Bachelorarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 1,3
1.0 Einleitung
2.0 Rüstungswettlauf, Kalter Krieg und Abrüstung: Ein historischer Abriss 1945 bis 1990
2.1 Die Entstehung des Kalten Krieges
2.2 Vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zur Kuba Krise
2.3 SALT I und ABM-Vereinbarung
2.4 SALT II und KSZE
2.5 Ende der 1970er Jahre bis 1990
2.6 1990 bis Heute
3.0 Die Verträge SALT I und SALT II
3.1 SALT I – Vorgänger von SALT II
3.2 SALT II
3.2.1 Die Vertragsinhalte
3.2.2 Verhandlungen
3.2.3 Das Scheitern von SALT II
3.2.3.1 Die Ausgewogenheit des Vertrages
3.2.3.2 SALT II und die Verbindungen zu außenpolitischen Ereignissen
3.2.4 Folgen der Nicht-Ratifizierung
4.0 Spieltheorie und ihre Anwendung in der Politikwissenschaft
4.1 Spieltheorie aus sozialwissenschaftlicher Sicht
4.2 Spieltheorie in den Theorien der Internationalen Beziehungen
4.3 Einführung in die Spieltheorie und Begriffsklärung
4.3.1 Grundkomponenten spieltheoretischer Modelle
4.3.1.1 Spieler und Spieleranzahl
4.3.1.2 Strategien und Strategieräume
4.3.1.3 Nutzen, Nutzenfunktion und Nutzentheorie
4.3.1.4 Verhandlungsspiele: Drohpunkte und Verhandlungslösungen
5.0 SALT II – Eine detaillierte spieltheoretische Analyse
5.1 Modelle zur Entstehung
5.2 Modelle der Verhandlungsstrategien
5.2.1 Beispiel 1: Die Modifizierung von Waffensystemen
5.2.2 Beispiel 2: Der Septemberdurchbruch
5.3 Die Frage der Verifikation von SALT II und die Möglichkeiten der spieltheoretischen Modellierung
5.3.1 Die Definition von Verifikation
5.3.2 Verifikationsmechanismen im SALT-II-Vertrag
5.3.3 Verifikation und Spieltheorie
5.3.3.1 Spieltheoretische Modelle zur Verifikation
5.3.3.2 Grenzen der Modellierungsmöglichkeiten
5.4 Externe Faktoren
5.4.1 Äußere Einflüsse während der Verhandlungen
5.4.1.1 Sino-Amerikanische Beziehungen
5.4.1.2 Die US-Amerikanische Menschenrechtspolitik
5.4.2 Ex-Post-Ereignisse
5.4.2.1 Der Afghanistan-Konflikt
5.4.2.1 Reden des US-Präsidenten Carter vor dem Senat und bei Pressekonferenzen
5.5 Grenzen der spieltheoretischen Modellierungen
5.5.1 Die Modellierung von äußeren Einflüssen
5.5.2 Die Modellierung von Ex-Post-Ereignissen
6.0 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die beispielhafte Analyse der Rüstungsbegrenzungs- und Rüstungskontrollverhandlungen im Rahmen von SALT II unter Anwendung der Spieltheorie, um die zugrunde liegenden Mechanismen und politischen Einflussfaktoren zu durchleuchten und die Anwendbarkeit spieltheoretischer Modelle auf diesen historischen Prozess zu bewerten.
3.2.1 Die Vertragsinhalte
Bevor eine Auseinandersetzung mit den eigentlichen Verhandlungen geschieht, wird zunächst einmal eine Zusammenfassung der vertraglich geregelten Inhalte vorgenommen. Diese Darstellung dient als Basis für die spieltheoretische Analyse. Bei den vertraglichen Einigungen geht es um spezifische Waffen- und Trägersysteme sowie deren Abschussvorrichtungen. Des Weiteren wird die Thematik der Verschlüsselung von Waffensystemen erläutert. Das Problem der Verschlüsselung ist im Kontext der Verifikation von Rüstungsbegrenzung- und Rüstungskontrollverträgen besonders relevant.
Die wichtigsten Punkte des SALT-II-Vertrages waren die Thematik der multiplen Sprengköpfe (MIRV), und der Abschussvorrichtungen, die Verschlüsselung von Waffentests und der Rahmen der erlaubten Modifizierung bestehender Waffensysteme. 3 Der letzte Punkt ist insbesondere für die Frage der Sicherheitsgarantie nach Vertragsabschluss für beide Seiten entscheidend.
Was die Anzahl der verschiedenen Waffensysteme betraf, so einigte man sich im September 1977 auf folgende Bestimmung: Der sowjetische Außenminister Gromyko gab in der Frage von D-und P nach. Des Weiteren akzeptierte er eine Begrenzung für MIRVed ICBMs und zeigte sich damit einverstanden die Gesamtbegrenzung der Waffensysteme auf 2400 zu senken. Für die Bereitschaft der US-Amerikaner die mit cruise-missiles bestückten schweren Bomber mit in die Begrenzung für MIRVs von 1320 einzubeziehen, akzeptierte Gromyko ein niedrigeres Limit für MIRVed missiles (Talbott 1979: 130-131).
“But also [...] Gromyko countered with numbers higher than the Americans wanted. Instead of 2,160, 1,200 and 800 for the overall ceiling, the MIRV aggregate and the MIRVed ICBM subceiling respectively, the Soviets wanted a hierarchy of multiples of 50 – 2,250, 1,250 and 850“ (Talbott 1979: 130-131).
1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das historische Streben nach Abrüstung und führt in die Fragestellung ein, wie SALT II mittels Spieltheorie analysiert werden kann.
2.0 Rüstungswettlauf, Kalter Krieg und Abrüstung: Ein historischer Abriss 1945 bis 1990: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Phasen des Kalten Krieges und die Entwicklung sicherheitspolitischer Doktrinen sowie wichtiger Rüstungskontrollschritte.
3.0 Die Verträge SALT I und SALT II: Der Fokus liegt auf der detaillierten Beschreibung und Analyse der Vertragsinhalte von SALT II, dem Vorläufer SALT I sowie den Gründen für das Scheitern der Ratifizierung.
4.0 Spieltheorie und ihre Anwendung in der Politikwissenschaft: Hier erfolgt eine theoretische Einführung in die Spieltheorie, ihre Begriffe und ihre spezifische Eignung für politikwissenschaftliche Akteursanalysen.
5.0 SALT II – Eine detaillierte spieltheoretische Analyse: In diesem Hauptteil wird die Spieltheorie konkret auf SALT II angewendet, wobei Verhandlungsmodelle, Verifikation und externe Einflussfaktoren spieltheoretisch modelliert werden.
6.0 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der spieltheoretischen Modellierung angesichts realpolitischer Ereignisse.
SALT II, Rüstungskontrolle, Spieltheorie, Kalter Krieg, Abrüstung, Verifikation, strategische Waffen, MIRV, nationale Sicherheit, Verhandlungsstrategie, interkontinentale ballistische Raketen, Modellierung, Machtgefüge, Außenpolitik, Rüstungswettlauf.
Die Arbeit analysiert die Rüstungskontrollbemühungen zwischen den USA und der UdSSR während des Kalten Krieges, insbesondere am Beispiel der SALT-II-Verhandlungen.
Zentral sind die Rüstungsbegrenzung, die historische Entwicklung des Kalten Krieges und die Anwendung spieltheoretischer Modelle zur Untersuchung politischer Verhandlungsprozesse.
Die Arbeit untersucht, welche Mechanismen die Verhandlungen zu SALT II beeinflussten und inwieweit sich diese Prozesse spieltheoretisch modellieren und erklären lassen.
Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse mit dem Schwerpunkt auf spieltheoretischen Modellen, wie der Rubinstein-Bargaining-Solution, zur Modellierung von strategischen Entscheidungssituationen verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die detaillierte inhaltliche Analyse der SALT-Verträge und eine umfangreiche spieltheoretische Untersuchung von Verhandlungssituationen und externen Einflussfaktoren.
Wichtige Begriffe sind SALT II, Rüstungskontrolle, Spieltheorie, Verifikation und strategische Stabilität.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass externe Faktoren wie die Menschenrechtspolitik oder geopolitische Ereignisse schwer in spieltheoretische Modelle integrierbar sind, da sie schwer operationalisierbar sind.
NTM waren entscheidende technische Überwachungsmittel zur Verifikation, deren genaue Auslegung und Bedeutung für die Vertragssicherheit ein zentraler Bestandteil der Verhandlungen und der späteren Analyse waren.
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