „Für schön gebräunte Haut UND STRAHLENDE GESICHTER“
4.4 Die Analyse der Nivea-Printanzeigen-Kampagne
4.4.1 „TROCKENE HAUT? FÜR MICH KEIN THEMA MEHR!“
4.4.2 „MEIN STYLE ZUR FESTSAISON: ANZIEHENDE BRÄUNE“
4.4.3 „DIE ANTI-AGE INNOVATION“
4.4.4 „STRAFF UND ZART GEBRÄUNT: VERFÜHRERISCH SCHÖNE SOMMERHAUT“
5. Die Herausarbeitung von Unterschieden zwischen der Dove-Printanzeigen-Kampagne und der Nivea-Printanzeigen-Kampagne
5.1 Alter
5.2 Körper
5.3 Geschlecht
5.4 Weitere Bedeutungen
6. Zusammenfassende Darstellung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Erfolgsgeheimnis der Dove-Werbekampagne, indem sie durch eine semiotische Analyse der Printanzeigen herausarbeitet, ob und inwiefern es sich um einen Erfolg der „anderen Art“ handelt. Hierbei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwieweit sich der Zeichengebrauch der Dove-Kampagne von der Werbung des Hauptkonkurrenten Nivea unterscheidet und welche Rolle die Konstruktion sozialer Kategorien dabei spielt.
4.3.1 „Wer hat eigentlich gesagt, dass nur Models straffe Kurven haben?“
Die nicht kodierte ikonische Ebene der Anzeige „Wer hat eigentlich gesagt, dass nur Models straffe Kurven haben?“ (vgl. Abbildung 1) zeigt eine Fotografie von vier Frauen, welche alle in weiße Unterwäsche gekleidet in einer Reihe nebeneinander stehen. Alle vier Frauen sind von Kopf bis Fuß zu erkennen. Die Frau am linken Bildrand, welche zugleich die größte ist, hat langes schwarzes Haar. Sie steht seitlich frontal zur Kamera, ihr Kopf ist leicht angehoben und sie hat ein Lächeln auf den Lippen. Den rechten Arm hat sie in die Taille gestützt, der linke liegt auf der Schulter ihrer Nachbarin. Diese wiederum hat ihren Kopf auf die Brust und den rechten Arm um die Taille der Frau zu ihrer Rechten gelegt. Ihren linken Arm stützt sie ebenfalls in ihre Taille. Sie steht leicht seitlich zur Kamera.
Zu ihrer Linken befindet sich eine dunkelhäutige Frau, welche lacht und dabei ihren Kopf in den Nacken wirft. Ihr lockiges braunes Haar steht ungebändigt in alle Richtungen ab. Im Gegensatz zu den anderen Frauen lehnt sie sich mit ihrem Oberkörper nach vorne, während sie ihre rechte Hand auf den Oberschenkel ihrer Nachbarin legt. Die Frau am rechten Bildrand hat blondes langes Haar, welches sie offen trägt. Auch sie hat ihren Kopf leicht nach hinten gelegt, während sie lacht. Ihre Haltung ist nicht aufrecht, was man an den hängenden Schultern erkennen kann. Die gesamte Szenerie spielt sich vor einem weißen Hintergrund ab.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die mediale Aufmerksamkeit für die Dove-Kampagnen und definiert das Ziel, die „Andersartigkeit“ des Erfolgs durch eine semiotische Analyse zu untersuchen.
2. Werbekommunikation: Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen dar, indem Grundlagen der Werbung, Werbewirkungsmodelle sowie das komplexe Verhältnis zwischen Werbung, Gesellschaft und der Konstruktion sozialer Kategorien wie Geschlecht, Körper und Alter erörtert werden.
3. Das Anwendungspotenzial der Semiotik für die Werbeforschung: Es werden die semiotischen Grundlagen erläutert, wobei insbesondere die strukturalistische Methode von Roland Barthes als Werkzeug für die Werbeanalyse vorgestellt und deren Anwendbarkeit auf Printanzeigen begründet wird.
4. Die semiotische Analyse: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die Dove- und Nivea-Printanzeigen unter Anwendung der semiotischen Methode auf die Kategorien Alter, Körper und Geschlecht detailliert untersucht werden.
5. Die Herausarbeitung von Unterschieden zwischen der Dove-Printanzeigen-Kampagne und der Nivea-Printanzeigen-Kampagne: Die Ergebnisse der Einzelanalysen werden hier zusammengeführt, um Regelmäßigkeiten und signifikante Unterschiede im Zeichengebrauch beider Marken systematisch gegenüberzustellen.
6. Zusammenfassende Darstellung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Andersartigkeit der Dove-Kampagne zusammen und reflektiert die zukünftige Bedeutung der Strategie im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen.
Semiotik, Werbekommunikation, Dove-Kampagne, Nivea, Schönheitsideal, soziale Konstruktion, Gender, Körperbild, Altersbild, Zeichentheorie, Roland Barthes, Werbeerfolg, Printanzeigen, visuelle Kommunikation, gesellschaftlicher Wandel
Die Arbeit analysiert die Dove-Werbekampagne „Keine Models – Aber straffe Kurven“ semiotisch, um zu verstehen, warum sie trotz der Abweichung von gängigen Schönheitsidealen einen so hohen Markterfolg erzielte.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Wechselspiel zwischen Werbung und Gesellschaft, die Konstruktion von Geschlechter- und Altersbildern sowie die Anwendung semiotischer Analysemethoden zur Dekodierung von Werbebotschaften.
Das Ziel ist die Herausarbeitung der Unterschiede zwischen der Dove-Werbung und der als „einer Art“ definierten Standardwerbung (vertreten durch Nivea), um die „Andersartigkeit“ der Dove-Kommunikationsstrategie wissenschaftlich zu begründen.
Die Arbeit nutzt die strukturalistische semiotische Analysemethode nach Roland Barthes, um die Bedeutungsebenen von Printanzeigen (Denotation und Konnotation) zu entschlüsseln.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Werbekommunikation und Semiotik gelegt, gefolgt von einer detaillierten Einzelanalyse ausgewählter Printanzeigen der Marken Dove und Nivea hinsichtlich der Kategorien Körper, Alter und Geschlecht.
Zu den prägenden Begriffen zählen Semiotik, soziale Wirklichkeitskonstruktion, Schönheitsideal, Zeichensysteme und die spezifische „Ausblendungsregel“ in der klassischen Werbekommunikation.
Nivea dient als Repräsentant für die „Werbung der einen Art“, um durch einen direkten Vergleich mit einem Hauptkonkurrenten in einer ähnlichen Produktkategorie signifikante Unterschiede in der Zeichenverwendung präzise herausarbeiten zu können.
Der Autor schließt, dass Dove durch den Einsatz ungeschönter, authentisch wirkender Bilder in Kombination mit einem „Wir-Gefühl“ eine höhere Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe erreicht, da das Unternehmen Alter und Schönheit als vereinbar darstellt.
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