Diplomarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 2,3
I PROBLEMSTELLUNG
II VEREINBARKEIT VON BERUF UND FAMILIE – EIN WIRTSCHAFTSTHEMA
2.1 TRENDS DER ARBEITSWELT ZU BEGINN DES 21. JAHRHUNDERTS
2.1.1 Demographische Entwicklung und sektoraler Strukturwandel
2.1.2 Globalisierung und technischer Fortschritt
2.1.3 Lebensentwürfe - Familienmodelle
2.2 KONSEQUENZEN FÜR DIE UNTERNEHMEN UND CHANCEN EINER FAMILIENORIENTIERTEN PERSONALPOLITIK
III BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE
3.1 WIRKUNGEN EINER FAMILIENFREUNDLICHEN PERSONALPOLITIK
3.1.1 Verringerung der Fluktuation
3.1.2 Senkung der Abwesenheitsdauer nach Mutterschutz
3.1.3 Senkung von Fehlzeiten und Krankenstand
3.1.4 Steigerung der Motivation und Zufriedenheit
3.1.5 Erhöhte Produktivität
3.1.6 Verbessertes Unternehmensimage und verbessertes Personalmarketing
3.2 WIRKUNGSBEEINFLUSSENDE FAKTOREN
IV VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN ERFOLG EINER FAMILIENFREUNDLICHEN UNTERNEHMENSPOLITIK
4.1 BEDARFSANALYSE
4.2 UNTERNEHMENSKULTUR
4.3 FÜHRUNG
V FAMILIENFREUNDLICHE MASSNAHMEN: KOSTEN-NUTZEN-RELATIONEN
5.1 FLEXIBILISIERUNG DER ARBEITSZEIT
5.1.1 Teilzeitarbeit
5.1.2 Erhöhung der Zeitsouveränität
5.1.3 Familienbezogene Freistellung
5.2 FLEXIBILISIERUNG DES ARBEITSORTS
5.3 UNTERSTÜTZUNG BEI DER KINDERBETREUUNG
5.3.1 Bereitstellung von Angeboten
5.3.2 Kinderbetreuung in Ausnahmesituationen
5.3.3 Beratung und Vermittlungsdienstleistungen
5.3.4 Zuschuss zur Kinderbetreuung
5.4 ANGEBOTE WÄHREND DER ELTERNZEIT
5.5 INFORMATIONS- UND BERATUNGSANGEBOTE
5.6 FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN
VI KOSTEN-NUTZEN-BERECHNUNG
6.1 PROBLEM DER QUANTIFIZIERBARKEIT
6.2 MODELLRECHNUNG DER PROGNOS AG FÜR EINE FIKTIVE „FAMILIEN GMBH“
6.2.1 Einsparpotenziale der Maßnahmen
6.2.1.1 Einsparpotenzial Personal(wieder)beschaffungskosten
6.2.1.2 Einsparpotenzial Wiedereingliederungskosten
6.2.1.3 Einsparpotenzial Überbrückungskosten
6.2.1.4 Einsparpotenzial Fehlzeiten
6.2.2 Die Modellrechnung
6.2.2.1 Beschreibung der Szenarien
6.2.2.2 Kosten-Nutzen-Betrachtung
6.2.3 Bewertung
VII SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit untersucht die betriebswirtschaftliche Relevanz familienfreundlicher Maßnahmen in Unternehmen vor dem Hintergrund demographischer Veränderungen und eines wachsenden Fachkräftemangels. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob sich familienfreundliche Unternehmenspolitik als Erfolgsfaktor betriebswirtschaftlich rechnen kann und unter welchen Bedingungen dies gelingt.
3.1.2 Senkung der Abwesenheitsdauer nach Mutterschutz
In unserer dynamischen Welt ändern sich die Anforderungen an das Wissen der Beschäftigten sehr schnell, weshalb beim Wiedereinstieg nach der Geburt eines Kindes in jedem Fall eine erneute Einarbeitung stattfinden muss, die umso länger, intensiver und damit auch teurer ist, je länger die Elternzeit gedauert hat. So werden die Kosten nach dreijähriger Elternzeit auf 75% der Kosten geschätzt, die bei einer Neueinstellung anfallen, nach sechsmonatiger Elternzeit sind es dagegen nur 15%.
Wird eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch das Unternehmen ermöglicht, indem beispielsweise die Eltern weniger Stunden oder von zu Hause arbeiten können und die Kinderbetreuung gesichert ist, werden viele Eltern früh wieder ins Unternehmen zurückkehren wollen. Durch einen schnellen Wiedereinstieg werden für die Unternehmen dann die oben genannten Einarbeitungskosten erheblich verringert und zudem können bei kurzen Auszeiten Ersatzkräfte oftmals gespart werden oder günstige befristete Ersatzkräfte eingestellt werden. Die Senkung der Abwesenheitsdauer nach Mutterschutz trägt also für Unternehmen zu einer wesentlichen Kostenentlastung bei und hat den Vorteil, dass Kunden und Klienten der gleiche Ansprechpartner erhalten bleibt.
I PROBLEMSTELLUNG: Einleitung in die Relevanz der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als ökonomischer Erfolgsfaktor im Kontext demographischer Entwicklungen.
II VEREINBARKEIT VON BERUF UND FAMILIE – EIN WIRTSCHAFTSTHEMA: Analyse der gesellschaftlichen und arbeitsweltlichen Trends, die eine familienorientierte Personalpolitik für Unternehmen notwendig machen.
III BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE: Darstellung der betriebswirtschaftlichen Wirkungen einer familienfreundlichen Personalpolitik wie Fluktuationssenkung und Produktivitätssteigerung sowie deren Einflussfaktoren.
IV VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN ERFOLG EINER FAMILIENFREUNDLICHEN UNTERNEHMENSPOLITIK: Erläuterung der notwendigen Rahmenbedingungen wie Bedarfsanalyse, Unternehmenskultur und Führungsverhalten.
V FAMILIENFREUNDLICHE MASSNAHMEN: KOSTEN-NUTZEN-RELATIONEN: Systematische Vorstellung von Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern und deren Kosten-Nutzen-Relationen.
VI KOSTEN-NUTZEN-BERECHNUNG: Diskussion der Quantifizierungsproblematik und Vorstellung einer Modellrechnung für eine fiktive „Familien GmbH“.
VII SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung familienbewusster Personalpolitik.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Familienfreundliche Personalpolitik, Demographische Entwicklung, Fachkräftemangel, Betriebswirtschaftliche Effekte, Fluktuation, Arbeitszeitflexibilisierung, Kinderbetreuung, Unternehmenskultur, Kosten-Nutzen-Analyse, Modellrechnung, Mitarbeiterbindung, Produktivität, Personalmarketing, Elternzeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen betriebswirtschaftlich als Erfolgsfaktor wirksam sind.
Im Zentrum stehen die ökonomischen Wirkungen familienbewusster Maßnahmen, deren erfolgreiche Umsetzung durch Unternehmenskultur und Führung sowie die Kosten-Nutzen-Rechnung.
Ziel ist es zu prüfen, ob sich Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen für Unternehmen betriebswirtschaftlich auszahlen und wie der Nutzen gegenüber den Kosten bewertet werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Analyseauswertung sowie eine Modellrechnung basierend auf Controlling-Daten, um ökonomische Wirkungszusammenhänge zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der betriebswirtschaftlichen Effekte, die Voraussetzungen für den Erfolg solcher Maßnahmen sowie eine detaillierte Kosten-Nutzen-Betrachtung inklusive eines fiktiven Rechenmodells.
Wichtige Begriffe sind Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Personalpolitik, Fachkräftemangel, Fluktuationssenkung, Kosten-Nutzen-Analyse und Unternehmenskultur.
Der Nutzen wird primär über Einsparpotenziale bei Fluktuations-, Wiedereingliederungs- und Überbrückungskosten definiert, wobei indirekte Effekte wie Motivation schwerer messbar sind.
Nein, die Arbeit betont, dass Familienfreundlichkeit durch maßgeschneiderte Konzepte unabhängig von Unternehmensgröße und Branche möglich ist, wobei KMU besonders von günstigeren, flexiblen Instrumenten profitieren können.
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