Examensarbeit, 2007
136 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 „Harry Potter“: ein literarisches Phänomen entsteht
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Publikationsgeschichte
3 Literaturwissenschaftliche Bezüge
3.1 Einordnung von „Harry Potter“ in die Kinder- und Jugendliteratur
3.2 Einordnung von „Harry Potter“ in die Genres der Kinder- und Jugendliteratur
3.2.1 Phantastische Literatur
3.2.1.1 Einführung
3.2.1.2 Ursprung und geschichtlicher Werdegang
3.2.1.3 Bezug zur Romantik
3.2.1.4 Definitionsansätze in Bezug auf die Harry-Potter-Romane
3.2.1.5 Konzept der zwei Welten der J. K. Rowling
3.2.1.6 Einfluss von Mythologie und Geschichte auf die Sekundärwelt in „Harry Potter“
3.2.1.6.1 Alchemie, Nicolas Flamel und der Stein der Weisen
3.2.1.6.2 Sonstige Elemente aus Mythologie und Geschichte
3.2.2 Elemente anderer Genres
4 Inhaltliche und formale Aspekte der Romanreihe
4.1 Bedeutung der Adaption für die Harry-Potter-Romane
4.2 Aufbau und Inhalt von „Harry Potter und der Stein der Weisen“
4.3 Formale Aspekte
4.3.1 Sprache
4.3.1.1 Allgemein
4.3.1.2 Romantische Einflüsse auf die Sprache der Harry-Potter-Romane
4.3.1.3 Klingende und sprechende Namen
4.3.2 Spannung
4.3.2.1 Methoden und Techniken der Spannungserzeugung
4.3.2.2 Die Spannung in Bezug auf „Harry Potter und der Stein der Weisen“
4.4 Figurenkonzeption
4.4.1 Harry Potter
4.4.2 Harry Potter und seine Freunde
4.4.2.1 Ron und Hermine
4.4.2.2 Professor Albus Dumbledore
4.4.3 Harry Potter und seine Widersacher
4.4.3.1 Lord Voldemort
4.4.3.2 Draco Malfoy
4.4.3.3 Professor Snape
5 „Harry Potter“ in der Grundschule
5.1 Literaturdidaktik
5.1.1 Geschichtliche Entwicklung
5.1.2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
5.2 Kinder- und Jugendliteratur in der Grundschule
5.3 Möglichkeiten, „Harry Potter“ in einen handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht einzubinden
5.3.1 Kriterien für die Buchauswahl
5.3.2 Thematische Faszination
5.3.3 Fachliche Eignung
5.3.3.1 Vermittlung literaturwissenschaftlicher Aspekte
5.3.3.2 Leseförderung
5.3.3.3 Schreibanreize
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Harry-Potter-Romanreihe unter literaturwissenschaftlichen und didaktischen Gesichtspunkten mit dem Ziel, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Bücher in einem handlungs- und produktionsorientierten Unterricht in der Grundschule eingesetzt werden können, um Schüler zur Literatur zu motivieren und ihre Lesekompetenz zu fördern.
3.2.1 Phantastische Literatur
Der im vordergründigen Sinne fehlende Realitätsbezug literarischer Texte steht im Zusammenhang mit ihrem fiktionalen Charakter: Ein Erzähltext entwirft und realisiert eine fiktive (erfundene) Welt; dieses „Erfundene“ darf keinesfalls mit dem „Phantastischen“ gleichgesetzt werden.
„Phantastische Literatur dient dem Aufbau und Ausbau eines Freiraums, in dem die Einbildungskraft des Menschen seine Wirklichkeit projektiv vorentwerfen und zugleich sich von ihren Faktenzwängen spielerisch produktiv lösen kann. Sie beschreibt die Weite des Handlungsfeldes, in dem der Mensch sich vorfindet und das er immer nur teilweise ausschreitet; und schließlich tut sie dem dem Menschen innewohnenden ‚beständigen, unveränderlichen Bedürfnis [...] nach einer Welt der Transzendenz hinter der realen Welt’ Genüge.“54
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Harry Potter ein, stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen vor und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 „Harry Potter“: ein literarisches Phänomen entsteht: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungs- und Publikationsgeschichte der Romanreihe sowie deren internationale Verbreitung.
3 Literaturwissenschaftliche Bezüge: Hier wird die Reihe in die Kinder- und Jugendliteratur eingeordnet, die Genrevielfalt (Phantastik, Abenteuer etc.) analysiert und der Einfluss von Mythologie und Geschichte untersucht.
4 Inhaltliche und formale Aspekte der Romanreihe: Dieser Teil beleuchtet die Bedeutung der Adaption, den Aufbau der Romane, formale Aspekte wie Sprache und Spannung sowie die Figurenkonzeption.
5 „Harry Potter“ in der Grundschule: In diesem Kapitel werden literaturdidaktische Ansätze diskutiert und spezifische Möglichkeiten aufgezeigt, die Harry-Potter-Romane in den handlungs- und produktionsorientierten Unterricht einzubinden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die literaturwissenschaftlichen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Eignung der Harry-Potter-Romane für einen motivierenden und abwechslungsreichen Literaturunterricht.
Harry Potter, J. K. Rowling, Phantastische Literatur, Literaturdidaktik, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Sekundärwelt, Mythologie, Adaption, Figurenkonzeption, Leseförderung, Schreibanreize, Kinder- und Jugendliteratur, Spannungserzeugung, Gattungsmosaik, Zauberei.
Die Arbeit analysiert die literaturwissenschaftlichen Merkmale der Harry-Potter-Romane und erörtert deren didaktisches Potenzial für den Literaturunterricht in der Grundschule.
Zentrale Felder sind die Gattungsbestimmung (Phantastik), die Analyse der narrativen Struktur und Figuren sowie die Verknüpfung mit literaturdidaktischen Modellen.
Das Ziel ist es, den Nutzen der Harry-Potter-Bücher für einen handlungs- und produktionsorientierten Unterricht zu begründen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu skizzieren.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Analyse, die auf bestehenden Theorien der Phantastik und Literaturdidaktik basiert.
Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte, die Genrezuordnung, die formalen Aspekte wie Sprache und Spannung sowie die Figurenkonstellation.
Sie zeichnet sich durch die Verknüpfung von theoretischer literaturwissenschaftlicher Fundierung mit konkreten unterrichtspraktischen Vorschlägen für die Grundschule aus.
Der Lehrer muss das Buch sorgfältig auswählen, die Klasse analysieren und Lernräume schaffen, anstatt eine festgelegte Interpretation vorzugeben.
Da der Roman Elemente aus verschiedenen Genres wie Internatsroman, Kriminalgeschichte, Märchen und Entwicklungsroman geschickt kombiniert, ohne dass eine Gattung die andere dominiert.
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