Diplomarbeit, 2005
94 Seiten, Note: 1,00
I. EINLEITUNG
1. Textkorpus
2. Perspektive und Gliederung
2.1. Bildfelder
2.2. Verwendung der Metaphern
3. Themen und Gliederung
II. HERKUNFT der Metaphern – Bildfeldanalyse
a) Erster Themenbereich: Der Mensch in seiner Beziehung zum einzelnen Anderen
1. Bilder der Bewegung
1.1 Liebe als Bewegung
1.1.1 Suchen und Finden – Jagen und Kämpfen
1.1.2 Gefühle – bewegend und bewegt
1.2 Leben als Bewegung
1.2.1 Geschwindigkeit und Ziel
1.2.2 Bewegungslos und Ziellos
1.2.3 Fliehen und Fliegen
1.2.4 Leben als Reise
1.3 Wegmetaphern
1.3.1 Weg als Symbol für Fortschritt und Wandel
1.3.2 Weg als Richtungsweiser
1.3.3 Weg als Symbol für Lebenswandel
1.3.4 Wege im Labyrinth
1.4 Zusammenfassung
2. Raumbilder
2.1 Raumbilder für Freiheit und Liebe
2.1.1 Liebe als Labyrinth
2.1.2 Liebe als Netz
2.1.3 Liebeshäuser
2.2 Raumbilder für Isolation und Einsamkeit
2.2.1 Einsamkeit als Labyrinth
2.2.2 Einsamkeit als Netz
2.2.3 Einsamkeit in vier Wänden
2.3 Zusammenfassung
3. Naturbilder
3.1 Wasser, Feuer, Luft und Erde
3.2 Sonne, Mond und Sterne
3.3 Krankheit und Heilung
3.4 Zusammenfassung
4. Bilder der Wahrnehmung
4.1 Metaphern der Sinne
4.2 Farbsymbolik
4.3 Märchenhaftes und Magisches
4.4 Zusammenfassung
5. Zeitbilder
5.1 Uhrzeiten
5.2 Tageszeiten
5.3 Jahreszeiten
5.4 Zusammenfassung
6. Inszenierungen in Sprachbildern
6.1 Gericht
6.2 Theater und Film
6.3 Spiele
6.4 Zusammenfassung
7. Sprache als Bild
7.1 Geheimnisse
7.2 Sprachlosigkeit
7.3 Wahrheit und Lüge
7.4 Zusammenfassung
8. Geld in Sprachbildern
b) Zweiter Themenbereich: Der Mensch in Politik und Gesellschaft
1. Bewegungsbilder
2. Raumbilder
3. Naturbilder
4. Wahrnehmungsbilder
5. Zeitbilder
6. Inszenierungen in Sprachbildern
7. Sprache als Bild
8. Geld in Sprachbildern
9. Zusammenfassung
III. VERWENDUNG der Metaphern
1. Wort- Satz- und Textmetaphern
1.1 Wortmetaphern
1.2 Satzmetaphern
1.3 Textmetaphern
2. Funktionen der Metaphern
IV. EINBLICKE und RÜCKBLICKE
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die deutschsprachigen Liedtexte von Herbert Grönemeyer im Hinblick auf deren metaphorische Gestaltung. Ziel der Arbeit ist es, die Herkunft der verwendeten Metaphern zu identifizieren, diese in relevanten Bildfeldern (z.B. Bewegung, Raum, Natur) zu systematisieren und ihre Verwendung sowie Funktion in den Liedern zu interpretieren, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen den Texten und der Lebenswirklichkeit der Menschen liegt.
1.1.1 Suchen und Finden – Jagen und Kämpfen
Grönemeyer nutzt Bewegungsbilder, um damit die Suche oder die Jagd nach der Liebe zu beschreiben. Die Suche wird in seinen Metaphern positiv gezeichnet, wie zum Beispiel in Land unter, wo es heißt: kämpf mich durch zum horizont / denn dort treff ich dich [...] mach die feuer an / damit ich dich finden kann. Der Text endet mit einer erfolgreichen Suche und der Bitte: laß mich nicht mehr los.
Eine der schönsten Zeilen über die Suche finden wir im Album Mensch ich lieb dich mehr als mich / und ich finde dich / ich finde dich oder nicht. Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten und es gibt nur eine sichere Entscheidung: die Suche selber. Die Liebe ist damit nicht relativiert, sondern gewinnt im Gegenteil in diesem angefügten oder nicht eine Herausforderung. Die Liebe ist immer neu. Gleichgültig, ob wir einmal, zweimal oder zehnmal im Leben lieben – jedes Mal sehen wir uns vor eine Situation gestellt, die wir nicht kennen. irgendwann lieb und find ich dich, ich finde dich oder nicht, diese Zeilen erinnern aber auch, dass man einander nie besitzen kann, sondern immer neu suchen muss; vielleicht auch zwischen zeilen, irgendwo.
I. EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt das Textkorpus, bestehend aus den deutschsprachigen Liedtexten Grönemeyers von 1979 bis 2002, vor und erläutert die methodische Herangehensweise der Bildfeldanalyse.
II. HERKUNFT der Metaphern – Bildfeldanalyse: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Metaphern, unterteilt in die zwei großen Themenbereiche der individuellen Liebesbeziehung und des gesellschaftspolitischen Kontextes.
III. VERWENDUNG der Metaphern: Dieser Teil befasst sich mit der theoretischen Einordnung der metaphorischen Ausdrucksformen (Wort-, Satz- und Textmetaphern) und analysiert deren Funktion und Wirkung.
IV. EINBLICKE und RÜCKBLICKE: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Rolle von Grönemeyers Texten als Ausdruck subjektiver und gesellschaftlicher Befindlichkeiten.
Herbert Grönemeyer, Liedtexte, Metaphernanalyse, Bildfelder, Bewegung, Raum, Natur, Wahrnehmung, Zeitbilder, Gesellschaftskritik, Individuum, Emotionen, Identität, Sprache, Songtextanalyse
Die Arbeit untersucht das metaphorische Sprachbild in den Liedtexten von Herbert Grönemeyer und wie er damit komplexe Gefühle und gesellschaftliche Zustände beschreibt.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche zwischenmenschliche Beziehungen (Liebe, Trauer, Trennung) und das Spannungsfeld zwischen dem Individuum und der Gesellschaft.
Das Ziel ist es, die Herkunft der Metaphern zu entschlüsseln und zu zeigen, wie Grönemeyer durch verschiedene Bildfelder (Bewegung, Natur, Raum) seine Botschaften vermittelt.
Die Arbeit nutzt die Bildfeldanalyse nach Harald Weinrich sowie Ansätze der kognitiven Linguistik, um die Herkunftsbereiche der Sprachbilder zu kategorisieren.
Im Hauptteil werden konkrete Textbeispiele aus den Studioalben analysiert, wobei Metaphern in den Kategorien Bewegung, Raum, Natur, Wahrnehmung, Zeit und Inszenierung untersucht werden.
Zentrale Begriffe sind Metapher, Bildfeld, Grönemeyer, Liedanalyse, Sprachbilder, Emotion, Gesellschaftskritik und Identität.
Der erste Teil der Bildfeldanalyse widmet sich dem Menschen als Subjekt in Beziehungen, während der zweite Teil untersucht, wie dieselben Bildfelder auf Politik, Staat und gesellschaftliche Phänomene übertragen werden.
Das Labyrinth dient als räumliches Bild für beides: entweder als positiv konnotierter Rückzugsort in der Liebe oder als Ausdruck für Einsamkeit und Orientierungslosigkeit bei einer gescheiterten Beziehung.
Diese Philosophie drückt sich in den Zeitmetaphern aus, die das Scheitern von Plänen und die Wichtigkeit des Augenblicks betonen, was für Grönemeyers künstlerische Intention des "Alles muss raus" zentral ist.
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