Diplomarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Aufbau
2. Die Globalisierung
2.1 Zum Begriff der Globalisierung
2.1.1 Verschiedene wissenschaftliche Definitionen – eine einheitliche Aussage?
2.1.2 Was ist Globalisierung?
2.2. Geschichte der Globalisierung
2.2.1 Beginn und Periodisierung
2.2.2 Vorgeschichte der Globalisierung
2.2.3 Erste Welle der Globalisierung: „Das Goldene Zeitalter“ (1871-1914)
2.2.4 „Fordistische Pause“ (1914-1945) oder wirtschaftliche Deglobalisierung?
2.2.5 Zweite Globalisierungswelle: Liberalisierung nach 1945
2.3 Katalysatoren und Indizien der Globalisierung
2.3.1 Internationaler Handel
2.3.2 Ausländische Direktinvestitionen (FDI)
2.3.3 Technologischer Fortschritt
2.3.4 Migration
3. Theoretische Erklärungsansätze - Theoreme des Heckscher-Ohlin-Modells
3.1 Voraussetzungen bzw. Modellannahmen
3.2 Zum Inhalt des Heckscher-Ohlin-Modells
3.3 Faktorpreisausgleichstheorem
3.4 Stolper-Samuelson Theorem
3.5 Rybczynski Theorem
3.6 Kritik am Heckscher-Ohlin-Modell
4. Die Auswirkungen der Globalisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt
4.1 Der Arbeitsmarkt in der ökonomischen Theorie
4.1.1 Klassik
4.1.2 Neoklassik
4.2. Arbeitsmarktsegmentierungen
4.2.1 Definition
4.2.2 Horizontale Arbeitsmarktsegmentierung
4.2.3 Vertikale Arbeitsmarktsegmentierung
4.3 Auswirkungen der Globalisierung auf die einzelnen Segmente
4.3.1 Horizontale Segmentierung
4.3.2 Vertikale Segmentierung
4.4 Der deutsche Arbeitsmarkt im 21. Jahrhundert
4.4.1 Langfristige Trends
4.4.2 Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2007
4.4.3 Fazit
5. Lohndifferenzierung
5.1 Lohnentwicklung und Lohnspreizung
5.2 Niedriglohnsektor und Kombilohnmodell
5.2.1 Charakteristik des Niedriglohnsektors
5.2.2 Sozialethische Beurteilung des Niedriglohnsektors
5.2.3 Kombilohnmodell als sinnvolle Lösung?
5.2.4 Fazit
5.3 Gerechte Löhne
5.4 Makroökonomische Betrachtung von Löhnen
5.5 Fazit zur Lohndifferenzierung
6. Ausweg: Lockerung des Kündigungsschutzes?
6.1 Zur Relevanz aus aktuellem Anlass
6.2 Das deutsche Kündigungsschutzrecht
6.3 Ökonomische Folgen der Rechtslage
6.4 Denkansätze zur Bedeutung des gesetzlichen Kündigungsschutzes
6.5 Fazit und Reformansätze
7. Der britische Working Tax Credit – eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut?
7.1. Ausgangssituation in Großbritannien
7.2 Reforminstrumente
7.2.1 New Deal und Mindestlöhne
7.2.2 Working Tax Credit
7.2.3 Child Tax Credit
7.3 Auswirkungen und Bewertung der Ergebnisse
7.4 Handlungsempfehlungen für Deutschland
8. Schlussbetrachtung
8.1 Fazit
8.2 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt sowie die Möglichkeiten der Politik, durch Reformen wie Lohndifferenzierung, Kündigungsschutzlockerungen oder Kombilohnmodelle auf die entstehenden Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Arbeitslosigkeit gering Qualifizierter, zu reagieren.
2.1.1 Verschiedene wissenschaftliche Definitionen – eine einheitliche Aussage?
Eine der kürzesten und einfachsten Definitionen der Globalisierung stammt von Anne Krueger, die als stellvertretende Generaldirektorin für den Internationalen Währungsfonds arbeitet. Sie beschrieb das kontroverse Moderwort der ökonomischen Globalisierung wie folgt:
„a phenomenon by which economic agents in any given part of the world are much more affected by events elsewhere in the world’s before“
Nach ihrer Auffassung stehen die wirtschaftlichen Akteure aus allen Teilen der Welt in einem engeren Beziehungsgeflecht zueinander und sind durch Ereignisse, die auf der ganzen Welt passieren, beeinflussbarer als je zuvor. Diese Definition hat neben ihrem Vorteil, dass sie relativ einfach und kurz gehalten ist, ebenfalls einen entscheidenden Nachteil. Sie ist zu undifferenziert und betrachtet lediglich den ökonomischen Aspekt: das Beziehungsgeflecht der wirtschaftlichen Akteure.
1. Einleitung: Vorstellung der Aufgabenstellung und des Aufbaus der Diplomarbeit.
2. Die Globalisierung: Eingehende Analyse des Globalisierungsbegriffs sowie ein Abriss der historischen Entwicklung von der Vorgeschichte bis zur Ära der Liberalisierung nach 1945.
3. Theoretische Erklärungsansätze - Theoreme des Heckscher-Ohlin-Modells: Untersuchung der theoretischen Grundlagen für Außenhandel und Faktorpreisausgleich sowie eine kritische Hinterfragung der Modellannahmen.
4. Die Auswirkungen der Globalisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt: Theoretische und empirische Untersuchung der Lage am Arbeitsmarkt, unterteilt in verschiedene Segmente und unter Berücksichtigung langfristiger Trends.
5. Lohndifferenzierung: Analyse von Lohnentwicklung, Niedriglohnsektor und der Frage nach "gerechten Löhnen" im Kontext der Globalisierung.
6. Ausweg: Lockerung des Kündigungsschutzes?: Kritische ökonomische Analyse des deutschen Kündigungsschutzrechts und Erörterung von Reformansätzen.
7. Der britische Working Tax Credit – eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut?: Vorstellung des britischen Reformmodells und Bewertung seiner Übertragbarkeit auf Deutschland.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Globalisierung, Arbeitsmarkt, Heckscher-Ohlin-Modell, Niedriglohnsektor, Kündigungsschutz, Working Tax Credit, Lohnspreizung, Faktorpreisausgleich, Strukturwandel, Arbeitslosigkeit, Kombilohnmodell, Wirtschaftstheorie, Humankapital, Wettbewerbsfähigkeit, Sozialstaat.
Die Arbeit analysiert die komplexen Auswirkungen der fortschreitenden Globalisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere im Hinblick auf Arbeitslosigkeit und Lohnentwicklung.
Die zentralen Felder umfassen die Globalisierungstheorie, das Heckscher-Ohlin-Modell, die Segmentierung des Arbeitsmarktes sowie verschiedene arbeitsmarktpolitische Reformstrategien.
Das Ziel ist zu klären, ob der deutsche Arbeitsmarkt von der Globalisierung profitieren kann und welche Reformstrategien effektiv gegen negative Folgen wie Arbeitslosigkeit im Niedriglohnsektor eingesetzt werden können.
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle, insbesondere das Heckscher-Ohlin-Modell, und kombiniert diese mit einer empirischen Analyse aktueller Arbeitsmarktdaten sowie dem Vergleich mit ausländischen Beispielen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Erklärungen für Globalisierungseffekte, die Segmentierung des deutschen Arbeitsmarktes, die Rolle der Lohndifferenzierung, Kündigungsschutz sowie eine Fallstudie zum britischen Steuersystem.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Globalisierung, Arbeitsmarkt, Niedriglohnsektor, Kombilohnmodell, Lohnspreizung und Kündigungsschutz.
Das Modell wird kritisiert, weil seine starren Annahmen – wie die Immobilität von Produktionsfaktoren oder die Abwesenheit externer Effekte – in der modernen globalisierten Realität oft nicht zutreffen.
Er dient als empirisches Beispiel für eine Reform, die aktivierende Anreize für Geringverdiener setzt und Arbeitslosigkeit sowie Kinderarmut erfolgreich bekämpft hat, um die Übertragbarkeit auf Deutschland zu prüfen.
Der Autor führt aus, dass eine vorsichtige Vereinfachung und Reduzierung des Kündigungsschutzes ökonomisch sinnvoll sein könnte, betont aber die Notwendigkeit, dies gesamtwirtschaftlich abzuwägen.
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