Masterarbeit, 2007
138 Seiten, Note: 1,0
0 Zusammenfassung
1 Einleitend…
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Ziele der Master Thesis
1.3 Fragestellungen
1.4 Forschungszugänge
1.4.1 Erkenntnistheoretischer Zugang
1.4.1.1 Radikaler Konstruktivismus
1.4.1.2 Dekonstruktivismus
1.4.2 Organisationstheoretischer Zugang: Systemtheorie
1.4.3 Forschungsmethodologischer Zugang: Qualitative Sozialforschung
1.5 Forschungsmethodik
1.5.1 Teilstandardisiertes Leitfadeninterview
1.5.2 Kommentierte Transkription
1.5.3 Qualitative Inhaltsanalyse
2 Theorie
2.1 Analyse IST-Situation
2.2 Diversity als Managementkonzept
2.2.1 Begrifflichkeiten
2.2.2 Abgrenzung zu anderen relevanten Begriffen
2.2.3 Zur Geschichte des Diversity Management
2.2.4 Grundlagen
2.2.4.1 Diversity-Merkmale
2.2.4.2 AdressatInnenbezug im Diversity Management
2.2.4.3 Anwendungsfelder, Maßnahmen und Nutzen
2.2.4.4 Diversity-Entwicklungsstufen und Verständnisansätze
2.3 Herausgegriffen: Gender im Diversity Management
2.4 Diversity im Projektmanagement
2.4.1 Grundlagen Projektmanagement
2.4.1.1 Definition: Konstrukt „Projekt“
2.4.1.2 Projektmanagement
2.4.1.3 Prozesse des Projektmanagements
2.4.1.4 Methoden des Projektmanagements
2.4.1.5 Projektorganisation
2.4.2 (Projekt-)Teams – Bildung, Dynamik, Nutzen
2.4.3 Stereotype, Vorurteile, Diskriminierung, Stigmatisierung
2.4.4 Diversity-Ansatzpunkte im Projekt
2.4.4.1 Nach Projektarten
2.4.4.2 Nach Projektmanagement-Funktionen
2.4.4.3 Nach Projekt-Phasen
2.4.4.4 Nach AdressatInnen
2.4.5 Diversity in der Projektorganisation
2.4.6 Konkret: Diversity in Projektteams
2.5 Gender in Projektteams
2.5.1 Projektrolle: Projektleiterinnen
2.5.2 Arbeitsweise: Gender in der Projektarbeit
3 Empirie
3.1 Datenerhebung: Leitfadeninterviews
3.1.1 Entwicklung des Leitfadens
3.1.2 Auswahl der InterviewpartnerInnen
3.1.3 Beschreibung der InterviewpartnerInnen
3.1.4 Durchführung der Interviews
3.2 Datenaufbereitung: Transkription der Interviews
3.3 Datenauswertung: Inhaltsanalyse
3.3.1 Schritt 1: Bestimmung der Analyseeinheit
3.3.2 Schritt 2: Theoriegeleitete Festlegung der inhaltlichen Kategorien
3.3.3 Schritt 3: Zusammenstellung eines Kategoriensystems
3.3.4 Schritt 4: Ankerbeispiele aufstellen
3.3.5 Schritt 5: Materialdurchlauf
3.3.6 Schritt 6: Überarbeitung, ggf. Revision des Kategoriensystems
3.3.7 Schritt 7: Zusammenfassung pro Kategorie
3.3.7.1 Kategorie 1: Wahrnehmung von Diversity
3.3.7.2 Kategorie 2: Umgang mit Diversity
3.3.7.3 Kategorie 3: Projekt-Erfolg durch Diversity Management
3.3.7.4 Kategorie 4: Umgang mit Stereotypen/Vorurteilen
3.3.7.5 Kategorie 5: Wirkung des Geschlechts
3.3.7.6 Kategorie 6: Geschlechterdynamik im Projektteam
3.3.7.7 Kategorie 7: Wirkung von Geschlechterstereotypen im Projektteam
3.3.7.8 Kategorie 8: Umgang mit Geschlechterstereotypen
3.3.7.9 Kategorie 9: Geschlechterstereotype
3.3.7.10 Kategorie 10: Geschlechterverteilung
4 Diskussion der Ergebnisse
4.1 Fragestellung 1: Projekterfolg durch Diversity Management
4.2 Fragestellung 2: Bewusster Umgang mit Vielfalt und Stereotypen
4.3 Fragestellung 3: Geschlechterdynamik im Projektteam
4.4 Fragestellung 4: Geschlechterstereotype und Projekterfolg
5 Transferhinweise
5.1 Gender und Diversity bewusst wahrnehmen und reflektieren – Sensibilisierung
5.2 Gender und Diversity gezielt einsetzen und nutzen – Aktivierung
5.3 Gender und Diversity ins Projektmanagement integrieren – Umsetzung
6 Abschließend…
Die Arbeit untersucht das Management von personeller Vielfalt (Diversity) in Projekten mit einem spezifischen Fokus auf die Dimension "Geschlecht" (Gender). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein bewusster, zielgerichteter Umgang mit Diversity den Projekterfolg fördern kann und welche Rolle soziale Zuschreibungen sowie Geschlechterstereotype in Projektorganisationen spielen.
1.4.1.1 Radikaler Konstruktivismus
Der Radikale Konstruktivismus als erkenntnistheoretische Position steht für die Auffassung, dass Menschen als bewusst wahrnehmende Wesen die Wirklichkeit „erfinden“ (konstruieren) und nicht (wie nach Auffassung des Realismus) objektiv „entdecken“. Nur durch sprachliche Kommunikation zwischen Menschen wird darüber Konsens aufgebaut, was real "ist", bzw. besser: was für real gehalten wird. Die Welt wird uns nur durch Beobachtungen zugänglich, die wir uns selber erklären. Sie ist daher immer schon eine interpretierte Welt, über die wir uns nur kommunikativ verständigen bzw. einigen können.
Demzufolge gibt es keine subjektunabhängige Realität. Niemand kann den Anspruch erheben, die Wahrheit, das Wesen der Dinge oder die Realität „wirklich“ und objektiv zu kennen: "Objektivität ist die Wahnvorstellung, Beobachtungen könnten ohne Beobachter gemacht werden. Die Berufung auf Objektivität ist die Verweigerung der Verantwortung - daher auch ihre Beliebtheit." (Foerster/Pörksen 1998, S. 154) Beobachtung ist somit abhängig von den BeobachterInnen und ist gleichzeitig eine Interpretation.
An Stelle der Objektivität und Wahrheit tritt Intersubjektivität und Pluralität von Handlungsmöglichkeiten. Es geht hier nicht um ein wahres Bild der Realität, sondern um die lebbare Organisation der Welt. Von Glasersfeld hat den Wahrheitsbegriff im wissenschaftstheoretischen Ansatz des radikalen Konstruktivismus daher auch durch Viabilität ersetzt. Viabel ist eine Aussage, wenn sie für zwei oder mehrere Individuen nachvollziehbar (gangbar) ist. Dabei spielen Sozialisation, Werte, Normen und Macht eine wichtige Rolle. Gerade in Projekten als soziale Systeme und gleichzeitig temporäre Organisationen ist die Verständigung zur Viabilität eine zentrale Aufgabe, um gemeinsam am Projekterfolg arbeiten zu können.
0 Zusammenfassung: Die Arbeit beleuchtet die Relevanz von Diversity Management im Projektmanagement und betont die Notwendigkeit, personelle Vielfalt proaktiv und situationsangepasst zu steuern.
1 Einleitend…: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für die Themenwahl, die Forschungsfragen sowie den theoretischen und methodischen Rahmen der Master Thesis.
2 Theorie: Hier werden zentrale Konzepte wie Diversity Management, Systemtheorie und der Dekonstruktivismus theoretisch fundiert und auf das Projektmanagement übertragen.
3 Empirie: Dieser Teil beschreibt die Datenerhebung durch Leitfadeninterviews und die Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
4 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews werden reflektiert und in Bezug auf die Fragestellungen der Arbeit diskutiert.
5 Transferhinweise: Das Kapitel bietet praxisnahe Anregungen, um Gender und Diversity bewusst wahrzunehmen, einzusetzen und in Projektmanagement-Prozesse zu integrieren.
6 Abschließend…: Das Fazit unterstreicht, dass Vielfalt ein integraler Bestandteil der Projektarbeit ist, der eine bewusste Auseinandersetzung erfordert, um erfolgreich genutzt zu werden.
Diversity Management, Gender, Projektmanagement, Projektorganisation, personelle Vielfalt, Konstruktivismus, Geschlechterstereotype, soziale Systeme, Teambildung, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterviews, Projekterfolg, Antidiskriminierung, Sozialkompetenz, Unternehmenskultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Diversity Management in Projekten und konzentriert sich insbesondere auf die Dimension "Geschlecht" (Gender) und deren Einfluss auf die Projektzusammenarbeit und den Projekterfolg.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen des Diversity Managements, die Anwendung systemtheoretischer Ansätze auf Projekte, die Wirkungsweise von Geschlechterstereotypen und die Integration von Diversität in Projektmanagement-Prozesse.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie ein bewusstes Management von Diversität den Erfolg in Projekten steigern kann, und den Projektbeteiligten praxisnahe Ansätze zur Reflexion und Nutzung dieser Vielfalt an die Hand zu geben.
Die Autorin wählt einen qualitativ-empirischen Ansatz, basierend auf teilstandardisierten Leitfadeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse (insbesondere der inhaltlichen Strukturierung) nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Herleitung von Diversity und Gender im Projektkontext sowie in einen empirischen Teil, der die Erfahrungen von Praktikern in unterschiedlichen Unternehmen analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Diversity Management, Gender, Projektmanagement, soziale Systeme, Geschlechterstereotype und Personelle Vielfalt.
Die Autorin stellt explizit klar, dass es ihr nicht um das biologische Geschlecht (Sex) geht, sondern um die sozialen Zuschreibungen und Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit (Gender), die in der Projektarbeit wirksam sind.
Die Autorin begründet dies damit, dass das Projektteam der Ort ist, an dem die Konzentration und Wirkung von Diversity-Aspekten am unmittelbarsten auftritt und den Projekterfolg nachhaltig beeinflussen kann.
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