Examensarbeit, 2005
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Englisch in der Grundschule
2.1 Ursachen und Bedeutung des Englischunterrichts in der Grundschule
2.2 Beweggründe für den Einsatz des Fremdsprachenunterrichts ab Klasse 3
2.3 Bedenken und Vorurteile zum frühzeitigen Fremdsprachenerwerb
2.4 Ziele und Schwerpunkte des Lehrplans Englisch in NRW
2.4.1 Leistungsbewertung laut Lehrplan in NRW
2.4.2 Die vier Fertigkeiten - Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben
2.4.2.1 Hörverstehen
2.4.2.2 Sprechen
2.4.2.3 Leseverstehen
2.4.2.4 Schreiben
2.4.3 Kultur
2.5 Inhalte einer effektiven und grundschulgerechten Umsetzung des Fremdsprachenunterrichts
2.5.1 Die Bedeutung der „silent period“
2.5.2 Ausspracheprobleme und deren Lösung
2.5.3 Korrekturverhalten
2.5.4 Classroom language
3. Der spielorientierte Fremdsprachenunterricht
3.1 Inhalte und Struktur des Spieleinsatzes im Unterricht
3.1.1 Abwechslungsreiche Gruppeneinteilung im spielorientierten Englischunterricht
3.1.2 Die Rolle der Lehrkraft beim spielorientierten Fremdsprachenunterricht
3.1.3 Das Problem der Klassengröße und der Lautstärke von Lernspielen im Klassenzimmer
3.2 Lernspiele für den Englischunterricht
3.2.1 Die Bedeutung von Lernspielen im Englischunterricht
3.2.2 Spiele zur Förderung des detaillierten Hörverstehen
3.2.3 Sprechspiele
3.2.3.1 Vom nachahmenden Sprechverhalten bis zur freien Kommunikation
3.2.3.2 Übung zur Aussprache
3.2.3.3 Spiele zur Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Wortschatzes
3.2.3.4 Sprechspiele mit integrierter Grammatikübung
3.2.4 Lernspiel zur Förderung der Lesefertigkeit
3.2.5 Lernspiel zur Förderung der Schreibfertigkeit
3.2.6 Die englische Kultur auf eine spielerische Weise kennen lernen
3.2.7 Bewegungsspiele als besondere Form der Lernspiele für den Englischunterricht
3.2.7.1 Die Bedeutung von Bewegung im Unterricht
3.2.7.2 Die Auswirkungen von Bewegungselemente auf die Sprachförderung im Englischunterricht
3.2.8 Spielorientierte Hilfsmittel für den Fremdsprachenunterricht
3.2.8.1 Die Handpuppe als einsteigender Gesprächspartner für Schüler und Lehrer
3.2.8.2 Der Computereinsatz im Englischunterricht
3.3 Die Leistungsermittlung im spielorientierten Englischunterricht
3.3.1 Beobachtung
3.3.2 Spielorientierter Test
3.3.3 Portfolio
4. Die Lerneffektivität im spielorientierten Englischunterricht
4.1 Hamburger Schulversuch „Englisch ab Klasse 3“
4.1.1 Untersuchungsaspekte der Evaluation im dritten und vierten Schuljahr
4.1.2 Zusammenfassung der Beobachtungen zum Schülerverhalten
4.1.3 Übersicht des Sprachstandes am Ende des dritten Schuljahres
4.1.4 Übersicht des Sprachstandes am Ende des vierten Schuljahres
4.1.5 Zusammenfassung der Schülerinterviews
4.1.6 Schlusswort zur Untersuchung
5. Experteninterviews zum spielorientierten Englischunterricht
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und Lerneffektivität von Bewegungs- und Lernspielen im Englischunterricht der Primarstufe. Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie spielerische Ansätze den Spracherwerb kindgerecht fördern, die Motivation steigern und eine angstfreie Lernumgebung schaffen können, um die Grundlagen für die fremdsprachliche Kompetenzentwicklung zu legen.
3.1.2 Die Rolle der Lehrkraft beim spielorientierten Fremdsprachenunterricht
In einem spielorientierten Unterricht stellt die Lehrperson nicht, wie so oft, die zentrale Figur dar, sondern erfüllt die Rolle des Beraters, Helfers und Moderators Sie fertigt die benötigten Materialien an, erklärt die Spielregeln und beobachtet den Spielvorgang. Während die Lehrkraft das Spiel als Beobachter begleitet, kann sie häufig vorkommende Fehler notieren, um diese in weiteren Unterrichtsstunden nochmals aufzugreifen (vgl. Klippel 2000, S.130).
Damit die Schüler sehen, dass die Lehrperson an den jeweiligen Spielprozessen interessiert ist, sollte sie ihnen ein Feedback über den Verlauf oder über ihren Spracheinsatz geben. Allerdings muss sie darauf achten, dass negative Anmerkungen nicht persönlich an einen Schüler gerichtet werden, sondern dass diese allgemein ausdrückt werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass einzelne Kinder sich vor der Klasse bloß gestellt fühlen oder von anderen verspottet werden.
Bei positiven Bemerkungen ist es jedoch anders, diese können auch vor der Klasse persönlich an einen Schüler gerichtet werden (vgl. Rixon S. 1981, S.58). Obwohl die Lehrperson bei den meisten Lernspielen als Spielleiter zurückhaltend auftritt, agiert sie bei Fragen oder Problemen während eines Spiels als Berater, um Hilfestellung zu leisten (vgl. Kube K. 1977, S.149).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Einführung des Englischunterrichts in NRW ein und erläutert die Bedeutung spielerischer Elemente sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Englisch in der Grundschule: Hier werden die Gründe für den frühen Beginn des Fremdsprachenlernens sowie die zentralen Ziele des Lehrplans und die vier sprachlichen Fertigkeiten analysiert.
3. Der spielorientierte Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel detailliert die didaktische Planung, den Einsatz verschiedener Lernspieltypen zur Förderung der Sprachfertigkeiten sowie die Rolle der Lehrkraft.
4. Die Lerneffektivität im spielorientierten Englischunterricht: Anhand einer Evaluation werden das Sprachstandsniveau, das Schülerverhalten und die Lerneffektivität spielerischer Methoden belegt.
5. Experteninterviews zum spielorientierten Englischunterricht: Die Ergebnisse aus Interviews mit praktizierenden Lehrkräften reflektieren die Anwendung der Theorie im Schulalltag.
6. Fazit: Das Fazit fasst die positiven Auswirkungen des spielerischen Ansatzes auf die Lernmotivation und den Spracherwerb zusammen.
Englischunterricht, Grundschule, Primarstufe, Lernspiele, Fremdsprachenerwerb, Bewegungsspiele, Sprachförderung, Lehrplan NRW, Hörverstehen, Sprechen, spielorientierter Unterricht, Evaluation, Lerneffektivität, Portfolio, Leistungsbewertung.
Die Arbeit analysiert die Funktion und den Nutzen von Bewegungs- und Lernspielen zur Förderung des Spracherwerbs im Englischunterricht der Grundschule.
Die Schwerpunkte liegen auf der Didaktik des frühen Fremdsprachenlernens, der praktischen Umsetzung durch Lernspiele sowie der methodischen Leistungsermittlung.
Das Ziel ist der Nachweis, dass ein spielorientierter Unterricht die Lernfreude und die sprachlichen Kompetenzen der Kinder in der Primarstufe effektiv und nachhaltig fördert.
Neben einer theoretischen Analyse basierend auf fachdidaktischer Literatur wird die Lerneffektivität durch Evaluationen (Schulversuche) sowie Experteninterviews mit Grundschullehrkräften untersucht.
Im Hauptteil werden verschiedene Kategorien von Lernspielen (z.B. Hör- und Sprechspiele, Bewegungsspiele) detailliert beschrieben, deren Lernziele definiert und in den unterrichtlichen Kontext eingeordnet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Englischunterricht in der Grundschule, Lernspiele, Spracherwerb, Lerneffektivität und Leistungsbewertung charakterisieren.
Die „silent period“ bezeichnet eine Phase, in der Kinder die fremde Sprache zunächst aufnehmen, ohne selbst aktiv zu sprechen; Geduld der Lehrkraft ist hier entscheidend, um Sprechhemmungen zu vermeiden.
Die Handpuppe fungiert als motivierender Gesprächspartner, der nur Englisch spricht und so die Hemmschwelle der Kinder abbaut, selbst aktiv in der Fremdsprache zu interagieren.
Bewegungselemente fördern nicht nur die Gesundheit, sondern verknüpfen den Lernstoff ganzheitlich mit Handlungen, was zu einer nachhaltigeren Verankerung im Gedächtnis führt.
Das Portfolio ermöglicht eine individuelle Dokumentation von Lernfortschritten über einen längeren Zeitraum und fördert gleichzeitig die Selbstreflexion der Schüler über ihre Stärken und Schwächen.
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