Examensarbeit, 2002
76 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
3. Hyperaktive Kinder – Erscheinungsbilder
3.1 Die Primärsymptome
3.1.1 Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit
3.1.2 Impulsivität
3.1.3 Hyperaktivität
3.2 Die Sekundärsymptome
3.3 Resümee
4. Hyperaktivität - Erklärungsansätze zur Ursachenforschung
4.1 Prävalenz
4.2 Die physiologisch-medizinischen Ursachen
4.3 Die psychischen Ursachen
4.3.1 Der psychoanalytische Erklärungsansatz
4.3.2 Der psycho-soziale Erklärungsansatz
4.4 Resümee
5. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Unterrichtsprobleme
5.1 Probleme im Leistungsbereich
5.2 Probleme im Sozialbereich
5.3 Resümee
6. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Fördermöglichkeiten
6.1 Fördermöglichkeiten in der Schule und im Unterricht
6.2 Konzept einer Vorstufe für Kinder mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom nach Ackermann-Behringer
6.3 Fördermöglichkeiten des Sportunterrichts am Beispiel der Psychomotorik
6.3.1 Psychomotorik: Ziele und Inhalte
6.3.2 Didaktisch-methodische Prinzipien der psychomotorischen Unterrichtsweise
6.3.3 Praxisbeispiele in der Anwendung der Psychomotorik
6.3.3.1 Übungen zur Förderung der vestibulären Wahrnehmung
6.3.3.2 Übungen zur Förderung der kinästhetischen Wahrnehmung
6.3.3.3 Übungen zur Förderung der taktilen Wahrnehmung
6.3.3.4 Übungen zur Förderung der auditiven Wahrnehmung
6.3.3.5 Übungen zur Förderung der visuellen Wahrnehmung
6.3.3.6 Übungen zur Förderung der Selbstwertsteigerung und des Sozialverhaltens
6.4 Resümee
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Erscheinungsbild des ADHS-Kindes, die bisherigen Ursachenerklärungen sowie die resultierenden Unterrichtsprobleme umfassend darzustellen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Erläuterung möglicher Förderhilfen, insbesondere durch den Einsatz der Psychomotorik im Sportunterricht, um den Umgang mit ADHS-Kindern in der Grundschule zu erleichtern.
3.1.2 Impulsivität
Impulsivität ist eine weitere typische Erscheinung für Kinder mit ADHS. Eichlseder definiert sie folgendermaßen: „Impulsiv handelt jemand, der auf den ersten Anstoß, auf den ersten Impuls hin etwas tut, ohne vorher zu überlegen“ (Eichlseder, 1991: 16).
Diese Impulsivität beherrscht die hyperaktiven Kinder. Sie können ihr Handeln nicht konkret steuern, sind den Impulsen, die die Umwelt liefert, gänzlich ausgesetzt. Die Impulse „platzen überall dazwischen“ und stören somit das betroffene Kind und seine Mitmenschen. Aufgrund dessen macht sich das ADHS-Kind ungewollt unbeliebt. Es wird ausgelacht und verspottet bis hin zur Verstoßung. Es wird von seinen Kameraden isoliert. In der Schule äußert sich die Impulsivität darin, dass das Kind seine Antworten ungefragt in die Klasse ruft, seine Hand immer sofort auf die Frage der Lehrkraft erhebt. Aufgrund mangelhaften Überlegens sind die Antworten meistens falsch. Eines jedoch erreicht das Kind: es erhält Aufmerksamkeit, wenn auch keine wohlwollende und welche das Kind selber nicht adäquat deuten kann. Es versteht nicht, warum es in eine Isolation gedrängt wird.
Der soziale Lernprozess enthält beim ADHS-Kind große Schwächen. Es kann Spielregeln nur schwer akzeptieren und je größer die Gruppe ist, umso schwerer fällt es ihm, sich in sie einzuordnen. Zu Hause in der Familie setzen sich die Probleme fort. Die Geschwister sind genervt von der ständigen Unruhe ihres Bruders oder der Schwester, selbst hier gerät das Kind zunehmend in die Isolation.
Die Impulsivität lenkt also die hyperaktiven Kinder und erschwert ihnen das Leben in einer Gemeinschaft.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Hyperaktivität ein und beschreibt anhand historischer und gesellschaftlicher Beispiele die Relevanz der Störung im Kindesalter.
2. Begriffsklärung: Hier werden die verschiedenen Definitionen und Begrifflichkeiten rund um das ADHS-Syndrom dargelegt und voneinander abgegrenzt.
3. Hyperaktive Kinder – Erscheinungsbilder: Das Kapitel differenziert zwischen Primär- und Sekundärsymptomen, um das komplexe Erscheinungsbild der Betroffenen zu verdeutlichen.
4. Hyperaktivität - Erklärungsansätze zur Ursachenforschung: Diese Sektion bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu physiologischen, medizinischen und psychischen Ursachen von ADHS.
5. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Unterrichtsprobleme: Fokus dieses Kapitels sind die schulischen Schwierigkeiten im Leistungs- sowie Sozialbereich, die aus der Störung resultieren.
6. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Fördermöglichkeiten: Das Kapitel präsentiert praktische Strategien für den Unterricht sowie Ansätze zur vorschulischen Förderung und psychomotorischen Arbeit.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die Notwendigkeit frühzeitiger und individueller Fördermaßnahmen.
ADHS, Hyperaktivität, Grundschule, Psychomotorik, Impulsivität, Konzentrationsstörung, Sozialverhalten, Lernstörungen, Förderung, Bewegungsdrang, Wahrnehmungsstörung, Wahrnehmungsförderung, Unterrichtsprobleme, Inklusion, Selbstkonzept
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Erscheinungsbildern, den Problemen in der Schule und den Fördermöglichkeiten für hyperaktive Kinder (ADHS) im Grundschulalter.
Die zentralen Felder sind die medizinischen und psychologischen Ursachen von ADHS, die Auswirkungen im Schulalltag sowie pädagogisch-therapeutische Ansätze wie die Psychomotorik.
Das Ziel ist es, Lehrkräften und Eltern Hilfestellungen an die Hand zu geben, um das Leben von ADHS-Kindern in der Schule und in der Gemeinschaft durch gezielte Förderung zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze, Fallbeispiele und therapeutische Konzepte zusammenführt.
Der Hauptteil behandelt die Symptomatik (Primär- und Sekundärsymptome), die Ursachenforschung sowie spezifische Fördermöglichkeiten in der Schule und durch Psychomotorik.
Schlüsselwörter sind unter anderem ADHS, Hyperaktivität, Psychomotorik, Grundschule, Wahrnehmungsförderung und soziale Integration.
Die Psychomotorik verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur motorische Defizite korrigieren will, sondern über Bewegung die gesamte Persönlichkeit, Wahrnehmung und das Sozialverhalten stärkt.
Da betroffene Kinder oft Misserfolge erleben und von der Gemeinschaft isoliert werden, entwickeln sie ein negatives Selbstbild. Die Stärkung des Selbstkonzepts ist essenziell, damit das Kind wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnt.
Sie schlägt vor, Kinder mit ADHS vor dem Schuleintritt in speziellen Gruppen gezielt auf die Anforderungen der Regelschule vorzubereiten, ohne dabei bereits akademische Lerninhalte vorwegzunehmen.
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