Diplomarbeit, 2005
168 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Medientheorie und Forschungsthema
2.1 Ansatz der Wirkungsforschung
2.1.1 Einordnung des Uses and Gratification Approach
2.1.2 Kritik
2.1.3 Neue Medien und der Nutzenansatz
2.2 Ansatz der Medienwahl
2.2.1 Rationale Medienwahl
2.2.2 Normative Medienwahl
2.2.3 Interpersonale Medienwahl
2.3 Medienwissenschaftliche Fragestellung
3 Grundlagen
3.1 Mobile Kommunikation
3.1.1 Das GSM-Netz
3.1.2 Start des Mobilfunks in Deutschland
3.1.3 Mobile Dienste
3.1.4 Übertragungstechniken im Mobilfunk
3.1.5 Die mobilen Endgeräte
3.1.6 Datentarife der Netzanbieter
3.2 Printmedien
3.2.1 Der Begriff Zeitung
3.2.2 Entwicklung der Zeitung
3.2.3 Jugend und Printmedien
3.2.4 Entwicklungstendenzen des Zeitungsmarktes in Deutschland
4 Empirische Methoden
4.1 Qualitative Methode
4.1.1 Konzeption und Leitfadenaufbau
4.1.2 Auswahl der Interviewpartner
4.1.3 Pretest
4.1.4 Datenerhebung
4.1.5 Auswertung der Interviews
4.1.6 Zusammenfassung der qualitativen Ergebnisse
4.2 Quantitative Methode
4.2.1 Konzeption und Fragebogenaufbau
4.2.2 Grundgesamtheit und Stichprobenerhebung
4.2.3 Pretest
4.2.4 Datenerhebung
4.2.5 Auswertung der Fragebögen
4.2.6 Zusammenfassung der quantitativen Ergebnisse
5 Umsetzung der eruierten Ergebnisse
5.1 Konzeptionelle Vorüberlegungen
5.2 Konzeptionelle Umsetzung
5.2.1 Zielstellung des konzeptionellen Modells
5.2.2 Stärken- und Schwächen-Analyse
5.2.3 Festlegung der Zielgruppe
5.2.4 Inhaltliche Komponenten
5.2.5 Durchführungsrichtlinien
5.2.6 Chancen- und Risiken-Prüfung
5.3 Zusammenfassung des konzeptionellen Modells
6 Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen im Hinblick auf Printmedien und mobile Kommunikation, um ein konzeptionelles Modell zu entwickeln, das es der Regionalzeitung „Freies Wort“ ermöglicht, ihre Informationskompetenz um einen mobilen Kanal zu erweitern, die Attraktivität für diese Zielgruppe zu steigern sowie die Kundenbindung und Neukundengenerierung zu fördern.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Das älteste Medium, die Zeitung, verliert zunehmend an Attraktivität vor allem bei Heranwachsenden, denn „Die gedruckte Zeitung ist ein langsames Medium.“ Dieses Problem gilt es in naher Zukunft zu beheben.
„Tageszeitungen sind im regionalen Raum die Informationsbroker und Kommunikationsplattformen schlechthin. Wenn es neue technische Möglichkeiten der Informationsvermittlung und der Kommunikation gibt, muss die Zeitung dabei sein.“ Folglich erscheint es sinnvoll, Szenarien zu überdenken, die langsame Printmedien (hintergründig und umfangreich) mit schnellen mobilen Medien (kurz und minimal unterrichtend) verknüpfen.
Diese Arbeit hat das Ziel, die Möglichkeiten von mobilen Diensten detailliert und umfangreich aufzuzeigen. Mobile Services bergen ein sehr informatives Potential. Sie können aktiv dazu beitragen, dass sich die Zeitungen von ihrem langsamen Dilemma zum Teil verabschieden und neue Rezipientengruppen erreichen können.
In der heutigen Gesellschaft funktioniert ohne Handy oftmals nichts mehr. Vor allem aber Jugendliche im Alter von 14 bis 29 nutzen die mobile Kommunikation überdurchschnittlich stark. „Mobile Services sollen das Angebot der Zeitung erweitern […]“, SMS und ihre Derivate bieten einen direkten und schnellen Kommunikationsweg zum Konsumenten. Der mobile Kanal soll sich als ein fester Bestandteil der Kommunikation im Distributionsweg des Gutes Information etablieren. Zusätzlich können mobile Dienste zur Erhöhung der Interaktivität zwischen Zeitung und Leser beitragen, zumal sie zu jeder Zeit und an jedem Ort (entsprechende Netzversorgung vorausgesetzt) verfügbar sind.
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist die Konzeption eines Modells mit Handlungsempfehlungen für die Installation von mobilen Services im Verbreitungsgebiet der Regionalzeitung „Freies Wort“. Im Focus stehen die Jugendlichen zwischen 14 und 29 Jahren.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Problem der sinkenden Attraktivität der Printmedien bei Jugendlichen und definiert das Ziel der Arbeit, ein Konzept für mobile Services der Regionalzeitung „Freies Wort“ zu erstellen.
2 Medientheorie und Forschungsthema: Dieses Kapitel stellt mit dem „Uses and Gratification Approach“ und der Medienwahltheorie die theoretische Basis zur Analyse von Mediennutzung und Medienwahl dar.
3 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der mobilen Kommunikation (GSM-Netze, Dienste, Endgeräte) sowie der Printmedien (Begriff, Entwicklung, Situation Jugendlicher) geschaffen.
4 Empirische Methoden: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus Experteninterviews (qualitativ) und einer schriftlichen Befragung unter Jugendlichen (quantitativ).
5 Umsetzung der eruierten Ergebnisse: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wird ein konzeptionelles Modell für die Implementierung mobiler Dienste bei der Regionalzeitung „Freies Wort“ entwickelt.
6 Diskussion und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Erfolgsaussichten der Einbindung mobiler Dienste für Regionalzeitungen.
Zeitungsmarkt, Jugend, Mediennutzung, Mobile Kommunikation, Mobile Services, Regionalzeitung, Freies Wort, Uses and Gratification, Medienwahltheorie, SMS, WAP, Informationskompetenz, Kundenbindung, Digitalisierung, Medienkompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der schwindenden Attraktivität von Regionalzeitungen bei jungen Menschen und untersucht, wie durch die Einbindung mobiler Kommunikationsdienste neue Attraktivitätspotentiale geschaffen werden können.
Das Hauptziel ist die Konzeption eines Modells inklusive konkreter Handlungsempfehlungen für die Regionalzeitung „Freies Wort“, um deren regionale Informationskompetenz auf den Kanal „mobile Dienste“ auszuweiten und Jugendliche als Zielgruppe zu erschließen.
Die Arbeit verknüpft medienwissenschaftliche Theorien zur Mediennutzung und Medienwahl mit den technischen Grundlagen der Mobilkommunikation und einer empirischen Analyse des Nutzungsverhaltens von Jugendlichen in Bezug auf Zeitungen und Handys.
Die Autoren nutzen ein methodisches Triangulationsdesign: Es wurden Experteninterviews (qualitativ) geführt und eine standardisierte schriftliche Befragung (quantitativ) unter Jugendlichen durchgeführt.
Die Untersuchung zeigt, dass bei Jugendlichen ein hohes Interesse an Mobilkommunikation (insbesondere SMS) besteht, während das klassische Zeitungslesen weniger stark ausgeprägt ist; dennoch besteht durch Projekte wie „Klasse!“ ein Anknüpfungspunkt für die Förderung der Medienkompetenz.
Die MINDS-Plattform wird als ein EU-gefördertes Modell betrachtet, das Zeitungshäusern den Zugang zu technologischen Lösungen für die Einbindung mobiler Dienste via SMS, EMS und MMS erleichtern soll.
Die Interviews verdeutlichen, dass Zeitungsverlage und Netzbetreiber unterschiedliche strategische Fokusse haben: Während Zeitungen regional agieren, setzen Netzbetreiber primär auf nationale Skalierung, was eine Interessenkongruenz erschwert.
Die Redaktion sieht die Notwendigkeit des Wandels vom reinen Verlagshaus zum Medienhaus, wobei das Zeitungsgeschäft zwar Kern bleibt, aber um digitale und mobile Geschäftsfelder ergänzt werden muss, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
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