Bachelorarbeit, 2007
33 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Gang der Untersuchung
2 Generelle Intention bei einer Restrukturierung
3 Abgrenzung von Spin-Offs, Carve-Outs und Tracking Stocks
3.1 Spin-Off als Restrukturierungsmöglichkeit
3.1.1 Definition
3.1.2 Motiv zur Durchführung eines Spin-Offs
3.1.3 Problem bei der Durchführung eines Spin-Offs
3.2 Equity Carve-Out als Restrukturierungsmöglichkeit
3.2.1 Definition
3.2.2 Motiv zur Durchführung eines Carve-Outs
3.2.3 Problem bei der Durchführung eines Carve-Outs
3.3 Tracking Stock als Restrukturierungsmöglichkeit
3.3.1 Definition
3.3.2 Motiv zur Bildung von Tracking Stocks
3.3.3 Problem bei der Bildung von Tracking Stocks
3.4 Zusammenschau der Restrukturierungsmöglichkeiten
4 Überblick über empirische Untersuchungen
4.1 Allgemeine Anmerkungen
4.2 Empirische Untersuchungen von Spin-Offs
4.3 Empirische Untersuchungen von Carve-Outs
4.4 Empirische Untersuchungen von Tracking Stocks
4.5 Synoptische Darstellung
5 Kritische Würdigung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Restrukturierungsinstrumente Spin-Offs, Equity Carve-Outs und Tracking Stocks zu geben und zu untersuchen, wie sich diese Maßnahmen auf den Marktwert bzw. die Aktienrenditen von Mutterunternehmen auswirken.
3.1.1 Definition
Ein Spin-Off ist durch eine rechtliche Abspaltung eines Tochterunternehmens gekennzeichnet. Dabei wird die Geschäftseinheit bzw. das Tochterunternehmen verselbständigt, was auch zu einem eigenen board of directors (Vorstand) für die „Tochter“ führt, und an die Börse gebracht („Pure equity market play“). Es entstehen somit zwei separate und vollständig unabhängige Gesellschaften.
Die Anteile am Tochterunternehmen werden an die Aktionäre des Mutterunternehmens in Form einer Sachdividende im gleichen Verhältnis ihrer bisherigen Beteiligung am Gesamtunternehmen ausgegeben. „Damit bleibt es den Altaktionären weiterhin uneingeschränkt möglich, am Ertrag des Investitionsbündels wie vor der Spaltung teilzuhaben.“ Das Mutterunternehmen allerdings verliert damit den beherrschenden Einfluß auf die ausgegliederte Tochtergesellschaft.
Bei dieser Form der Restrukturierung erhält somit weder das Mutter- noch das Tochterunternehmen neue liquide Mittel. Bis zur ersten Börsennotierung der „Tochter“ und der damit verbundenen, aufkommenden Handelsaktivitäten sind alle Anteile des Tochterunternehmens im Besitz der Aktionäre des Mutterunternehmens. Aus diesem Grund ändert sich die Aktionärsstruktur erst mit dem Tag der Börseneinführung, an dem die Aktionäre die Möglichkeit haben, ihre Anteile zu verkaufen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Restrukturierungen in diversifizierten Unternehmen zur Steigerung des Shareholder Values durch Fokus auf Kernkompetenzen.
2 Generelle Intention bei einer Restrukturierung: Hier wird der "Holdingabschlag" erläutert und dargestellt, wie durch erhöhte Transparenz eine bessere Marktbewertung erreicht werden soll.
3 Abgrenzung von Spin-Offs, Carve-Outs und Tracking Stocks: In diesem Kapitel werden die drei Instrumente definiert, deren spezifische Motive und Probleme herausgearbeitet sowie ein tabellarischer Vergleich erstellt.
4 Überblick über empirische Untersuchungen: Dieses Kapitel fasst diverse wissenschaftliche Studien zusammen, um den Ankündigungseffekt dieser Restrukturierungsformen auf die Aktienrenditen der Mutterunternehmen zu beleuchten.
5 Kritische Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der empirischen Ergebnisse, die verdeutlicht, dass der Erfolg einer Restrukturierung maßgeblich vom untersuchten Zeitfenster abhängt.
Restrukturierung, Spin-Off, Equity Carve-Out, Tracking Stock, Shareholder Value, Holdingabschlag, Diversifikation, Konglomerat, Aktienrendite, Ankündigungseffekt, Kapitalmarkt, Börseneinführung, Unternehmensbewertung, Desinvestition, Konzernstruktur.
Die Arbeit analysiert verschiedene Möglichkeiten der unternehmerischen Restrukturierung, insbesondere Spin-Offs, Equity Carve-Outs und Tracking Stocks, und deren Einfluss auf den Unternehmenswert.
Zentral sind die Abgrenzung dieser drei Instrumente, deren spezifische Vor- und Nachteile sowie die empirische Analyse der Kursreaktionen am Kapitalmarkt.
Ziel ist es, den Nutzen von Desinvestitionen für die Wertsteigerung des Unternehmens darzulegen und aufzuzeigen, wie Investoren und der Kapitalmarkt auf diese Reorganisationen reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Zusammenfassung sowie kritischen Würdigung bestehender empirischer Ereignisstudien zur Aktienrendite.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition und Abgrenzung der Instrumente (Kapitel 3) und einen Überblick über empirische Kapitalmarktstudien (Kapitel 4).
Wichtige Begriffe sind Shareholder Value, Konglomeratsabschlag, Aktienrendite, Desinvestition und Transparenz am Kapitalmarkt.
Beim Spin-Off erfolgt eine vollständige rechtliche Abspaltung als unabhängige Gesellschaft, während beim Carve-Out das Mutterunternehmen in der Regel die Mehrheitskontrolle behält.
Ein zentrales Problem ist die Komplexität der Struktur, potenzielle Interessenkonflikte zwischen verschiedenen Managergruppen und Schwierigkeiten bei der Stimmrechtsverteilung.
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