Diplomarbeit, 2006
30 Seiten, Note: C
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
2. Resilienz – Eine Definition
3. Resilienzforschung
3.1 Wie kam es zur Resilienzforschung und was ist das Forschungsgebiet?
3.2 Ziele der Resilienzforschung
3.3 Was sind die Risiken unserer Gesellschaft?
3.4 Risiko – und Schutzfaktorenkonzept
3.4.1 Das Risikofaktorenkonzept
3.4.2 Das Schutzfaktorenkonzept
3.4.3 Was ist Coping?
3.5 Wichtige Erkenntnisse der Resilienzforschung
4. Pädagogische Konsequenzen für den Lehrberuf
4.1 Allgemeingültige pädagogische Konsequenzen
4.2 Resilienzbezogene Handlungsfelder für den Lehrberuf
5. Abschluss – Beantwortung der Fragestellung
6. Persönliches Resümee
Die Arbeit untersucht, inwieweit Erkenntnisse aus der Resilienzforschung für Lehrpersonen pädagogisch nutzbar sind. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie Lehrkräfte resilienzfördernde Faktoren in ihr professionelles Handeln integrieren können, um Kinder in ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit zu unterstützen.
3.4.1 Das Risikofaktorenkonzept
An den Beginn dieses Kapitels wird eine Kurzdefinition von Risiko- und Schutzfaktoren gesetzt, welche Lars R. Bergmann und Joseph Mahoney herangezogen haben: „’Risikofaktoren sind Variabeln, die mit einer hohen Auftretenswahrscheinlichkeit, hohem Schweregrad und einer längeren Dauer schwerwiegender psychischer Probleme assoziiert sind. Im Gegensatz dazu sind Schutzfaktoren auf Bedingungen bezogen, die den Widerstand von Menschen gegenüber Risikofaktoren und Störungen verstärken.‘ (Coie et al. 1993, 1013).“ (Bergmann u. Mahoney 1999, S. 315).
Risikofaktoren werden als solche bezeichnet, wenn ein Merkmal, das auf eine Gruppe von Individuen zutrifft, Störungswahrscheinlichkeit im Vergleich zu einer entsprechenden, unbelasteten Kontrollgruppe, erhöht. Die Wahrscheinlichkeit positiver und sozial erwünschter Verhaltensweisen sinkt und es kommt eher zu negativen Konsequenzen. Das Auftreten einer Störung in Anwesenheit eines derartigen Entwicklungsergebnisses ist wahrscheinlich, aber nicht determiniert. Der probabilistische Charakter von Risikoerhöhenden Bedingungen ist zu betonen, denn auch die klarsten Risikofaktoren ziehen nicht notwendigerweise ungünstige Entwicklungen in irgendeiner Form nach sich (vgl. Wustmann 2004, S. 36).
Wustmann stellt damit klar: „Das Risikofaktorenkonzept versteht sich als ein Wahrscheinlichkeitskonzept, nicht als ein Kausalitätskonzept. Risikobedingungen sind nicht immer unmittelbar mit psychischen Störungen oder Entwicklungsrisiken verknüpft, vielmehr muss in zahlreichen Fällen eine Vulnerabilität des Kindes vorausgesetzt sein (Scheithauer et al., 2000).“ (Wustmann 2004, S. 36).
Wie bereits erwähnt, sind Vulnerabilitätsfaktoren Merkmale, die sich auf biologische oder psychologische Merkmale beziehen. Die Risikofaktoren, welche sich auf psychosoziale Merkmale in der Umwelt des Kindes beziehen werden auch Stressoren genannt.
1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl und definiert die Vorgehensweise sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2. Resilienz – Eine Definition: Verschiedene psychologische und pädagogische Perspektiven auf den Resilienzbegriff werden dargelegt, um ein gemeinsames Verständnis für den weiteren Verlauf zu schaffen.
3. Resilienzforschung: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Forschungsdisziplin, erläutert das Risiko- und Schutzfaktorenkonzept sowie die Bedeutung von Coping-Strategien.
4. Pädagogische Konsequenzen für den Lehrberuf: Hier werden aus den theoretischen Erkenntnissen konkrete pädagogische Grundhaltungen und Handlungsmöglichkeiten für die Unterrichtspraxis abgeleitet.
5. Abschluss – Beantwortung der Fragestellung: Das Fazit fasst zusammen, dass präventive resilienzfördernde Maßnahmen eine zentrale Aufgabe moderner Lehrpersonen darstellen sollten.
6. Persönliches Resümee: Der Verfasser zieht ein abschließendes Fazit seiner Arbeit und reflektiert über die philosophische Bedeutung von Resilienz für das Lehrideal.
Resilienz, Resilienzforschung, Pädagogik, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Salutogenese, Coping, Vulnerabilität, Prävention, Lehrerberuf, kindliche Entwicklung, Bewältigungsstrategien, Ressourcenorientierung, Stressoren, Bindungstheorie.
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Resilienzforschung für den Lehrberuf und analysiert, wie Lehrpersonen durch ihr Handeln die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern fördern können.
Die zentralen Felder sind die Definition von Resilienz, das Risiko- und Schutzfaktorenkonzept, die salutogenetische Perspektive auf Erziehung sowie konkrete resilienzfördernde Verhaltensweisen im Unterricht.
Das Ziel ist es, Antworten auf die Frage zu geben, ob und wie Ergebnisse der Resilienzforschung in das professionelle Handeln von Lehrpersonen einbezogen werden sollen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse zur Resilienz zusammenführt und auf ihre pädagogische Umsetzbarkeit hin prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Resilienzforschung, die Erörterung von Risiken und Schutzfaktoren sowie die Ableitung praktischer Konsequenzen für die pädagogische Arbeit.
Die zentralen Schlagworte umfassen Resilienz, Schutzfaktoren, Prävention, kindliche Entwicklung und pädagogische Konsequenzen.
Er betont den probabilistischen Charakter: Risikofaktoren führen nicht zwingend zu Störungen, während Schutzfaktoren als Puffer bei bestehenden Belastungen dienen.
Dazu gehören unter anderem die Gestaltung eines positiven Klassenklimas, das Spiegeln von Stärken, die Förderung von Selbstwirksamkeit und der Aufbau von unterstützenden Beziehungsqualitäten.
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