Diplomarbeit, 2007
137 Seiten, Note: 2,1
1. Einführung in die Thematik
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Outsourcing von Logistikleistungen
2.1 Grundlagen der Logistik
2.1.1. Der Logistikbegriff
2.1.2. Entwicklungsphasen der Logistik
2.1.3. Aktuelle Trends in der Logistik
2.2. Outsourcing
2.2.1. Der Outsourcingbegriff
2.2.2. Ziele und Vorteile des Outsourcings
2.2.3. Problemfelder beim Outsourcing
2.3. Logistikdienstleistungen
2.3.1. Der Dienstleistungsbegriff
2.3.2. Begriff und Entwicklung der Logistikdienstleistung
2.3.3. Anbieterprofile in der Logistik-Dienstleistungswirtschaft
2.3.3.1. Transportunternehmer und Spediteure
2.3.3.2. Third Party Logistics Provider
2.3.3.3. Fourth Party und Lead Logistics Provider
2.4. Zusammenfassung
3. Supply Chain Management
3.1. Grundlagen des Supply Chain Managements
3.1.1. Die Supply Chain
3.1.2. Begriff und Entwicklung des Supply Chain Managements
3.1.3. Ziele und Potenziale des Supply Chain Managements
3.2. Supply Chain Exzellenz
3.3. Ebenen des Supply Chain Managements
3.3.1. Supply Chain Design
3.3.2. Supply Chain Planning
3.3.3. Supply Chain Execution
3.3.4. Querschnittsaufgaben
3.4. Zusammenfassung
4. Der Einsatz von Kontraktlogistikern in Supply Chains
4.1. Die Outsourcing-Entscheidung
4.1.1. Beweggründe für die Fremdvergabe von Logistikleistungen
4.1.2. Entscheidung gegen die Fremdvergabe logistischer Aufgaben
4.2. Anforderungen an Kontraktlogistiker
4.2.1. Anforderungen und Auswahlkriterien aus Sicht der Verlader
4.2.2. Anforderungen und Auswahlkriterien aus Sicht der Dienstleister
4.3. Angebot und Nachfrage von Logistikdienstleistungen
4.3.1. Outgesourcte Leistungsbereiche durch die Verlader
4.3.2. Angebotsspektrum der Kontraktlogistiker
4.3.3. Zukünftige Entwicklung von Angebot und Nachfrage
4.4. Erfolgsfaktoren für Kontraktlogistiker
4.4.1. Strategische Erfolgsfaktoren
4.4.2. Operative Erfolgsfaktoren
4.4.3. Zufriedenheit und erzielte Erfolge aus Sicht der Verlader
4.4.4. Verbesserungspotenziale
4.5. Strategische Ausrichtung von Kontraktlogistikern
4.5.1. Bestimmung von strategischen Geschäftsfeldern
4.5.2. Wettbewerbsstrategien für Kontraktlogistiker
4.5.2.1. Kostenführerschaft
4.5.2.2. Differenzierung
4.5.2.3. Spezialisierung
4.6. Marketingmaßnahmen für Kontraktlogistiker
4.7. Fehlerquellen in Kontraktlogistikprojekten
5. Der Praxistest: Vier deutsche Kontraktlogistiker im Vergleich
5.1. Unternehmensauswahl und -vorstellung
5.2. Aussagen zum Aufgabenfeld Kontraktlogistik
5.3. Aussagen zu den Value Added Services
5.4. Aussagen zur IT-Kompetenz
5.5. Aussagen zum Projektmanagement
5.6. Zusammenfassung
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Logistikdienstleistern aus dem Bereich der Kontraktlogistik durch Industrie- und Handelsunternehmen, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie sich diese Dienstleister positionieren müssen, um in einem dynamischen, globalisierten Umfeld erfolgreich zur Optimierung von Supply Chains beizutragen.
2.1.1. Der Logistikbegriff
Das heutige Logistikverständnis weist große Unterschiede auf. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Logistik als betriebswirtschaftliche Teildisziplin aus der Praxis heraus entstanden ist und sich unabhängig von theoretischen Regelwerken und Definitionen durch die Lösung praktischer Probleme weiterentwickelt hat.
Bei der Vielzahl von Definitionen lassen sich zwei grundsätzliche Richtungen unterscheiden. Vertreter der ersten Gruppe verbinden mit dem Logistikbegriff reine Transferaktivitäten unter dem Gesichtspunkt der Effizienz. Das äußert sich in den sog. vier „r´s“: „Die Logistik hat dafür zu sorgen, dass ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem richtigen Produkt (in Menge und Sorte), im richtigen Zustand, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu den dafür minimalen Kosten versorgt wird.“ In den Aufgabenbereich der Logistik fallen die klassischen TUL-Aktivitäten Transportieren, Umschlagen, Lagern sowie deren Planung, Steuerung und Kontrolle, so dass sie stark operativ geprägt ist. Anhänger der zweiten Definitionsrichtung legen ihren Fokus auf die Flussorientierung und messen der Logistik eine strategische Bedeutung bei. Die Logistik wird zur Führungskonzeption und ihr Aufgabenbereich erstreckt sich über die reinen TUL-Aktivitäten hinaus auf das gesamte Unternehmen bzw. ganze Wertschöpfungsketten. Stellvertretend schreiben Weber/Kummer: „Das Ziel der Logistik besteht darin, das Leistungssystem des Unternehmens flussorientiert auszugestalten. Um das Ziel zu erreichen nimmt die Logistik eine Koordinationsfunktion im Führungssystem wahr. Sie umfasst die Strukturgestaltung aller Führungsteilsysteme, die zwischen diesen bestehenden Abhängigkeiten sowie die führungsteilsysteminterne Koordination.“
Keiner der Erklärungsansätze ist falsch. Beide finden im Unternehmensalltag Anwendung. Inhaltliche Differenzen weisen beide Auffassungen hinsichtlich der Reichweite der Logistik im Unternehmen und des konkreten Aufgabenbereiches auf. Jedoch streiten die Vertreter der zweiten Gruppe die Überbrückung von Raum-Zeit-Disparitäten als eine Grundfunktion der Logistik nicht ab. Vielmehr stellt ihre Sichtweise eine Erweiterung der ersten Definition und eine Ausweitung des Aufgabenbereiches der Logistik dar.
1. Einführung in die Thematik: Zusammenfassung der Problemstellung und des Aufbaus der Arbeit im Kontext von Globalisierung und Supply Chain Management.
2. Outsourcing von Logistikleistungen: Erläuterung der Grundlagen von Logistik, Outsourcing-Konzepten und der Abgrenzung verschiedener Logistikdienstleister.
3. Supply Chain Management: Vorstellung des SCM-Konzepts, seiner Ebenen und Ziele sowie der Bedeutung von Supply Chain Exzellenz.
4. Der Einsatz von Kontraktlogistikern in Supply Chains: Untersuchung der Motive für Fremdvergabe, Anforderungskriterien, Erfolgsfaktoren und strategischer Ausrichtung von Kontraktlogistikern.
5. Der Praxistest: Vier deutsche Kontraktlogistiker im Vergleich: Analyse und Vergleich der Dienstleistungsangebote und IT-Kompetenzen von DACHSER, FIEGE, Geis und Schenker.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Rolle von Kontraktlogistikern und die Notwendigkeit einer strategischen Weiterentwicklung der Dienstleister.
Kontraktlogistik, Supply Chain Management, Outsourcing, Logistikdienstleister, 3PL, Third Party Logistics, SCM, Value Added Services, IT-Kompetenz, Strategische Partnerschaft, Prozessoptimierung, Projektmanagement, Wettbewerbsstrategie, Lagerhaltung, Transport.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle von Kontraktlogistikdienstleistern in den Supply Chains von Industrie- und Handelsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Beweggründe, Strategien und Aufgabenbereiche.
Zu den zentralen Themen gehören das Outsourcing von Logistikleistungen, das Supply Chain Management als ganzheitliches Konzept und die strategische Ausrichtung sowie das Leistungsspektrum von Drittanbietern (3PL).
Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen Unternehmen Logistikdienstleister einsetzen, wie sich Dienstleister erfolgreich am Markt präsentieren können und welche Bedeutung dabei Fachkompetenz und IT-Integration haben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Branchenstudien und einer vergleichenden Analyse der Internetauftritte von vier ausgewählten deutschen Kontraktlogistikunternehmen.
Der Hauptteil analysiert die Outsourcing-Entscheidung, Anforderungen an Dienstleister, Erfolgsfaktoren, strategische Wettbewerbsstrategien (Kostenführerschaft, Differenzierung, Spezialisierung) sowie Fehlerquellen in Projekten.
Wichtige Begriffe sind Kontraktlogistik, SCM, Outsourcing, 3PL, Value Added Services, IT-Kompetenz und Wettbewerbsstrategien.
Ein 4PL agiert primär als Systemintegrator, der die Ressourcen verschiedener Dienstleister für eine umfassende Supply-Chain-Lösung managt, ohne selbst über operative Assets (wie Fuhrparks) zu verfügen, während der 3PL typischerweise operative Logistikleistungen erbringt.
Das Projektmanagement ist kritisch, um komplexe Kundenanforderungen zu erfüllen, Zeit- und Kostenpläne bei Implementierungen einzuhalten und als kompetenter Partner langfristiges Vertrauen aufzubauen.
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