Diplomarbeit, 2006
153 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Vorgehen
1.3. Theorien des organisationalen Lernens: Historischer Überblick und Forschungsstand
1.4. Forschungsstand zu Selbstbewertungsinstrumenten zum nachhaltigen Wirtschaften sowie Kurzvorstellung der Instrumente SAFE und BNC
2. Theorien des organisationalen Lernens
2.1. Die Theorie des organisationalen Lernens von Argyris und Schön
2.1.1. Organisationsverständnis
2.1.2. Aktionstheorien
2.1.3. Einschleifen-Lernen und Doppelschleifen-Lernen
2.1.4. Der Prozess des organisationalen Lernens – Voraussetzungen und Methoden
2.1.5. Resümee zur Theorie von Argyris und Schön
2.2. Die Theorie des organisationalen Lernens von Preskill und Torres
2.2.1. Organisationales Lernen im Verständnis von Preskill und Torres
2.2.2. Der Prozess des organisationalen Lernens im Konzept von Preskill und Torres
2.2.3. Planung der evaluativen Untersuchung
2.2.4. Durchführung der evaluativen Untersuchung
2.2.5. Umsetzung des Gelernten
2.2.6. Infrastruktur für die Durchführung evaluativer Untersuchungen
2.2.7. Resümee zur Theorie von Preskill und Torres
2.3. Quintessenz der Theorien des organisationalen Lernens von Argyris und Schön sowie Preskill und Torres
3. Selbstbewertungsinstrumente
3.1. Einleitung
3.2. Darstellung und Analyse der Instrumente
3.2.1. Sustainability Assessment For Enterprises (SAFE)
3.2.1.1. Kritische Betrachtung der Durchführung von SAFE
3.2.1.1.1. Bildung des „SAFE-Teams“ im Unternehmen
3.2.1.1.2. Status-quo-Analyse
3.2.1.1.3. Auswertung des Fragebogens
3.2.1.1.4. Zukunfts-Workshop
3.2.1.1.5. Durchführung der beschlossenen Maßnahmen
3.2.1.1.6. Überprüfung der durchgeführten Maßnahmen durch einen Controlling-Workshop
3.2.1.2. Kritische Gesamtbetrachtung von SAFE
3.2.1.2.1. Normativer Anspruch
3.2.1.2.2. Was ist organisationales Lernen – und findet sich dies in der Konzeption von SAFE wieder?
3.2.1.2.3. Lernniveaus
3.2.1.2.4. Was muss mit Hilfe von SAFE umgesetzt werden, um die Voraussetzungen für organisationales Lernen zu schaffen?
3.2.1.2.5. Welche Rahmenbedingungen muss SAFE vorfinden und unterstützen, um zum organisationalen Lernen beitragen zu können?
3.2.1.2.6. Was verhindert/erschwert, dass SAFE zum organisationalen Lernen beiträgt?
3.2.1.2.7. Welche Akteure sollten eingebunden werden, damit SAFE zum organisationalen Lernen beitragen kann?
3.2.2. Bochumer Nachhaltigkeitscheck (BNC)
3.2.2.1. Kritische Betrachtung des Ablaufs des BNC
3.2.2.1.1. Startphase
3.2.2.1.2. Analyse-Workshop
3.2.2.1.3. Auswertungs-Workshop
3.2.2.1.4. Umsetzung und Controlling der Maßnahmen
3.2.2.1.5. Erfahrungsaustausch
3.2.2.2. Kritische Gesamtbetrachtung des BNC
3.2.2.2.1. Normativer Anspruch
3.2.2.2.2. Was ist organisationales Lernen – und findet sich dies in der Konzeption des BNC wieder?
3.2.2.2.3. Lernniveaus
3.2.2.2.4. Was muss mit Hilfe des BNC umgesetzt werden, um die Voraussetzungen für organisationales Lernen zu schaffen?
3.2.2.2.5. Welche Rahmenbedingungen muss der BNC vorfinden und unterstützen, um zum organisationalen Lernen beitragen zu können?
3.2.2.2.6. Was verhindert / erschwert, dass der BNC zum organisationalen Lernen beiträgt?
3.2.2.2.7. Welche Akteure sollten eingebunden werden, damit der BNC zum organisationalen Lernen beitragen kann?
3.3. Lernperspektiven durch den Einsatz von Selbstbewertungsinstrumenten und Entwicklungsmöglichkeiten von Selbstbewertungsinstrumenten
3.4. Anspruchsvolles organisationales Lernen mit Unterstützung von Selbstbewertungsinstrumenten: Zusammenfassende Darstellung der Bedingungen, unter denen dies gelingen kann
3.4.1. Auf welche Art und Weise müssen Selbstbewertungsinstrumente angewendet und punktuell ergänzt werden, damit sie zu einem anspruchsvollen organisationalen Lernen beitragen?
3.4.1.1. Einstiegsphase
3.4.1.2. Analysephase
3.4.1.3. Auswertungsphase
3.4.1.4. Umsetzungsphase und Erfolgskontrolle
3.4.2. Grundlegende Neuerungen in Organisationen zur Förderung des organisationalen Lernens
4. Abschließende Beurteilung der Selbstbewertungsinstrumente im Hinblick auf ihren Beitrag zum organisationalen Lernen
5. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Selbstbewertungsinstrumente wie SAFE und BNC zum organisationalen Lernen leisten können. Dabei wird analysiert, ob diese Instrumente Lernprozesse fördern oder ob grundlegende konzeptionelle Erweiterungen notwendig sind, um anspruchsvolleres organisationales Lernen zu ermöglichen.
2.1. Die Theorie des organisationalen Lernens von Argyris und Schön
Für Argyris und Schön sind solche Organisationen, die nicht nur kurzlebig und informell sind, „ein gemeinschaftliches Werkzeug für die regelmäßige Durchführung wiederkehrender Aufgaben“ (Argyris/Schön 1999: 25). Die Autoren verwenden hierbei den Begriff der Polis als Ergebnis eines Kollektivierungsprozesses:
„Die einzelnen Angehörigen (…) müssen
1. vereinbarte Maßnahmen ausdenken, um Entscheidungen im Namen der Gesamtheit treffen zu können,
2. einzelnen die Vollmacht geben, für die Gesamtheit zu handeln, und
3. Grenzen zwischen der Gesamtheit und der übrigen Welt festhalten.
Sobald diese Bedingungen erfüllt sind, werden die Mitglieder der Gesamtheit allmählich zu einem erkennbaren ‚Wir’, das Entscheidungen treffen und diese Entscheidungen in Handlungen umsetzen kann.“ (Argyris/Schön 1999: 24)
Sind diese Charakteristika einer Polis, eines erkennbaren Trägers kollektiver Entscheidungen und Handlungen, durch (geschriebene oder ungeschriebene) Regeln bestimmt, an welche sich die Mitglieder im Wesentlichen halten, handelt es sich um eine Organisation, in deren Namen die einzelnen Mitglieder entscheiden und handeln. Wenn Argyris und Schön von „Organisationshandeln“ sprechen, meinen sie also das Handeln Einzelner für die Organisation. Die Organisationsregeln konstituieren die Organisation als solche, grenzen sie von ihrer Umwelt ab und regeln, wie es zum konkreten Handeln kommen kann, z.B. indem sie vorschreiben, auf welche Weise Mitglieder zum Handeln im Namen der Organisation zu bevollmächtigen sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Selbstbewertungsinstrumente einen Beitrag zum organisationalen Lernen leisten können, und grenzt das Feld von klassischen Managementtrainings ab.
2. Theorien des organisationalen Lernens: Dieses Kapitel arbeitet zentrale Aspekte der Lerntheorien von Argyris & Schön sowie Preskill & Torres heraus, um Kriterien für die Beurteilung von Selbstbewertungsinstrumenten zu schaffen.
3. Selbstbewertungsinstrumente: Hier werden SAFE und BNC analysiert, um ihre Eignung zur Förderung organisationalen Lernens unter Berücksichtigung der zuvor erarbeiteten theoretischen Kriterien zu bewerten.
4. Abschließende Beurteilung der Selbstbewertungsinstrumente im Hinblick auf ihren Beitrag zum organisationalen Lernen: Das Fazit resümiert, dass die Instrumente vor allem Einschleifen-Lernen unterstützen, jedoch für anspruchsvolles Doppelschleifen-Lernen ergänzende Interventionen benötigen.
Organisationales Lernen, Selbstbewertungsinstrumente, Nachhaltiges Wirtschaften, Argyris und Schön, Preskill und Torres, SAFE, Bochumer Nachhaltigkeitscheck, BNC, Doppelschleifen-Lernen, Einschleifen-Lernen, Wissensmanagement, Partizipation, KMU, Organisationsentwicklung, Lernfähigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Instrumente zur Selbstbewertung von Unternehmen – im Speziellen SAFE und BNC – einen Beitrag zum organisationalen Lernen leisten können, anstatt nur reine Status-quo-Analysen zu liefern.
Die zentralen Themen sind das organisationale Lernen, die Nachhaltigkeitsbewertung in Unternehmen (speziell KMU) sowie die theoretische Fundierung und kritische Reflexion von Evaluationsprozessen.
Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, an welchen Stellen Selbstbewertungsinstrumente wertvolle Lernimpulse geben können und wo sie konzeptionell ergänzt werden müssten, um anspruchsvolleres Lernen (Doppelschleifen-Lernen) zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und theoretischen Herleitung von Kriterien, die anschließend auf die Fallbeispiele SAFE und BNC angewendet werden, um deren methodische Stärken und Schwächen zu identifizieren.
Im Hauptteil werden die Theorien des organisationalen Lernens (Argyris/Schön, Preskill/Torres) detailliert dargestellt und als Analysematrix verwendet, um die Instrumente SAFE und BNC kritisch auf ihre Eignung für Lernprozesse zu prüfen.
Schlüsselwörter sind u.a. Organisationales Lernen, Selbstbewertungsinstrumente, Nachhaltiges Wirtschaften, Doppelschleifen-Lernen und Partizipation.
SAFE ist stärker partizipativ angelegt und auf KMU ausgerichtet, während der BNC komplexere, abstraktere Fragen stellt, die eine intensivere Auseinandersetzung erfordern und stärker auf Führungskräfte zugeschnitten wirken.
Die Unterscheidung verdeutlicht, ob nur inkrementelle Verbesserungen innerhalb bekannter Muster (Einschleifen) stattfinden oder ob die zugrunde liegenden Werte und Strategien des Unternehmens (Doppelschleifen) hinterfragt und grundlegend verändert werden.
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