Magisterarbeit, 2002
128 Seiten, Note: 1 (sehr gut)
1 Einleitung
2 Länderrisiko
2.1 Risiken im Bankgeschäft
2.2 Definitionen des Länderrisikos
2.2.1 Abgrenzung zwischen Länder- und Hoheitsrisiko
2.2.2 Wirtschaftliches Risiko
2.2.3 Politisches Risiko
2.2.4 Sovereign default
2.2.5 Transferrisiko
2.2.6 Counterparty versus Sovereign Risk
2.3 Das Problem der Immunität souveräner Regierungen
2.4 Indikatoren des Länderrisikos
2.4.1 Indikatoren des wirtschaftlichen Länderrisikos
2.4.1.1 Binnenwirtschaftliche Indikatoren
2.4.1.2 Außenwirtschaftliche Indikatoren
2.4.2 Indikatoren des politischen Risikos
2.4.2.1 Innenpolitische Ursachen
2.4.2.2 Außenpolitische Ursachen
2.5 Methoden der Beurteilung von Länderrisiken
2.5.1 Qualitative Verfahren
2.5.2 Quantitative Verfahren
2.5.3 Kombinierte Verfahren
2.5.4 Mathematisch-statistische Methoden
2.5.5 Indikatorenmodelle
2.5.5.1 Institutional Investor´s Country Credit Ratingindex
2.5.5.2 BERI-Index
2.5.5.3 Euromoney-Index
2.6 Länderlimite
2.7 Bedeutung und Probleme der Länderrisikoanalyse
2.8 Institutionen und Instrumente zur Überwindung eines "sovereign defaults"
2.8.1 Restrukturierung (restructuring)
2.8.2 Konversionsanleihen
2.8.3 Sekundärmarkt für Auslandsschulden
2.8.4 Debt-Equity-Swap
2.8.5 Internationale Institutionen
2.8.5.1 Internationaler Währungsfonds
2.8.5.2 Die Weltbankgruppe
2.8.5.3 Londoner und Pariser Club
2.9 Die Asienkrise als Beispiel für "sovereign defaults"
2.9.1 Asien und seine Entwicklung
2.9.2 Die Krise
2.9.2.1 Chronologie der Krise
2.9.3 Die Ursachen der Krise
2.9.4 Zusammenhang Asienkrise - Rating
3 Rating
3.1 Rating Definition
3.1.1 Begriffsbestimmung
3.1.2 Ratings mit und ohne Auftrag
3.2 Der Ratingprozess
3.2.1 Rating-Ablauf
3.2.1.1 Analyse des Länderrisikos
3.2.1.2 Analyse des Branchenrisikos
3.2.1.3 Analyse des Unternehmensrisikos
3.2.2 Veröffentlichung des Rating
3.2.3 Überwachung und Überprüfung
3.3 Länderrating
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Der Ratingprozess
3.3.3 Länderrating versus Unternehmensrating
3.3.4 Bedeutung des Ratings für den Staat
3.3.5 Länderrating in Banken
3.4 Ratingagenturen
3.4.1 Allgemein
3.4.2 Moody´s Investors Service
3.4.3 Standard & Poor´s Corporation (S & P)
3.4.4 Fitch IBCA
3.4.5 Europäische Ratingagenturen
3.5 Ratingskalierung
3.5.1 Emissions-Ratings
3.5.1.1 Langfristige Ratings
3.5.1.2 Kurzfristige Ratings
3.5.2 Emittentenratings (Issuer Credit Ratings)
3.6 Bedeutung des Ratings
3.6.1 Allgemein
3.6.2 Bedeutung des Rating in nationalen Rechtsordnungen
3.7 Kritik am Rating
4 Bankaufsichtsrechtliche Eigenkapital-Vorschriften
4.1 Zweck bankaufsichtsrechtlicher Eigenkapital-Vorschriften
4.2 Unterschiede zwischen USA und Europa
4.3 Die Zusammenarbeit in der Bankenaufsicht in der Europäischen Union
4.4 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
4.5 Basel II
4.5.1 Allgemein
4.5.2 Anforderungen an Ratings
4.5.3 Mindesteigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken (Pillar I)
4.5.3.1 Bisherige gesetzliche Regelung (Basel I)
4.5.3.2 Neuerungen durch Basel II
4.5.4 Eigenkapitalanforderungen für Länderrisiken
4.5.5 Kritik an der Neuregelung der Eigenkapitalübereinkunft
4.5.6 Auswirkungen von Basel II
5 Schlußbemerkung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es aufzuzeigen, inwieweit sich die neuen Basler Eigenkapitalvorschriften (Basel II) für Länderrisiken auf die derzeit geltende Eigenkapitalunterlegung von Banken auswirken werden, wobei die These vertreten wird, dass österreichische Banken ihr Eigenkapital aufgrund der regulatorischen Änderungen erhöhen müssen.
2.4.1.1 Binnenwirtschaftliche Indikatoren
Bruttoinlandsprodukt
Die absolute Höhe des Bruttoinlandsproduktes kann Aufschluß über das Wirtschaftspotential eines Staates geben. Dieses beeinflußt die Nachfrage nach Auslandskrediten, die Verschuldungsmöglichkeiten und die Schuldendienstfähigkeit erheblich. Im allgemeinen steigt mit zunehmender Höhe des Bruttoinlandsproduktes die Nachfrage nach Auslandskrediten. Kreditgeber wiederum sind eher gewillt, Debitoren mit größerem Wirtschaftspotential Darlehen einzuräumen. 47
Pro-Kopf-Einkommen
Dieser fast immer verwendete Indikator soll die wirtschaftliche Leistungskraft eines Landes abbilden, worin sich als Ergebnis die bisherige Entwicklung der Volkswirtschaft auf den verschiedenen Wirtschaftssektoren, der Infrastruktur und des Bildungswesens widerspiegelt. Angenommen wird, dass das Länderrisiko um so höher ist, je geringer das BIP pro Kopf ist.48
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der internationalen Kreditvergabe und die Rolle von Länderrisiken sowie der Basler Eigenkapitalvorschriften vor und umreißt den Aufbau der Arbeit.
2 Länderrisiko: Dieses Kapitel definiert verschiedene Risikokomponenten im Bankgeschäft, analysiert Indikatoren zur Risikobeurteilung, diskutiert das Problem der Immunität souveräner Staaten und nutzt die Asienkrise als anschauliches Beispiel.
3 Rating: Hier werden Definitionen, Prozesse und die Bedeutung von Ratings sowie die Arbeitsweise und Kritikpunkte an Ratingagenturen detailliert erörtert.
4 Bankaufsichtsrechtliche Eigenkapital-Vorschriften: Dieses Kapitel beleuchtet den Zweck und die Entwicklung bankaufsichtlicher Anforderungen, insbesondere den Übergang von Basel I zu den neuen Vorschriften von Basel II und deren Auswirkungen.
5 Schlußbemerkung: Im letzten Kapitel werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst und die Schlussfolgerung gezogen, dass eine Erhöhung der Eigenkapitalunterlegung für österreichische Banken infolge von Basel II wahrscheinlich ist.
Länderrisiko, Bankenaufsicht, Eigenkapitalunterlegung, Basel II, Credit Rating, Ratingagenturen, Kreditrisiko, Sovereign Default, Asienkrise, Banken, Finanzmärkte, Risikomanagement, Risikogewichtung, Bonität
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen von Länderrisiken, insbesondere in Verbindung mit Ratings, auf die Anforderungen an die Eigenkapitalunterlegung für Banken gemäß den neuen Basler Richtlinien (Basel II).
Zentrale Themen sind Länderrisikoanalysen, das Ratingwesen durch spezialisierte Agenturen, die bankaufsichtlichen Eigenkapitalnormen sowie deren Einfluss auf die Kreditvergabe.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Basel II die Kapitalunterlegung beeinflusst, mit der Hypothese, dass österreichische Banken ihr Eigenkapital in Zukunft erhöhen müssen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zur Risikobeurteilung und regulativen Anforderungen sowie einer vergleichenden Betrachtung verschiedener Rating-Methodiken und deren Auswirkungen auf die Kapitalvorgaben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Länderrisiken, die Beschreibung des Ratingprozesses, die Erläuterung bankaufsichtlicher Vorschriften und eine Analyse der Auswirkungen von Basel II.
Länderrisiko, Basel II, Credit Rating, Eigenkapitalunterlegung und Finanzmärkte sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Sie werden unterteilt in wirtschaftliche und politische Risiken, wobei spezifische Unterkategorien wie Transferrisiko, Hoheitsrisiko (Sovereign Risk) und die Zahlungsunfähigkeit bzw. -unwilligkeit eines Staates differenziert werden.
Sie dient als exemplarisches Fallbeispiel für "sovereign defaults", um die Grenzen der Länderrisikoanalyse und die Schwierigkeiten bei der Prognose von Krisen durch Banken und Ratingagenturen aufzuzeigen.
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