Diplomarbeit, 2001
89 Seiten, Note: 1,3
Theoretische Grundlagen
1 Einleitung
2 Wettbewerb der Standorte
2.1 Neue wirtschaftliche Strukturen
2.1.1 Wirtschaftliche Veränderungen
2.1.2 Politische Veränderungen
2.1.3 Soziale Veränderungen
2.2 Standortmarketing als Instrument des Wettbewerbsvorteils
2.3 Kriterien der Vergleichbarkeit von Standorten
2.3.1 Standortfaktoren aus der Sicht von Unternehmen
2.3.2 Standortfaktor aus Sicht der Touristen
2.3.3 Standortfaktor aus Sicht der Einwohner
2.4 Image – Ergebnis der Marketingmaßnahmen
3 Bedeutung der Kultur im Standortwettbewerb
3.1 Kultur als weicher Standortfaktor
3.2 Kulturelle Handlungsansätze
3.3 Stellenwert der Kultur im wirtschaftspolitischen Gefüge
3.3.1 Die externen Wirkungen der hochkulturellen Angebote
3.3.2 Politische Bedeutung
3.3.3 Volkswirtschaftliche Bedeutung
3.3.4 Kultur als ein weicher Standortfaktor
3.3.4.1 Einfluss der Kultur auf das Image eines Standortes
3.3.4.2 Kultur und Attraktivität
3.3.4.3 Kultur und Lebensqualität
3.3.4.4 Kultur und Image
3.3.5 Soziale Bedeutung der Kultur
4 Bremen im Wettbewerb der Metropole
4.1 Wirtschaftliches und politisches Umfeld in Bremen
4.2 Ziele zur Etablierung Bremens als Wirtschaftsstandort
4.3 Integriertes Standortmarketing
4.4 Integration der Kultur in die Wirtschaftspolitik Bremens
4.4.1 Politik für Kultur
4.4.2 Wirtschaft für Kultur
4.4.3 Bürger für Kultur
4.5 Bremens Kulturelle Infrastruktur
4.6 Integration der Kulturevents in die Wirtschaftspolitik Bremens
4.6.1 Durchführung der Kulturereignisse
4.7 Positive Effekte der Kulturereignisse für Bremen
Die empirische Untersuchung
5 Der Blaue Reiter als Kulturevent
5.1 Die Entstehungsgeschichte der Sonderausstellung
5.2 Gliederung der Ausstellung
5.3 Wissenschaftliche Bedeutung der Ausstellung
5.4 Beteiligte an der Vermarktung der Ausstellung
5.5 Neuartige Vorgehensweise bei der Vermarktung der Ausstellung
6 Methodik der Besucherbefragung
6.1 Entwicklung des Fragebogens
6.2 Pretest
6.3 Erhebungsmodus
6.4 Auswahlverfahren
7 Ergebnisse der Befragung
7.1 Grundlegendes
7.1.1 Netto Besucher
7.1.2 Erfassungsgrad
7.1.3 Rücklaufquote
7.2 Soziodemographische Merkmale der Besucher
7.2.1 Herkunft der Besucher
7.2.2 Bildungsabschluss der Besucher
7.2.3 Berufliche Stellung der Besucher
7.2.4 Geschlechtstruktur
7.3 Besucherverhalten und dessen wirtschaftliche Aspekte
7.3.1 Grund der Anreise
7.3.2 Aufenthalt in Bremen
7.3.3 Motive des Besuches
7.3.4 Andere Aktivitäten der Besucher in Bremen
7.4 Bremen aus Sicht der Sonderausstellungsbesucher
7.4.1 Bremen - Kulturzentrum
7.4.2 Bremen - Provinz
7.4.3 Bremen - Industriestandort
7.4.4 Bremen - Außenhandelszentrum
7.4.5 Bremen – attraktives Reiseziel
7.5 Der Blaue Reiter aus Sicht der Besucher
7.5.1 Gesamteindruck
7.5.2 Serviceleistungen
7.5.3 Weiterempfehlung
7.6 Bremen again?
7.7 Zusammenfassung
8 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Kulturevents, beispielhaft dargestellt an der Sonderausstellung „Der Blaue Reiter“ in Bremen, auf die Standortattraktivität, das Image der Stadt sowie die damit verbundenen wirtschaftlichen Effekte. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwiefern kulturelle Ereignisse dazu beitragen können, Bremen als wettbewerbsfähigen Standort zu positionieren und Besucher zu gewinnen.
5.1 Die Entstehungsgeschichte der Sonderausstellung
Die Künstler, die den Blauen Reiter bildeten, fanden sich um 1910 zusammen, um den Aufbruch in ein neues künstlerisches Zeitalter einzuleiten. Wassily Kandinsky und Franz Marc waren als die beiden wichtigsten Vertreter der Künstlergruppe im Mittelpunkt der Ausstellung, zu der außerdem August Macke, Gabriele Münter, Paul Klee, Alfred Kubin, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin gehörten. Die Malerei der Künstler entwickelte sich im Laufe der Zeit von der Darstellung der Wirklichkeit zur Abstraktion, ohne dabei einen Gruppenstil zu entwickeln.
Die Ausstellung Der Blaue Reiter präsentierte mit ca. 80 Gemälden und insgesamt 170 Objekten, u.a. Leihgaben aus New York, Stockholm, Erevan, St. Petersburg und Madrid, Werke der Künstler, deren Lebensläufe und unterschiedlichen, künstlerischen Profile.
Die Grundlage zu der Sonderausstellung wurde durch die Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München geschaffen, wo die größte Sammlung der expressionistischen Meister zu sehen ist. Die Galerie hatte im Winter 1996 vor, eine große Retrospektive der Bilder von Paula-Modersohn-Becker zu präsentieren. Die drei bremischen Kunsthäuser: die Kunsthalle Bremen, die Kunstsammlung in der Böttcherstraße und die Paula-Modersohn-Becker-Stiftung, konnten ein enormes Konvolut an Gaben zur Verfügung stellen, das normalerweise nicht ausleihbar ist. Als Gegenleistung wurden der Kunsthalle zwanzig Bilder aus dem Lenbachhaus versprochen, die als Grundstock der Sonderausstellung Der Blaue Reiter dienten. Als der Kunstverein im Herbst 1998 grünes Licht für die Ausstellung gab, da er Gelder zur Verfügung stellte, stand der Ausstellung nichts mehr im Wege. Glücklicherweise fand zu dieser Zeit in Stuttgart eine Ausstellung der russischen Kunst statt, wo man an einem Ort zwanzig Museumsdirektoren aus den ehemaligen Sowjetrepubliken treffen und wichtige Kontakte knüpfen konnte.
Theoretische Grundlagen: Erläutert den allgemeinen Standortwettbewerb, den Wandel wirtschaftlicher Strukturen und die Bedeutung weicher Standortfaktoren.
Bedeutung der Kultur im Standortwettbewerb: Untersucht Kultur als wesentlichen Standortfaktor, der sowohl für das Image als auch für die Lebensqualität und Wirtschaftspolitik von Bedeutung ist.
Bremen im Wettbewerb der Metropole: Analysiert die spezifische wirtschaftliche und politische Ausgangslage Bremens sowie die Bemühungen, durch Standortmarketing und Kulturpolitik die Stadt neu zu positionieren.
Die empirische Untersuchung: Stellt das Kulturevent „Der Blaue Reiter“ als Fallbeispiel vor und beschreibt die Methodik der durchgeführten Besucherbefragung.
Ergebnisse der Befragung: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten zu Besucherverhalten, soziodemographischen Merkmalen und der Wahrnehmung Bremens als Standort.
Fazit: Führt die theoretischen Überlegungen und empirischen Ergebnisse zusammen und betont die Rolle der Kultur für die Zukunftsfähigkeit Bremens.
Standortmarketing, Kultur, Bremen, Der Blaue Reiter, Standortattraktivität, Image, Kulturevent, Wirtschaft, Besucherbefragung, Tourismus, weiche Standortfaktoren, Stadtmarketing, Kunsthalle Bremen, Strukturwandel, Regionalmarketing
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von kulturellen Ereignissen für den Standortwettbewerb und das Image einer Stadt am Beispiel der Sonderausstellung „Der Blaue Reiter“ in Bremen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Standortmarketing, der volkswirtschaftlichen und imagebildenden Bedeutung von Kultur sowie der empirischen Untersuchung von Besucherverhalten.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob ein kulturelles Großereignis wie die Ausstellung „Der Blaue Reiter“ die Attraktivität und das Ansehen eines Standortes wie Bremen positiv beeinflussen kann.
Es wurde eine quantitative Besucherbefragung mittels eines standardisierten Fragebogens in der Kunsthalle Bremen durchgeführt, ergänzt durch Sekundärliteratur und Experteninterviews.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zum Standortwettbewerb, eine detaillierte Darstellung der Bremer Standortpolitik und -kultur sowie die methodische und inhaltliche Analyse der Besucherdaten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Standortmarketing, Kultur, Bremen, Image, Kulturevent und Standortattraktivität.
Die Kunsthalle Bremen war nicht nur der Ausstellungsort, sondern fungierte auch als Kooperationspartner, der den Zugang für die empirische Besucherbefragung ermöglichte.
Durch die Ausstellung konnten signifikante zusätzliche Umsätze in der Gastronomie, dem Handel und dem Hotelgewerbe generiert werden, was den Status der Kultur als „weiße Industrie“ unterstreicht.
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