Examensarbeit, 2004
94 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. SACHANALYSE DER SCHWARZEN KUNST
2.1 SCHREIBEN UND DRUCKEN VOR GUTENBERG
2.1.1 Die Entwicklung in Asien
2.1.2 Die Entwicklung in (Mittel-)Europa
2.1.3 Klösterliche Schreibstuben und weltliche Schreibwerkstätten
2.1.4 Holzschnitt und Blockbuch
2.1.5 Kupferstiche
2.2 GUTENBERG UND SEINE ERFINDUNG
2.2.1 Gutenbergs Jugend
2.2.2 Gutenberg in Straßburg
2.2.3 Gutenberg zurück in Mainz
2.2.4 Seine Erfindung
2.3 AUSBREITUNG UND FOLGEN DES BUCHDRUCKS
2.3.1 Warum Johannes Gutenberg, warum zu dieser Zeit?
2.3.2 Ausbreitung und Entwicklung des Buchdrucks in der Inkunabelzeit
2.3.3 Kirchliche Zensur und Reformation
2.3.4 Weitere Nutznießer und Anwendungsgebiete der Buchdruckerkunst
2.3.5 Die (technische) Entwicklung bis heute
3. HISTORISCHES LERNEN IN DER GRUNDSCHULE
3.1 FÖRDERUNG DES GESCHICHTSBEWUSSTSEINS IN DER SCHULE
3.2 VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS HISTORISCHE LERNEN IN DER GRUNDSCHULE
3.3 LERNEN DURCH ENTDECKEN
3.4 DIDAKTISCHE ASPEKTE DER VERGANGENHEITS-, GEGENWARTS- UND ZUKUNFTSBEZÜGE IM GESCHICHTSUNTERRICHT
3.5 DIE AUSWAHL VON LERNINHALTEN
4. LERNEN AN STATIONEN
4.1 DEFINITION
4.2 MERKMALE DES STATIONENLERNENS
4.3 DIE UNTERRICHTSPHASEN DES STATIONENLERNENS
4.4 ORGANISATION VON STATIONENARBEIT
4.5 ARBEITSAUFTRÄGE UND GESTALTUNG DER STATIONEN
4.6 DER LAUFZETTEL
4.7 UNTERSCHIEDLICHE ARTEN VON STATIONENLERNEN
4.8 CHANCEN UND GRENZEN DER STATIONENARBEIT
5. DIDAKTISCHE REDUKTION UND SCHWERPUNKTSETZUNG
5.1 STATION: SCHREIBEN WIE IM MITTELALTER
5.2 STATION: KARTOFFELDRUCK
5.3 STATION: GUTENBERG – DER ERFINDER DES BUCHDRUCKES
5.4 STATION: DIE SCHWARZE KUNST
5.5 STATION: EIN BUCH ENTSTEHT
5.6 ZUSATZSTATION: BRETTSPIEL
6. MATERIALAUSWAHL UND AUFBEREITUNG DER MATERIALIEN
6.1 STATION: SCHREIBEN WIE IM MITTELALTER
6.2 STATION: KARTOFFELDRUCK
6.3 STATION: GUTENBERG – DER ERFINDER DES BUCHDRUCKS
6.4 STATION: DIE SCHWARZE KUNST
6.5 STATION: EIN BUCH ENTSTEHT
6.6 ZUSATZSTATION: BRETTSPIEL
7. PRÄSENTATION DER ERGEBNISSE
8. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Geschichte und Bedeutung der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg für den Sachunterricht in der Grundschule didaktisch aufzubereiten und als Unterrichtseinheit in der offenen Lernform "Lernen an Stationen" zu konzipieren.
2.2.4 Seine Erfindung
Wie man der Lebensgeschichte von Johannes Gutenberg entnehmen kann, war die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Einzelbuchstaben das Ergebnis von jahrelanger Arbeit. Vielleicht hat sich Gutenberg davon inspirieren lassen, dass bereits seit mehreren Jahren Buchtitel mit einzelnen Buchstabenstempeln in die meist ledernen Bucheinbände gedruckt wurden – man weiß es nicht. Aus heutiger Sicht wirkt seine Erfindung vielleicht nicht so spektakulär wie beispielsweise die Erfindung des Telefons durch Graham Bell. Versetzt man sich allerdings zurück in das 15. Jahrhundert, eine Zeit, in der die handgeschriebenen Bücher wahre Meisterwerke und noch immer etwas Besonderes waren, wird man erkennen, was für ein ehrgeiziges Ziel es war, diese Meisterwerke nicht mehr per Hand, sondern in Massenanfertigung herstellen zu wollen. Noch weniger als über Gutenbergs Leben sind Aufzeichnungen über seine Erfindung oder über die von ihm verwendeten Materialien bekannt, daher beruhen alle Angaben über diese technische Seite auf Auswertungen und Analysen der Papiere und Farben in den Gutenberg zugeschriebenen Drucken und auf den uns bekannten Errungenschaften, die zu seiner Zeit vorhanden waren.
Gutenberg konnte bei seinen Versuchen sicherlich auf einige bereits bestehende, für das Drucken unabdingbare Produktionsmittel zurückgreifen und darauf aufbauen. So wurden bei der Holzschnitt- und Kupferstichtechnik bereits Farbzusammenmischungen verwendet, die sich vom Grunde her zum Drucken eigneten. Es ist aber anzunehmen, dass Gutenberg einige Versuche unternommen hat, bis die Konsistenz der Druckfarbe so war, dass sie in getrockneter Form nicht durch das Papier durchschien. Die hohe Qualität der von Gutenberg verwendeten Druckerschwärze wird dadurch belegt, dass bis zum heutigen Tage keinerlei Gelbfärbungen um die gedruckten Buchstaben entstanden sind, was bei späteren Druckwerken aus dem 17. und 18. Jahrhundert öfter vorkommt. Im Zusammenhang mit der Druckfarbe stellte sich dann auch die Problematik einer gleichmäßigen Farbverteilung auf dem Drucksatz.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Alltäglichkeit heutiger Bücher und kontrastiert diese mit der historischen Kostbarkeit von Büchern vor der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg.
2. SACHANALYSE DER SCHWARZEN KUNST: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte historische Untersuchung über die Techniken vor Gutenberg, das Leben des Erfinders und die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen des Buchdrucks.
3. HISTORISCHES LERNEN IN DER GRUNDSCHULE: Hier wird die theoretische Basis für Geschichtsunterricht an Grundschulen gelegt, wobei insbesondere die Entwicklung des Geschichtsbewusstseins und die Relevanz des entdeckenden Lernens thematisiert werden.
4. LERNEN AN STATIONEN: Dieses Kapitel führt in die methodische Unterrichtsform "Lernen an Stationen" ein, erläutert deren Merkmale, Phasen und Organisation sowie die damit verbundenen pädagogischen Chancen und Grenzen.
5. DIDAKTISCHE REDUKTION UND SCHWERPUNKTSETZUNG: Hier wird die praktische Umsetzung des Themas in eine fiktive Unterrichtseinheit für die 4. Klasse dargelegt, inklusive der didaktischen Konzeption einzelner Stationen.
6. MATERIALAUSWAHL UND AUFBEREITUNG DER MATERIALIEN: Dieses Kapitel beschreibt konkret die für die Stationen benötigten Materialien und die methodische Aufbereitung für eine möglichst selbstständige Arbeit der Schüler.
7. PRÄSENTATION DER ERGEBNISSE: Hier wird erläutert, wie die Lernenden ihre erarbeiteten Ergebnisse im Anschluss an die Stationsarbeit strukturieren, präsentieren und reflektieren können.
8. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert die Bedeutung der Gutenbergschen Erfindung für die moderne Gesellschaft und unterstreicht die Eignung des Themas für den Grundschulunterricht.
Johannes Gutenberg, Buchdruck, schwarze Kunst, Inkunabelzeit, historisches Lernen, Grundschule, offener Unterricht, Lernen an Stationen, Bleilettern, Medienrevolution, Bildungsgeschichte, Unterrichtseinheit, Sachunterricht, Buchherstellung, Mediendidaktik
Die Arbeit behandelt die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg, seine geschichtlichen Auswirkungen sowie die didaktische Konzeption einer Unterrichtseinheit für Grundschüler zum Thema "Buchdruck".
Die zentralen Felder sind die historische Sachanalyse des Buchdrucks, die Theorie des historischen Lernens in der Grundschule und die praktische Anwendung des "Lernens an Stationen" als offene Unterrichtsform.
Das Ziel ist zu zeigen, wie ein historisch komplexes Thema wie der Buchdruck unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Voraussetzungen methodisch fundiert in der Grundschule vermittelt werden kann.
Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die eine historische Sachanalyse mit fachdidaktischen Theorien verbindet, um daraus ein konkretes, handlungsorientiertes Unterrichtsmodell abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung der "Schwarzen Kunst", die Darstellung der Theorie historischen Lernens, die methodische Erläuterung des Lernens an Stationen und die konkrete Planung der Unterrichtseinheit inklusive der Materialien.
Die Arbeit wird am besten charakterisiert durch Begriffe wie Johannes Gutenberg, Buchdruck, historisches Lernen, Grundschule, Lernen an Stationen und handlungsorientierter Unterricht.
Der Kartoffeldruck ermöglicht den Kindern einen handlungsorientierten, begreifbaren Zugang zum Prinzip des Hochdrucks und der Spiegelschrift, was den Druckvorgang Gutenbergs auf einfacher Ebene erfahrbar macht.
Die Auseinandersetzung mit der Spiegelschrift ist ein zentrales Element, da sie das Verständnis für die technische Schwierigkeit des Setzens von Bleilettern in der damaligen Zeit fördert und die Feinmotorik der Kinder schult.
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