Examensarbeit, 2006
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Bestandsaufnahme als Anlass für die Zielsetzung „Steigerung sozial kompetenten Verhaltens“
3 Hintergrundinformationen zu „Sozialer Unsicherheit“
3.1 Definition und Erscheinungsbild
3.2 Begleiterscheinungen und Folgen
3.3 Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit als Erklärungsgrundlage
3.4 Verlauf und Stabilität
3.5 Aufrechterhaltung durch soziale Angst
4 Ziele des Trainings und Evaluationskriterien
5 Darstellung des Konzepts „Training für sozial unsichere Kinder“
5.1 Entwicklung des Konzepts
5.2 Äußerer Rahmen des Trainings
5.3 Ablauf der Trainingssitzungen
6 Verlauf des Trainings
7 Evaluation
8 Ausblick
Diese Arbeit widmet sich der Entwicklung eines individuellen Trainingskonzepts für zwei sozial unsichere Grundschulkinder der zweiten Klasse, um deren Passivität abzubauen und sie zu sozial kompetenterem Handeln zu befähigen, wobei insbesondere der Leidensdruck und die paradoxe Unauffälligkeit dieser Kinder im schulischen Alltag adressiert werden.
3.1 Definition und Erscheinungsbild
„Soziale Unsicherheit ist gekennzeichnet durch eine Kombination von Angst in Anwesenheit anderer (bzw. Bewertungsangst in sozialen Situationen) und Vermeidung sozialer Situationen.“
Soziale Unsicherheit ist demzufolge ein Sammelbegriff für beeinträchtigtes und unangemessenes Sozialverhalten aufgrund verschiedener Ängste, das besonders an der gestörten, zwischenmenschlichen Interaktion erkennbar wird, was im Folgenden näher erläutert werden soll:
Sozial unsichere Kinder fallen im Alltag zwar nicht auf, da sie dem ersten Eindruck nach pflegeleicht zu sein scheinen, in der Interaktion mit anderen zeigen sie jedoch eine übermäßige Schüchternheit, Ängstlichkeit, Unsicherheit sowie Vermeidungsverhalten. Dennoch können sie Kindergarten und Schule durchlaufen, ohne dass irgendjemand merkt, dass sie Ängste oder Probleme haben. Sie können, vor allem im schriftlichen Bereich, den Leistungsanforderungen genügen und gelten schlichtweg als still und zurückhaltend.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Problematik der Übersehenheit sozial unsicherer Kinder im Unterricht und motiviert die Notwendigkeit einer gezielten pädagogischen Intervention.
2 Bestandsaufnahme als Anlass für die Zielsetzung „Steigerung sozial kompetenten Verhaltens“: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Fallbeschreibung von Jan und Julia inklusive der Beobachtung ihrer spezifischen sozialen Unsicherheiten im Schulalltag.
3 Hintergrundinformationen zu „Sozialer Unsicherheit“: Hier werden theoretische Grundlagen zu Definition, Folgen, Stabilität und der Aufrechterhaltung sozialer Ängste bei Kindern fundiert dargelegt.
4 Ziele des Trainings und Evaluationskriterien: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Lernziele des Trainingsprogramms und legt die Kriterien fest, anhand derer der Erfolg des Trainings gemessen wird.
5 Darstellung des Konzepts „Training für sozial unsichere Kinder“: Hier wird der inhaltliche und methodische Baukasten des Trainings vorgestellt, der auf verhaltenstherapeutischen Prinzipien basiert und flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst wurde.
6 Verlauf des Trainings: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Durchführung der bisherigen Trainingseinheiten und die Erfahrungen mit den Kindern.
7 Evaluation: Hier werden die während des Trainings erzielten Fortschritte von Jan und Julia anhand der zuvor definierten Kriterien analysiert und reflektiert.
8 Ausblick: Der abschließende Teil blickt auf die verbleibenden Sitzungen und diskutiert die langfristigen Perspektiven für die Kinder sowie eine mögliche Verankerung des Konzepts im Schulprogramm.
Soziale Unsicherheit, Grundschule, Sozialverhalten, Training, Schüchternheit, Verhaltensänderung, Selbstwirksamkeit, Ängstlichkeit, Rollenspiel, emotionale Kompetenz, soziale Kompetenz, Verhaltensrepertoire, Interventionsmaßnahmen, Grundschulpädagogik.
Die Arbeit behandelt die Konzeption und Erprobung eines Trainingsprogramms, das sozial unsichere Grundschulkinder dabei unterstützen soll, mehr soziale Kompetenz und Selbstsicherheit im schulischen Alltag zu erlangen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung sozialer Unsicherheit bei Kindern, die praktische Entwicklung eines Trainingsmanuals und die Förderung des Selbstbewusstseins durch verhaltenstherapeutische Ansätze.
Das Ziel ist es, Jan und Julia durch ein strukturiertes Training aus ihrer Passivität zu führen und ihnen Strategien an die Hand zu geben, um Herausforderungen im sozialen Kontakt und Unterricht aktiver zu bewältigen.
Die Autorin nutzt qualitative Beobachtungen, eigens erstellte Fragebögen zur Selbsteinschätzung der Kinder sowie eine am Verhaltenstherapiemodell orientierte Interventionsmethode in Einzelsitzungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Problematik, die detaillierte Darstellung der einzelnen Trainingssitzungen und die anschließende Evaluation der Entwicklung der beiden Kinder.
Die zentralen Begriffe sind Soziale Unsicherheit, Verhaltensänderung, Selbstwirksamkeit, Schüchternheit und soziale Kompetenz.
Der "Rittersaal" bietet als kleiner, gemütlicher Raum eine vertrauensvolle und geschützte Atmosphäre, die für sozial unsichere Kinder essenziell ist, um Ängste abzubauen und sich sicher zu fühlen.
Das Spiel soll die Kinder ermutigen, ihre Stimme einzusetzen und in einer kleinen Gruppe bewusst die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um so die Angst vor sozialer Hervorhebung spielerisch zu überwinden.
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