Magisterarbeit, 2007
116 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Rahmenbedingungen der Netzanbindung von Offshore-Windparks
2.1 Raumbezogene Gegebenheiten im Offshore-Bereich
2.2 Politische Rahmenbedingungen
2.2.1 Europäische Union
2.2.2 Bundesrepublik Deutschland
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.1 Bundesgesetze
2.3.2 Landesgesetze Niedersachsens
2.4 Raumordnung und landesplanerische Rahmenbedingungen
2.4.1 Raumordnung auf Bundesebene
2.4.2 Raumordnung auf Landesebene am Beispiel Niedersachsens
2.5 Genehmigungsverfahren für Seekabelanbindungen in der AWZ und 12-sm-Zone
2.5.1 Genehmigungsverfahren für Seekabeltrassen in der AWZ
2.5.2 Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren für Seekabeltrassen in der 12-sm-Zone und auf dem Festland (Niedersachsen)
2.6 Akteure und Struktur der deutschen Stromwirtschaft
2.6.1 Entwicklungstendenzen des Kraftwerkparks und der Übertragungsnetze
2.6.2 Grenzüberschreitender Stromaustausch
2.6.3 Offshore-Bereich
2.7 Technische Rahmenbedingungen, Verlegepraktiken sowie deren ökologischen und ökonomischen Auswirkungen
2.7.1 Kabeltechnik
2.7.2 Verlegepraktiken
2.7.3 Umweltauswirkungen durch Verlegung und Betrieb von Seekabeln
2.7.4 Ökonomische Aspekte der Netzanbindung
2.8 Zwischenfazit
3 Netzanbindung von Offshore-Windparks
3.1 Aktueller Projekt- und Genehmigungsstand der Offshore-Windparkprojekte in Deutschland
3.2 Darstellung von Netzanbindungen anhand internationaler Beispiele
3.2.1 Dänemark
3.2.2 Großbritannien
3.3 Offshore-Testfeld „Borkum West“ und die Netzanbindung über Norderney
3.3.1 Das Offshore-Testfeld „Borkum West“ und die geographischen Standortbedingungen
3.3.2 Beteiligte Akteure am Offshore-Testfeld „Borkum West“
3.3.3 Genehmigungsverfahren der Kabeltrasse
3.3.4 Die Netzanbindung im Kontext veränderter rechtlichen Rahmenbedingungen
3.3.5 Trassenverlauf und Netzanbindung über Norderney
3.4 Zwischenfazit
4 Handlungskonzepte und -empfehlungen
4.1 Aktuelle Konzepte für Netzanbindung von Offshore-Windparks
4.1.1 Schreiber, Gellermann
4.1.2 DENA
4.1.3 Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein
4.2 Handlungskonzept und -empfehlungen für die Realisierung eines vorgelagerten Stromtransportnetzes in der deutschen Nordsee
4.2.1 Handlungskonzept
4.2.2 Handlungsempfehlungen für Deutschland
4.3 Integration in den europäischen Strommarkt
4.3.1 Airtricity – The Vision of an European Offshore Supergrid
4.3.2 Bewertung des europäischen maritimen Stromtransportnetzes
4.3.3 Handlungsempfehlungen für die Europäische Union
5 Fazit
Die Arbeit analysiert die technische, planerische und genehmigungsrechtliche Netzanbindungsproblematik für Offshore-Windparks vor der niedersächsischen Küste, mit einem Fokus auf das Testfeld „Borkum West“, um Lösungsansätze für ein effizientes maritimes Stromtransportnetz zu entwickeln.
3.3.1 Das Offshore-Testfeld „Borkum West“ und die geographischen Standortbedingungen
Der Standort des OTF „Borkum West“ befindet sich ca. 45 km nördlich der Insel Borkum und somit außerhalb der 12-sm-Zone in der AWZ. Wie Abbildung 24 zeigt, liegt es zwischen den beiden Verkehrstrennungsgebieten für die Seeschifffahrt German Bight Western Approach und Terschelling German Bight. 2008 sollen jeweils sechs Prototypen der Offshore-WEA M5000 (Multibrid) und 5M (Repower) mit je fünf Megawatt Leistung im OTF errichtet (vgl. BMU-PRESSEDIENST 2006) und an das Übertragungsnetz der E.on-Netz GmbH angeschlossen werden.
Durch das OTF findet erstmals eine Untersuchung der Auswirkungen eines OWP und dessen Netzanbindung auf die marine Fauna und Flora in Deutschland in der Praxis statt. Um belastbare Daten über die geographischen Standortbedingungen in den Gebieten der geplanten OWP zu erhalten, begann das BMU 2003 mit dem Aufbau von Forschungsplattformen auf dem Meer. Mittlerweile wurden die Plattformen FINO 1 und 2 vor der Küste Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns realisiert. FINO 1 befindet sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zum OTF „Borkum West“ und liefert umfangreiches Datenmaterial über die Umgebungsbedingungen der Plattform. Aufgrund der räumlichen Nähe zum OTF ist eine Übertragung der Daten auf den Standort des OTF "Borkum West" zulässig.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Netzanbindungsproblematik deutscher Offshore-Windparks vor der niedersächsischen Küste zu untersuchen.
2 Rahmenbedingungen der Netzanbindung von Offshore-Windparks: In diesem Kapitel werden die komplexen politischen, rechtlichen, raumordnerischen und technischen Rahmenbedingungen dargelegt, die den Ausbau der Windenergienutzung auf See in Deutschland bestimmen.
3 Netzanbindung von Offshore-Windparks: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Entwicklungsstand der Offshore-Windkraft, vergleicht internationale Beispiele und analysiert detailliert das Testfeld „Borkum West“ als Fallbeispiel.
4 Handlungskonzepte und -empfehlungen: Hier werden Strategien zur Realisierung eines effizienten maritimen Stromtransportnetzes erörtert, bestehende Konzepte bewertet und politische sowie technische Handlungsempfehlungen für Deutschland und die EU abgeleitet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer koordinierten Netzanbindung sowie die Bedeutung der technischen und politischen Weiterentwicklung für eine nachhaltige Energieversorgung.
Offshore-Windparks, Netzanbindung, Seekabel, Nordsee, Ausschließliche Wirtschaftszone, Raumordnung, Stromtransportnetz, Energiewende, Borkum West, Genehmigungsverfahren, Übertragungsnetzbetreiber, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Kabeltrassen, HGÜ.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks, insbesondere vor der niedersächsischen Küste, und erarbeitet Strategien für ein effizientes Stromtransportnetz.
Die zentralen Themen sind rechtliche und planerische Rahmenbedingungen, technische Aspekte der Kabelverlegung sowie der ökologische Schutz der Meeresumwelt.
Das Ziel ist die Erstellung eines Handlungskonzepts, das eine ökologisch und ökonomisch vertretbare Netzanbindung für Offshore-Projekte ermöglicht und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien stützt.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus Sekundärliteraturanalyse, Dokumentenrecherche und Experteninterviews mit Behörden, Netzbetreibern und Verbänden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenbedingungen, den internationalen Vergleich von Netzanbindungen und eine detaillierte Fallstudie zum Testfeld „Borkum West“.
Wichtige Begriffe sind AWZ (Ausschließliche Wirtschaftszone), Netzanbindung, Kabeltrassen, HGÜ-Technik und Raumordnungsverfahren.
Es ist das erste deutsche Offshore-Testprojekt, an dem praktische Erfahrungen mit der Netzanbindung und deren Auswirkungen auf die marine Umwelt gesammelt werden können.
Sie dient als exemplarisches Fallbeispiel für eine gebündelte Kabeltrassenführung durch das sensible Ökosystem des Wattenmeeres und zeigt die praktische Anwendung behördlicher Auflagen.
Der Autor betont, dass durch die Gesetzesänderung (InPlBeschlG) die Verantwortung und Finanzierung der Netzanbindung maßgeblich auf die Übertragungsnetzbetreiber verlagert wurde, was die Entwicklung beschleunigt.
Der Vergleich mit Dänemark und Großbritannien dient dazu, aufzuzeigen, wie unterschiedliche geographische und politische Gegebenheiten die technische Umsetzung und Wirtschaftlichkeit der Netzanbindungen beeinflussen.
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