Examensarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. SACHRECHNEN
2.1 Begriffsklärung
2.1.1 Historischer Überblick
2.1.2 Neues Sachrechnen
2.2 Aspekte des Sachrechnens
2.2.1 Sachrechnen als Lernstoff
2.2.2 Sachrechnen als Lernprinzip
2.2.3 Sachrechnen als Lernziel
2.3 Ziele des Sachrechnens
2.4 Einteilung von Aufgaben zum Sachrechnen
2.4.1 Traditionelle Einteilung
2.4.2 Einteilung nach Franke
2.5 Lösungsprozess beim Sachrechnen
2.6 Voraussetzungen zum Lösen von Sachaufgaben
2.7 Schwierigkeiten und Fehlerursachen
2.7.1 Sachstruktur
2.7.2 Sprachlich-syntaktische Struktur
2.7.3 Mathematische Struktur
2.7.4 Prozessstruktur
3. HEURISTIK
3.1 Begriffsklärung
3.2 Was sind heuristische Strategien und Prinzipien?
3.2.1 Analogiebildung
3.2.2 (Systematisches) Probieren
3.2.3 Begrenzung des Suchraumes
3.2.4 Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten
3.2.5 Ziel-Mittel-Analyse
3.2.6 Zerlegen
3.3 Heuristische Hilfsmittel
3.3.1 Verbal-abstrakte Hilfsmittel
3.3.2 Konkrete Hilfsmittel
3.3.3 Grafische Hilfsmittel
3.4 Zur Lehrbarkeit heuristischer Hilfsmittel
3.4.1 Handlungsorientierungen
3.4.2 Üben von Teilhandlungen
3.4.3 Reflektion über die Lösung und den Lösungsweg
3.5 Verwenden Schüler heuristische Hilfsmittel?
4. FALLBEISPIEL - ANALYSE VON AUFGABENBLÄTTERN
4.1 Beschreibung der Klasse
4.2 Versuchsbeschreibung
4.3 Auswertung hinsichtlich der Fehler
4.4 Auswertung hinsichtlich der verwendeten heuristischen Hilfsmittel
4.5 Zusammenfassung
5. AUFGABENBEISPIELE
5.1 Klassenstufe 1/2
5.2 Klassenstufe 3/4
5.3 Klassenstufe 5/6
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung von heuristischen Hilfsmitteln beim Lösen von Sachaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule zu untersuchen und Lehrern Wege aufzuzeigen, wie sie Schülern diese Hilfsmittel vermitteln können, um deren Problemlösefähigkeit nachhaltig zu stärken.
3.1 Begriffsklärung
Zech bezeichnet die Heuristik als „Methodik des Problemlösens“ (Zech 1998, S. 307) und macht damit unmittelbar deutlich, welcher Bedeutung ihr beim Umgang mit Sachaufgaben zukommt. Sachaufgaben sollen für Kinder Probleme aus ihrer unmittelbaren Umgebung oder Bereichen, die sie noch erkunden müssen, darstellen, die es zu lösen gilt. Auch der Begriff „Erfindungskunst“ (vgl. ebd.), der ebenfalls als Erklärung des Heuristikbegriffes dient, zeigt die Verbindung zum Gebiet des Sachrechnens, denn über die bloße Anwendung ihres Wissens müssen Schüler neue Wege und Verfahren „erfinden“, um zur Lösung zu gelangen. Strategien und Methoden, die zum Lösen des Problems angewandt werden, heißen Heurismen.
Gut verständlich lässt sich dieser Begriff in Gegenüberstellung zum Algorithmusbegriff klären, da beim Aufzeigen der Unterschiede die Merkmale heuristischer Arbeitsweisen sehr offensichtlich werden. Als wichtigster Unterschied zwischen beiden Lösungsmethoden fällt die Tatsache auf, dass ein fehlerfrei ausgeführter Algorithmus „immer zur Lösung eines bestimmten Aufgabentyps führt“ (Rasch 2001, S. 50). Hält sich ein Schüler also genau an eine algorithmische Handlungsanweisung, beispielsweise die schriftliche Addition betreffend, so kann er sicher sein, zu einem Ergebnis zu gelangen. Beim heuristischen Arbeiten hingegen ist nicht garantiert, dass durch den Lösungsprozess ein Ergebnis gefunden wird, „ein Lösungsheurismus [kann viel mehr] sehr schnell, aber auch gar nicht zielführend sein“ (ebd.)
1. EINLEITUNG: Die Arbeit plädiert für eine stärkere Integration von Sach- und Problemaufgaben, um das Verständnis mathematischer Zusammenhänge zu fördern und die einseitige Fixierung auf Rechenfertigkeiten zu überwinden.
2. SACHRECHNEN: Es erfolgt eine begriffliche Klärung sowie eine Untersuchung der Ziele und Schwierigkeiten des Sachrechnens, wobei insbesondere die verschiedenen Einteilungsmöglichkeiten von Aufgaben beleuchtet werden.
3. HEURISTIK: Dieser Teil definiert Heuristik als Methodik des Problemlösens, stellt Strategien und Prinzipien vor und kategorisiert heuristische Hilfsmittel wie Skizzen oder Tabellen.
4. FALLBEISPIEL - ANALYSE VON AUFGABENBLÄTTERN: Eine empirische Analyse von Aufgabenblättern zeigt auf, wie Schüler in einer Berliner Grundschule Sachaufgaben bearbeiten und welche Hilfsmittel sie dabei (spontan) einsetzen.
5. AUFGABENBEISPIELE: Es werden didaktisch aufbereitete Aufgabenbeispiele für verschiedene Doppeljahrgangsstufen vorgestellt, die gezielt die Vermittlung heuristischer Hilfsmittel unterstützen sollen.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit resümiert, dass heuristische Hilfsmittel eine zentrale Rolle beim Abbau von Ängsten vor Sachaufgaben spielen und durch kontinuierliches Training das Problemlösen fördern können.
Sachrechnen, Heuristik, Problemaufgaben, Grundschule, Mathematikunterricht, Problemlösefähigkeit, heuristische Hilfsmittel, Modellieren, Rechenfertigkeit, Sachstruktur, Lernprinzip, Lehrbarkeit, Didaktik, Aufgabenanalyse, Lösungsstrategien
Die Examensarbeit befasst sich mit der Anwendung heuristischer Hilfsmittel beim Lösen von Sachaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule und setzt sich für eine stärkere Vermittlung dieser Techniken ein.
Die zentralen Themen sind das Sachrechnen (historisch und aktuell), die Heuristik als Problemlösestrategie, die Fehlerursachen bei der Aufgabenbearbeitung sowie die didaktische Vermittlung von Hilfsmitteln.
Das primäre Ziel ist es, Lehrern aufzuzeigen, wie sie durch die Vermittlung heuristischer Hilfsmittel die Problemlösekompetenz der Schüler verbessern und die Angst vor komplexen Sachaufgaben abbauen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas sowie einer eigenen empirischen Analyse von Aufgabenblättern einer 3. Grundschulklasse als Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Sachrechnen und der Heuristik sowie einen praktischen Teil, der durch ein Fallbeispiel und konkrete Aufgabenbeispiele den Unterrichtsalltag illustriert.
Wesentliche Begriffe sind Heuristik, Sachrechnen, Problemlösefähigkeit, heuristische Hilfsmittel wie Skizzen oder Tabellen und die didaktische Konzeption von Problemaufgaben.
Kapitänsaufgaben werden als Beispiele für Aufgaben genutzt, die mangelnden Realitätsbezug aufweisen, und dienen zur Illustration, wie Schüler dazu neigen, Aufgaben ohne inhaltliches Verständnis rein formal zu bearbeiten.
Sie wird als zu starres Abrufschema kritisiert, das den Kindern wenig Raum für individuelle Lösungswege lässt und sie teilweise am wirklichen Verstehen eines Problems hindert.
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