Diplomarbeit, 2007
109 Seiten, Note: 2,3
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Begrifflichkeiten
2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen
2.1.2 Südamerika
2.1.3 Individualisierbarkeit
2.2 Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt
2.2.1 Entwicklung der Urlaubsreisen nach Südamerika
2.2.2 Entwicklung der Reisemotive
2.2.3 Entwicklung der Studien- und Erlebnisreisen
2.3 Die Erlebnisorientierung als Treiber für Studien- und Erlebnisreisen
2.4 Der Studien- und Erlebnisreisende
3 Individualisierung und Individualisierbarkeit
3.1 Die Individualisierung und Konsequenzen für die Wirtschaft
3.2 Die Individualisierung im Tourismus
3.3 Vorteile und Nachteile der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten
4 Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika
4.1 Varianten von Studien- und Erlebnisreisen
4.2 Untersuchungsmethode
4.2.1 Auswahl der zu analysierenden Reiseveranstalter
4.2.2 Das System zur Bewertung der Individualisierbarkeit
4.2.2.1 Kategorie Anreise
4.2.2.2 Kategorie Unterkunft
4.2.2.3 Kategorie Verpflegung
4.2.2.4 Kategorie Transportmittel
4.2.2.5 Kategorie Fakultative Aktivitäten
4.2.2.6 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte
4.2.2.7 Kategorie Privatreisen
4.2.3 Die Gewichtung der Kategorien
5 Auswertung der Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika
5.1 Gesamtauswertung
5.2 Auswertung der einzelnen Kategorien
5.2.1 Kategorie Anreise
5.2.2 Kategorie Unterkunft
5.2.3 Kategorie Transportmittel
5.2.4 Kategorie Fakultative Aktivitäten
5.2.5 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte
5.2.6 Kategorie Privatreisen
5.3 Ausgewählte Aspekte der Preisdifferenzierung
6 Zusammenfassung und abschließende Beurteilung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Angebot an Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika im Jahr 2007, wobei der Fokus auf dem Grad der Individualisierbarkeit dieser Reisen liegt. Forschungsleitend ist die Frage, inwieweit deutsche Veranstalter in der Lage sind, ihre komplexen Reiseprodukte im Kontext eines wachsenden Individualisierungstrends und gestiegener Kundenansprüche flexibel zu gestalten.
2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen
Studien- und Erlebnisreisen sind ein weit gefasster Begriff, der sich in viele spezifische Subkategorien einteilen lässt, wie im Laufe der Arbeit ersichtlich werden wird. Die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen werden in Punkt 4.1 vorgestellt. Im Folgenden sollen zunächst Merkmale benannt werden, die allen Studien- und Erlebnisreisen weitestgehend gemein sind und sie von anderen Pauschalreisen unterscheiden.
Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein gab es in der Tourismusbranche keine allgemein gültige Definition für den Begriff der Studienreise. Zuvor sahen die Reiseveranstalter keine Notwendigkeit zu einer Definition. In den 80er Jahren wollten sich die Studienreiseveranstalter davor bewahren, dass der Begriff für ihr Produkt von allen denkbaren Reiseveranstaltern genutzt wird, um für deren Rundreisen zu werben. Erste Definitionsversuche wurden 1983 von der Arbeitsgemeinschaft Studienreisen unternommen, nach der eine Studienreise sich definieren lässt als „eine Gruppenreise mit begrenzter Teilnehmerzahl, festgelegtem Reiseverlauf sowie deutschsprachiger, fachlich qualifizierter Reiseleitung.“
Laut der oben genannten Definition ist ein wichtiges Charakteristikum einer Studienreise ein festgelegter Reiseverlauf, welcher dem Kunden bereits vor seiner Reiseentscheidung zugänglich gemacht wird, sei dies in Form eines Kataloges, eines Sonderheftes oder ähnlichem. Der Reiseverlauf beinhaltet detaillierte Angaben zum Tagesverlauf an den einzelnen Reisetagen, die wichtigsten Besichtigungspunkte und Aktivitäten und enthält zudem Angaben über die Art des Transports, der Beherbergung und der Verpflegung.
Eine Studienreise wird zudem von einem fachlich qualifizierten Reiseleiter begleitet, der es versteht, den Teilnehmern die Destination verständlich zu machen, ihnen Informationen über Land und Leute, Flora und Fauna, das heutige Leben und die Geschichte zu übermitteln. Darüber hinaus ist er für die komplette Organisation unterwegs verantwortlich, regt das Interesse der Reisenden an und versucht zugleich, bei ihnen Liebe und Verständnis für die einheimische Bevölkerung zu wecken.
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Individualisierung im Tourismus und Darlegung des Ziels der Untersuchung.
2 Grundlagen: Definition zentraler Begriffe sowie Analyse der Marktdaten und Reiseerwartungen bezüglich Studien- und Erlebnisreisen.
3 Individualisierung und Individualisierbarkeit: Erläuterung des gesellschaftlichen Wertewandels und dessen Konsequenzen für die Tourismuswirtschaft und Produktgestaltung.
4 Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika: Vorstellung der untersuchten Anbieter und des entwickelten Bewertungssystems für Individualisierungsoptionen.
5 Auswertung der Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika: Detaillierte Darstellung und Analyse der Ergebnisse pro Kategorie sowie Betrachtung von Preisaspekten.
6 Zusammenfassung und abschließende Beurteilung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Individualisierbarkeit der Angebote der analysierten Reiseveranstalter.
Studienreisen, Erlebnisreisen, Südamerika, Individualisierung, Individualisierbarkeit, Reiseveranstalter, Pauschalreisen, Reisemarkt, Produktgestaltung, Scoring-Modell, Tourismus, Mass Customization, Preisdifferenzierung, Urlaubsverhalten, Reiseleitung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Individualisierbarkeit von Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter mit Zielregion Südamerika im Jahr 2007.
Im Mittelpunkt stehen die Trends der Individualisierung, die Anforderungen der Reisenden sowie die Möglichkeiten und Grenzen der flexiblen Gestaltung von Gruppenreisen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welchem Umfang Reiseveranstalter ihre Programme individualisierbar gestalten, um den veränderten Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.
Es wurde ein gewichtetes Scoring-Modell auf Basis eines eigens erstellten Kriterienkatalogs verwendet, um das Angebot verschiedener Reiseveranstalter vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil analysiert die Angebotsvarianten, entwickelt Bewertungssysteme für verschiedene Kategorien (wie Anreise, Unterkunft, Aktivitäten) und wertet diese bei 14 ausgewählten Reiseveranstaltern aus.
Zentrale Begriffe sind Individualisierung, Studienreisen, Erlebnisreisen, Südamerika, Reiseveranstalter und Angebotsgestaltung.
Die Erlebnisreise legt stärkeren Fokus auf den Erlebniswert und persönlichen Kontakt zur Bevölkerung, während bei der Studienreise die fachliche Wissensvermittlung durch qualifizierte Reiseleiter im Vordergrund steht.
Sie ermöglichen eine flexible Verlängerung des Aufenthalts und tragen dem Bedürfnis der Kunden nach Multioptionalität und der Kombination verschiedener Urlaubsarten (z.B. Kultur und Erholung) bei.
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