Diplomarbeit, 2007
94 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Motivation, Arbeitshypothese und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Unternehmensberatung
2.1 Historische Entwicklung und Definition
2.2 Klassifizierung von Unternehmensberatung
2.2.1 Klassische Unternehmensberatung
2.2.2 Alternative Beratungsansätze
3 Unternehmensberatung bei KMU
3.1 Charakterisierung von KMU
3.1.1 Betriebswirtschaftliche Charakterisierung
3.1.2 Qualitative Abgrenzungsmerkmale
3.2 Interviews – Unternehmensberatung aus der Sicht von KMU
3.2.1 Interview 1
3.2.2 Interview 2
3.2.3 Interview 3
3.2.4 Interview 4
3.3 Perspektiven der Unternehmensberatung für KMU
4 Ein Wissensmanagement-gestütztes Unternehmensberatungskonzept für kleine und mittlere Unternehmen
4.1 Problemkanalisierung im Kontext von Wissen
4.2 Wissensmanagement im Kontext
4.3 Inhalte und Methoden der Unternehmensberatung
4.3.1 Methoden der Analyse
4.3.2 Methoden der Problemlösung (Sollkonzepterstellung)
4.4 Kostensenkende Beratungsansätze
4.4.1 Lean Consulting
4.4.2 Template-driven Consulting
4.5 Wissensmanagement-gestützte Beratungskonzeption
4.5.1 Standardisierung der Beratung
4.5.2 Subscription-Modell
4.5.3 Leistungen
4.5.4 Beraternetzwerk
4.5.5 IT-Unterstützung
4.5.6 Fallstricke
4.5.7 Ausblicke
5 Nachbetrachtung und Schluss
5.1.1 Grenzkostenbetrachtung
5.1.2 Schluss
6 Anhang
6.1 Leitfaden für die Interviews
6.2 Strukturierte Abfrageergebnisse
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Hypothese zu überprüfen, dass kleine Unternehmen aufgrund hoher Kosten und Intransparenz der Beratungsleistung selten externe Hilfe in Anspruch nehmen, und ein Wissensmanagement-gestütztes Beratungsmodell mit minimierten Grenzkosten zu entwickeln.
4.4.1 Lean Consulting
Lean Consulting, ein Ansatz, der von Christel Niedereichholz propagiert wird, „(...) ist eine Vorgehensweise, die betriebswirtschaftlich-inhaltliche Expertise mit den theoretischen Grundlagen der Organisationstheorie, bzw. Organisationsentwicklung verknüpft und in erster Linie für Einzelberater geeignet ist.“ Es ist eine Beratungsmethode und ein Beratungsprodukt, das für unterschiedliche Klientengruppen angepasst werden kann. „Dieses Produkt ist hochentwickelt, wird ständig weiter gepflegt und ist durch selbsterstellte Softwareprogramme unterlegt.“
Die Besonderheit besteht darin, dass der gesamte Analyseteil eines bewährten Beratungsprodukts der Strategieberatung auf den Klienten übertragen wird. Der Berater erläutert zu diesem Zweck seinem Auftraggeber einen Analyseleitfaden, der unter anderem auch die klassischen Checklisten zur Umfeld- und Unternehmensanalyse enthält. Die Mitarbeiter des Auftraggebers führen die Analyse nach diesem Leitfaden selbst durch.
Auf Basis der durchgeführten Analyse werden in Workshops Maßnahmen erarbeitet und ein Umsetzungsplan festgelegt. Drei bis vier Monate später erfolgt eine eintägige Fortschrittskontrolle, bei der im Bedarfsfall Korrekturmaßnahmen und Terminänderungen vorgenommen werden können. Nach einem Jahr wird das so erarbeitete Konzept gemeinsam fortgeschrieben.
„Die Vorteile des Lean Consulting liegen auf der Hand: Es fallen nur wenige Tagewerke für den externen Berater an, damit werden die Kosten der Beratung stark minimiert. Alle Betroffenen werden zu Beteiligten und Informierten gemacht, dadurch entstehen keine Akzeptanzprobleme. Die Realisierung beginnt sofort. Die Fortschrittskontrollen stellen sicher, dass keine der beschlossenen Maßnahmen versandet. Die jährlichen Fortschreibungen sichern die Kundenbindung und Nachhaltigkeit.“
1 Einleitung: Die Motivation und Zielsetzung werden dargelegt, wobei die Hypothese aufgestellt wird, dass Kosten und Intransparenz KMU von Beratungsleistungen abhalten.
2 Unternehmensberatung: Es wird die historische Entwicklung, die Definition und eine Kategorisierung der Unternehmensberatung vorgenommen.
3 Unternehmensberatung bei KMU: KMU werden betriebswirtschaftlich und qualitativ charakterisiert, ergänzt durch Interviews mit Geschäftsführern über deren Sicht auf Beratung.
4 Ein Wissensmanagement-gestütztes Unternehmensberatungskonzept für kleine und mittlere Unternehmen: Hier wird ein neues Beratungskonzept entwickelt, das Methoden wie Lean Consulting und Subscription-Modelle integriert.
5 Nachbetrachtung und Schluss: Es erfolgt eine Grenzkostenbetrachtung des neuen Modells im Vergleich zu konventionellen Ansätzen und ein abschließendes Resümee.
6 Anhang: Enthält den Leitfaden für die Interviews und die strukturierten Abfrageergebnisse.
Unternehmensberatung, KMU, Wissensmanagement, KMU-Beratung, Grenzkosten, Lean Consulting, Template-driven Consulting, Subscription-Modell, Prozessberatung, Organisationsentwicklung, Systemische Beratung, Unternehmensbegleitung, Kundenwissen, Beratungseffizienz, KMU-Herausforderungen
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den Einsatz von Wissensmanagement-Methoden effizienter und kostengünstiger gestaltet werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Charakterisierung von KMU, der Analyse bestehender Beratungsansätze sowie der Entwicklung innovativer Konzepte wie Lean Consulting und Subscription-Modellen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Beratungsmodells, das minimierte Grenzkosten aufweist, um kleinen Unternehmen einen besseren Zugang zu professioneller Unterstützung zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und führt ergänzend eine qualitative empirische Untersuchung mittels Interviews mit KMU-Eigentümern durch.
Der Hauptteil analysiert die KMU-spezifischen Herausforderungen und erarbeitet darauf aufbauend eine Wissensmanagement-gestützte Beratungskonzeption inklusive Instrumenten wie standardisierten Methoden und IT-Unterstützung.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensberatung, KMU, Wissensmanagement, Lean Consulting, Subscription-Modell, Grenzkostenminimierung und Unternehmensbegleitung.
Das vorgeschlagene Modell zielt auf eine langfristige „Unternehmensbegleitung“ statt einmaliger Problemlösung ab, delegiert Analyseaufgaben an den Kunden und nutzt standardisierte Templates zur Kostenreduktion.
IT-Systeme wie CKM-Systeme und Kollaborationsplattformen sind zentral, um Wissensprozesse zu standardisieren, Dokumentation effizient zu speichern und die Zusammenarbeit zwischen Berater und Kunde zu unterstützen.
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