Diplomarbeit, 2006
168 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Themenwahl
1.2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2. Begriffliche Abgrenzungen und Grundlagen
2.1. Vorstellung der Kreditinstitute in Deutschland
2.1.1. Definition Kreditinstitut
2.1.2. Volkswirtschaftliche Bedeutung von Kreditinstituten
2.1.3. Bankenaufsicht
2.1.3.1. Deutsche Bundesbank
2.1.3.2. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
2.1.4. Überblick über das Bankensystem in Deutschland
2.1.5. Entwicklungstendenzen im deutschen Bankwesen
2.2. Vorstellung der Internen Revision
2.2.1. Definition Interne Revision
2.2.2. Notwendigkeit und organisatorische Eingliederung
2.2.3. Interne Revision als zentrales Element der Corporate Governance
2.2.3.1. Einordnung in das System der Corporate Governance
2.2.3.2. Einordnung in das Risikomanagementsystem
2.2.3.2.1. Internes Überwachungssystem
2.2.3.2.2. Controlling
2.2.3.2.3. Frühwarnsystem
2.2.4. Aufgaben der Internen Revision
2.2.4.1. Prüfungsaufgaben
2.2.4.2. Beratung
2.2.5. Grundsätze der Berufsausübung
2.2.5.1. Kodex der Berufsethik
2.2.5.2. Standards für die berufliche Praxis
2.2.5.3. IIR – Revisionsstandards
2.3. Zwischenfazit
3. Bankenaufsichtsrechtliche Vorgaben durch die MaRisk an die Interne Revision
3.1. Vorstellung der MaRisk
3.1.1. Anwenderkreis
3.1.2. Ziele
3.1.3. Begrifflichkeiten
3.1.4. Struktur
3.2. Generelle bankinterne Voraussetzungen für die Interne Revision
3.2.1. Organisationsrichtlinien
3.2.2. Ressourcen
3.3. Rahmenvorgaben für die Ausgestaltung der Internen Revision
3.3.1. Aufgabenerfüllung
3.3.1.1. Tätigkeitsbereiche
3.3.1.2. Risikoorientierter Prüfungsansatz
3.3.2. Grundsätze
3.3.3. Prüfungsdurchführung
3.3.3.1. Prüfungsplanung
3.3.3.2. Sonderprüfungen
3.3.3.3. Prüfungspflicht bei Auslagerungen
3.3.3.4. Berichtspflicht
3.3.3.5. Reaktion auf festgestellte Mängel
3.3.3.6. Dokumentation und Aufbewahrung der Revisionsunterlagen
3.3.4. Outsourcing
3.3.5. Konzernrevision
3.4. Zwischenfazit
4. Anregungen für eine effiziente und effektive Interne Revision im deutschen Bankgewerbe
4.1. Vorbemerkungen
4.2. Ausgewählte Ansatzpunkte für eine zeitgemäße Prüfungstätigkeit
4.2.1. Prozessorientierung in der Revisionstätigkeit
4.2.1.1. Verbindung von risikoorientiertem Prüfungsansatz und Prozessorientierung
4.2.1.2. Praxisrelevante Aspekte der Prüfungsplanung
4.2.1.2.1. Praxisbeispiel: Risiko- und prozessorientierte Prüfungsplanung
4.2.1.2.2. Planung des Revisionsablaufs
4.2.1.3. Systemprüfungen im Rahmen des risiko- und prozessorientierten Prüfungsansatzes
4.2.1.3.1. Begriff der Systemprüfung
4.2.1.3.2. Aufbau einer Systemprüfung
4.2.1.3.3. Ablauf von Systemprüfungen am Beispiel des Kreditgeschäfts
4.2.2. Self-Auditing als Prüfungsinstrument
4.2.2.1. Phasen eines Self-Audit
4.2.2.2. Ziele und Einschränkungen
4.2.3. Einsatz revisionsunterstützender Software
4.2.3.1. Effizienzpotenzial
4.2.3.2. Anforderungen
4.2.3.2.1. Allgemeine Anforderungen
4.2.3.2.2. Anforderungen aus der Praxis
4.2.4. Erfolgsorientierte Kommunikation
4.2.4.1. Kommunikation zwischen Prüfer und Geprüftem
4.2.4.1.1. Darstellung des bestehenden Spannungsfeldes
4.2.4.1.2. Aufbau eines Vertrauensverhältnisses
4.2.4.1.3. Schaffung eines positiven Gesprächsklimas
4.2.4.1.4. Partnerorientierte Gesprächsführung
4.2.4.2. Berichterstattung
4.3. Erbringung interner Beratungsleistungen
4.3.1. Allgemeine Betrachtung der Beratungsfunktion
4.3.2. Voraussetzungen
4.3.3. Beratungspotenzial der Internen Revision
4.3.3.1. Nutzeneffekte interner Beratungsleistungen
4.3.3.2. Vorteile gegenüber externen Beratern
4.3.4. Problemfelder bei der Übernahme interner Beratungsaufgaben
4.3.5. Integratives Prüfungs- und Beratungskonzept
4.3.6. Praxisbeispiel: Landesbank Baden-Württemberg
4.4. Zusammenarbeit mit internen und externen Institutionen
4.4.1. Vorüberlegungen
4.4.2. Mögliche Kooperationen
4.4.3. Kooperation mit dem Controlling am Beispiel operationeller Risiken
4.4.3.1. Bankinterne Bedeutung der operationellen Risiken
4.4.3.2. Praktische Aspekte der Zusammenarbeit
4.5. Qualitätsmanagement
4.6. Wissensmanagement
4.6.1. Begriffsbestimmungen und notwendige Voraussetzungen
4.6.2. Zielsetzungen
4.6.3. Möglichkeiten der Realisierung und praktischer Nutzen
4.7. Outsourcing von Innenrevisionsleistungen
4.7.1. Kritische Betrachtung des Outsourcings
4.7.2. Überlegungen zur Realisierung in der Bankpraxis
4.7.3. Erfahrungsbericht
4.8. Weitere innovative Möglichkeiten
4.8.1. Revisionsmarketing
4.8.2. Einbindung in die innerbetriebliche Aus- und Fortbildung
4.8.3. Interne Revision als kompetenter Ansprechpartner
4.8.4. Intranet-Auftritt der Internen Revision
4.8.5. Peer Review
4.9. Zwischenfazit
5. Fazit
6. Schlussbetrachtung
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Internen Revision in deutschen Kreditinstituten vor dem Hintergrund der aufsichtsrechtlichen Vorgaben der MaRisk. Ziel ist es, unter Berücksichtigung dieser regulatorischen Rahmenbedingungen konkrete Lösungsansätze zu entwickeln, um die Revisionsfunktion in der Praxis effizienter und effektiver zu gestalten und einen über die reine Prüfungstätigkeit hinausgehenden Mehrwert für das Kreditinstitut zu schaffen.
4.2.1.1. Verbindung von risikoorientiertem Prüfungsansatz und Prozessorientierung
Aufgrund der begrenzten Kapazitäten der Innenrevision und der zunehmenden Komplexität der Geschäftsaktivitäten der Banken hat der risikoorientierte Prüfungsansatz in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2000 wurde die Risikoorientierung bei der Prüfungsplanung und -durchführung dann schließlich durch die MaIR aufsichtsrechtlich vorgegeben. In den aktuellen MaRisk aus dem Jahr 2005 wird ebenfalls mit Nachdruck bereits in dem dazugehörigen Übermittlungsschreiben der BaFin darauf hingewiesen, dass Prüfungen ein risikoorientierter Prüfungsansatz zugrunde zu legen ist.
Allerdings weist die alleinige Anwendung eines risikoorientierten Prüfungsansatzes Defizite auf. Eine bedeutende Schwäche tritt bei der Einschätzung der inhärenten Risiken und der Kontrollrisiken in Erscheinung. Diese werden zum überwiegenden Teil anhand vergangenheitsbezogener Kriterien beurteilt. Neben dieser Vergangenheitsbezogenheit ist eine weitere Schwäche der reinen Risikoorientierung in der isolierten Betrachtung einzelner Kontrollen zu sehen. Darunter ist zu verstehen, dass der Revisor die eingerichteten Kontrollen nicht entlang eines gesamten Geschäftsprozesses prüft, sondern nur für einzelne Teilbereiche. Der gesamte innerbetriebliche Ablauf eines Geschäftes von der Entstehung bis zur Auswirkung im Rechnungswesen ist ihm somit nicht bekannt.
Aufgrund der hier aufgeführten Schwächen wird in der Literatur die Empfehlung ausgesprochen, den risikoorientierten Prüfungsansatz um eine Prozessorientierung zu ergänzen. Das ausschlaggebende Kriterium bei der Prozessbetrachtungsweise ist die „Abkehr von der funktionalen Trennung der Tätigkeiten und Abläufe im Sinne der Taylorschen Arbeitsteilung“. Auf den Prüfungsansatz bezogen bedeutet dies, dass nicht mehr ein Geschäftsbereich oder eine Abteilung, sondern ein gesamter Geschäftsprozess geprüft wird.
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Themenwahl, den Aufbau und die Zielsetzung der Diplomarbeit von Clemens-Matthias Groß im Kontext seiner praktischen Erfahrungen im Bankenbereich.
2. Begriffliche Abgrenzungen und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Kreditinstitut und Interne Revision, erläutert die regulatorische Rolle der Bankenaufsicht und ordnet die Revision in das Corporate Governance- und Risikomanagementsystem ein.
3. Bankenaufsichtsrechtliche Vorgaben durch die MaRisk an die Interne Revision: Es werden die Anforderungen der MaRisk detailliert dargestellt, insbesondere im Hinblick auf die organisatorischen Voraussetzungen, die Prüfungsplanung, Berichtspflichten sowie Aspekte der Auslagerung.
4. Anregungen für eine effiziente und effektive Interne Revision im deutschen Bankgewerbe: Der Hauptteil der Arbeit bietet praktische Anregungen zur Steigerung der Revisionsqualität, insbesondere durch Prozessorientierung, Self-Auditing, Wissensmanagement und eine erfolgsorientierte Kommunikation mit den Prüfungspartnern.
5. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont die Rolle der Internen Revision als wertschöpfendes Instrument, das durch zielgerichtete Ausgestaltung trotz schwieriger Marktbedingungen einen hohen Nutzen für Kreditinstitute stiften kann.
6. Schlussbetrachtung: Der Ausblick resümiert die Bedeutung der Literaturrecherche und betont, dass eine erfolgreiche Optimierung der Revisionsfunktion durch menschliches Handeln und unternehmerisches Denken maßgeblich vorangetrieben werden muss.
Interne Revision, Kreditinstitute, MaRisk, Risikomanagement, Prüfungstätigkeit, Prozessorientierung, Internal Consulting, Unternehmensüberwachung, Corporate Governance, Wissensmanagement, Outsourcing, Self-Auditing, Prüfungsplanung, Berichterstattung, Kommunikation.
Die Arbeit analysiert die Rolle und Aufgaben der Internen Revision in deutschen Kreditinstituten und entwickelt Vorschläge, wie diese Funktion unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen effizienter und effektiver gestaltet werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die aufsichtsrechtlichen Grundlagen (insbesondere MaRisk), moderne Prüfungsmethoden wie Prozessorientierung und Self-Auditing, sowie die beratende Rolle und Kommunikation der Internen Revision.
Das Ziel ist es, der Internen Revision Instrumente und Strategien an die Hand zu geben, um über die reine Kontrollaufgabe hinaus einen tatsächlichen Mehrwert für den Unternehmenserfolg des Kreditinstituts zu generieren.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche und der Auswertung aufsichtsrechtlicher Vorschriften (MaRisk), angereichert durch praktische Einblicke und Erfahrungswerte aus dem Bankwesen.
Der Hauptteil widmet sich konkreten Umsetzungsvorschlägen für eine zeitgemäße Revisionsarbeit, darunter die Prozessorientierung, der Einsatz spezieller Software, Erfolgsfaktoren der Kommunikation und die Bedeutung von Wissensmanagement.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interne Revision, MaRisk, Risikomanagement, Prozessorientierung, Bankenaufsicht und Unternehmensüberwachung charakterisieren.
Die MaRisk fordern von Kreditinstituten ein ordnungsgemäßes Risikomanagement und verpflichten die Interne Revision zu einem risikoorientierten Prüfungsansatz, wodurch sie deren Bedeutung für die Gesamtbank entscheidend aufgewertet haben.
Die Revision kann ihre tiefen Einblicke in Geschäftsprozesse nutzen, um beratend zur Seite zu stehen, wobei sie darauf achten muss, ihre Unabhängigkeit durch klare Abgrenzung und Dokumentation zu wahren.
Zu den Herausforderungen gehören Informationsbeschaffungsnachteile, die Gefahr der Abhängigkeit vom externen Anbieter und der potenzielle Verlust an eigenem Know-how für den Führungsnachwuchs.
Durch den Aufbau eines partnerschaftlichen Vertrauensverhältnisses, ein aggressionsfreies Gesprächsklima und die Berücksichtigung psychologischer Aspekte kann die Zusammenarbeit von einem "Gegeneinander" zu einem konstruktiven "Miteinander" gewandelt werden.
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