Bachelorarbeit, 2006
68 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung - Markenbewertung als Chance für Banken
2. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
3. Die Marke und ihr Wert
3.1 Definition von Marke
3.2 Definition von Markenwert und Markenstärke
3.3 Verwendungszwecke des Markenwertes
3.3.1 Unternehmensinterne und -übergreifende Anwendungsbereiche
3.3.2 Bewertungsanlässe aus Sicht der Praxis
4. Bedeutung und Wert von Bankmarken
4.1 Strategische Bedeutung der Bankmarke
4.2 Status Quo deutscher Bankmarken
4.2.1 Markenstärke deutscher Banken
4.2.2 Ökonomische Werte deutscher Bankmarken
4.3 Notwendigkeit der Markenbewertung in Banken
5. Theoretische Bewertung einer Bankmarke
5.1 Markenbewertungsverfahren
5.1.1 Betriebswirtschaftliche bzw. finanzorientierte Verfahren
5.1.2 Psychografische bzw. verhaltensorientierte Verfahren
5.1.3 Betriebswirtschaftlich-verhaltenswissenschaftliche Verfahren
5.2 Besonderheiten der Markenbewertung im Banksektor
5.3 Bankmarkenspezifische Wertbeiträge
5.4 Anforderungen an Bewertungsverfahren für Bankmarken
5.4.1 Formale Kriterien
5.4.2 Inhaltliche Kriterien
5.4.3 Pragmatische Kriterien
6. Praktische Bewertungsmodelle einer Bankmarke
6.1 Icon Brand Navigator
6.1.1 Modellbeschreibung
6.1.2 Überprüfung: Eignung für das Markenmanagement in Banken
6.2 Interbrand Brand Valuation
6.2.1 Modellbeschreibung
6.2.2 Überprüfung: Eignung für das Markenmanagement in Banken
6.3 Semion brand€valuation
6.3.1 Modellbeschreibung
6.3.2 Überprüfung: Eignung für das Markenmanagement in Banken
6.4 Kritischer Vergleich der Modelle
7. Herausforderungen der Bewertung von Bankmarken
7.1 Methodische Grenzen von Markenbewertungsverfahren
7.2 Organisatorische Implementierung der Markenbewertung
8. Fazit - Markenbewertung in Banken ist ausbaufähig
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Bedeutung und den gegenwärtigen Status von Bankmarken in Deutschland. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer fundierten Markenbewertung aufzuzeigen und existierende Praxismodelle hinsichtlich ihrer Eignung für das wertorientierte Management im Banksektor kritisch zu hinterfragen.
4.1 Strategische Bedeutung der Bankmarke
„A good brand name is gold in the financial services industry“26. Daher forcieren deutsche Finanzdienstleister ihre Aufwendungen für das Markenmanagement. So haben sich in Deutschland von 1994 bis heute die Brutto-Werbeausgaben von Banken und Versicherungen mehr als verdoppelt und erreichen nun ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr.27 Letztendlich wirkt die Marke bei Banken an den gleichen Stellschrauben, wie bei anderen Unternehmen auch. Dennoch kommt ihr in einigen Bereichen eine herausragende Rolle für den Erhalt und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu. Die folgenden Ausführungen zeigen, welche Wirkung eine starke Bankmarke auf Unternehmenserfolg und Unternehmenswert, Kunden, Mitarbeiter, Partnerschaften im B2B-Bereich28, Finanzmärkte, Reputation und die Fähigkeit zur Eigenständigkeit in einem sich konsolidierenden Markt entfaltet. Daraus wird erkennbar sein, dass mit der Stärkung der Bankmarke zusammenhängende Bemühungen und Aufwendungen keine Kosten sind, sondern wertschöpfende Investitionen.
Verschiedene Studien belegen den generellen Zusammenhang zwischen Markenwert und Unternehmenswert bzw. den Einfluss der Marke auf den Unternehmenserfolg. Wie zu Beginn dieser Ausarbeitung bereits erläutert, befragte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers deutsche Führungskräfte nach ihrer Meinung zu Bedeutung und Wert der Marke. 83% der Befragten beurteilten den Einfluss der Marke auf den Erfolg des Unternehmens als sehr wichtig oder wichtig.
1. Einleitung - Markenbewertung als Chance für Banken: Einführung in die Relevanz der Markenbewertung als strategischer Werttreiber angesichts eines gesättigten Bankenmarktes.
2. Zielsetzung und Gang der Untersuchung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, um den Ist-Zustand deutscher Bankmarken zu analysieren und Bewertungsverfahren kritisch zu würdigen.
3. Die Marke und ihr Wert: Systematische Einordnung der Begriffe Marke und Markenwert sowie Erläuterung der vielfältigen Verwendungszwecke in der Praxis.
4. Bedeutung und Wert von Bankmarken: Analyse der strategischen Vorteile einer starken Marke sowie kritische Bestandsaufnahme des Status Quo deutscher Kreditinstitute.
5. Theoretische Bewertung einer Bankmarke: Definition theoretischer Grundlagen, Klassifizierung von Bewertungsverfahren und Bestimmung bankspezifischer Faktoren.
6. Praktische Bewertungsmodelle einer Bankmarke: Detaillierte Vorstellung und Evaluation der Modelle von Icon, Interbrand und Semion im Hinblick auf deren Anwendbarkeit in Banken.
7. Herausforderungen der Bewertung von Bankmarken: Diskussion methodischer Grenzen und organisatorischer Implementierungshürden für Banken.
8. Fazit - Markenbewertung in Banken ist ausbaufähig: Zusammenfassende Bewertung des Forschungsgegenstandes mit dem Ausblick auf die Notwendigkeit einer methodischen Anpassung.
Markenbewertung, Bankmarken, Markenmanagement, Markenwert, Markenstärke, Finanzdienstleister, Markenführung, Markenbilanzierung, Wettbewerbsvorteil, Markenstrategie, Brand Navigator, Interbrand, Semion, Bankensektor, Wertorientiertes Management
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Bedeutung der Markenbewertung als strategisches Instrument für deutsche Kreditinstitute und analysiert, wie Banken den Wert ihrer Marken messen und steuern können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Markenwertes, die Bestimmung bankspezifischer Wertbeiträge, die kritische Evaluation existierender Markenbewertungsmodelle sowie die Herausforderungen bei der organisatorischen Verankerung dieser Systeme.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit einer Markenbewertung für Banken aufzuzeigen und zu prüfen, welche der etablierten Modelle (Icon, Interbrand, Semion) für Banken am besten geeignet sind.
Der Autor wählt einen deskriptiven und analytischen Ansatz. Er klassifiziert Markenbewertungsverfahren und überprüft diese anhand eines entwickelten Kriterienkatalogs (formale, inhaltliche und pragmatische Kriterien) auf ihre Eignung für den Banksektor.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Bewertungsgrundlage, eine Bestandsaufnahme deutscher Bankmarken (Status Quo) und eine detaillierte, vergleichende Analyse bekannter Bewertungsmodelle.
Markenbewertung, Bankmarken, Markenwert, Markenstärke, strategische Markenführung und wertorientiertes Management sind die Kernbegriffe, die den Inhalt der Arbeit definieren.
Laut den im Text zitierten Studien haben deutsche Großbanken oft kein klares Erfolgsprofil, eine unterdurchschnittliche Produktwahrnehmung und kämpfen mit mangelnder Kundenorientierung sowie imagetechnischen Schwächen.
Die Hauptschwachstellen sind die mangelnde Objektivität, die oft aufwendige und subjektive Datenerhebung sowie die Schwierigkeit, den spezifischen Einfluss der Marke von anderen Faktoren des Unternehmenserfolgs im Bankenkontext sauber zu isolieren.
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