Diplomarbeit, 2006
162 Seiten, Note: 1
1. Einleitung und Problemstellung
2. Kind Sein
2.1 Kindheit im Wandel
2.1.1 Lloyd deMauses Evolution der Kindheit
2.1.2 Kindheit heute
2.2 Geistige Entwicklung des Kindes
2.2.1 Kognitive Entwicklung nach Jean Piaget
2.2.2 Persönlichkeitsentwicklung nach Erik H. Erikson
2.2.3 Sprachliche und kommunikative Entwicklung
2.2.4 Kindliche Entwicklung im therapeutischen Kontext
3. Krank Sein – im Krankenhaus Sein
3.1 Kranke Kinder
3.1.1 Krankheitskonzepte und Krankheitserleben
3.1.2 Krankheitsbedingte Vorstellungen und Ängste
3.1.3 Kindliche Krankheitsbewältigung
3.1.4 Exkurs: Akute, chronische und lebensbedrohliche Krankheiten
3.2 Kinder im Krankenhaus
3.2.1 Das Kinderkrankenhaus und seine Entwicklung
3.2.2 Die Problematik „Kind im Krankenhaus“
3.2.3 Spezifische Ängste und Bedürfnisse im Krankenhaus
3.2.4 Konzepte und Beispiele zur Verbesserung der Situation
4. Kommunikation mit Kindern im Krankenhaus
4.1 Grundlegende Aspekte der Arzt-Patient-Kommunikation
4.1.1 Die fünf kommunikationspsychologischen Axiome
4.1.2 Sprachloses oder sprachliches Leid?
4.2 „Arzt-Kind-Kommunikation“ – Wo stehen wir?
4.2.1 Der Stand der Forschung – ein Review
4.2.2 Problematiken in der Kommunikationspraxis
4.2.3 Die EACH-Charta – Rechte des Kindes im Krankenhaus
4.3 Ansätze einer „neuen“ Arzt-Kind-Kommunikation
4.3.1 Kommunikation mit und Information von kranken Kindern
4.3.2 Die Rolle der Ärzte und des Pflegepersonals
4.3.3 Die Rolle der Eltern
4.3.4 Das psychosoziale Betreuungskonzept des St. Anna Kinderspitals Wien
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation mit Kindern im Krankenhaus aus einer entwicklungspsychologischen und psychosozialen Perspektive zu begründen und Ansätze für eine qualitativ hochwertige Arzt-Kind-Kommunikation aufzuzeigen.
1. Einleitung und Problemstellung
Der Genesungsfortschritt eines Kindes im Krankenhaus hängt nicht nur vom korrekten Einsatz medizinischer und therapeutischer Maßnahmen, sondern auch von der psychosozialen Betreuung und vom kommunikativen Umgang mit dem jungen Patienten ab. Zu diesem Schluss kommen zahlreiche Autoren aktueller Fachliteratur und auch in journalistischen Publikationen wird der diesbezügliche Handlungsbedarf immer stärker thematisiert. So stellt Topf (1997) beispielsweise fest, dass „[…] eine gute medizinische Aufklärung eine wichtige Voraussetzung für eine aktive Bewältigung der Krankheit ist und dadurch möglicherweise den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann“. Auch Gottschlich (1998) betont den Zusammenhang zwischen Heilung und Kommunikation: „Die kommunikative Begegnung ist Teil des Heilungsprozesses“ und „Gesundheit beruht auf Kommunikation!“ Die deutsche Ärzte Zeitung zitiert den Vorsitzenden des Vereins „Die kleinen Patienten“, Bodo Gentsch: „In einem kindgerechten Umfeld fühlen sich Kinder besser aufgehoben, sie werden schneller gesund und können mitunter früher nach Hause.“
Eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der medizinischen Fachkräfte hat auch im Bereich der Sozialpädiatrie bereits begonnen. So werden die Belastungen, die ein Krankenhausaufenthalt für die Psyche der jungen Patienten darstellt, auch von den Medien aufgegriffen und die psychosozialen Aspekte wie die Mitaufnahme der Mutter/Bezugsperson oder die Unterstützung durch Psychologen werden – wenn auch eher vereinzelt und in kleineren Publikationen oder auf einschlägigen Homepages – öffentlich angesprochen. Es wird die Forderung laut, die spezielle Situation des kranken Kindes anzuerkennen und vor allem in diesem Kontext zu agieren.
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der psychosozialen Betreuung und Kommunikation für den Genesungsprozess von Kindern im Krankenhaus.
2. Kind Sein: Es werden die historische Entwicklung der Kindheit sowie die wesentlichen Stufentheorien der kognitiven und psychischen Entwicklung nach Piaget und Erikson dargestellt.
3. Krank Sein – im Krankenhaus Sein: Dieses Kapitel analysiert das Erleben von Krankheit bei Kindern, ihre spezifischen Ängste und die psychische Belastung durch den Krankenhausaufenthalt.
4. Kommunikation mit Kindern im Krankenhaus: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der kommunikationstheoretische Grundlagen, internationale Studien zum Thema sowie konkrete Ansätze für eine „neue“ Kommunikation beleuchtet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer ganzheitlichen, kindgerechten Kommunikation für den langfristigen Genesungserfolg.
Arzt-Kind-Kommunikation, Krankenhaus, Kindheitsentwicklung, Psychosoziale Betreuung, Kognitive Entwicklung, Jean Piaget, Erik H. Erikson, Krankheitsbewältigung, Copingstrategien, EACH-Charta, Krankenhausaufenthalt, Patientenaufklärung, Psychosoziale Unterstützung, St. Anna Kinderspital, Pädiatrie
Die Arbeit untersucht die kommunikativen Abläufe zwischen medizinischem Personal und hospitalisierten Kindern und wie diese Prozesse durch entwicklungspsychologische und psychosoziale Erkenntnisse optimiert werden können.
Die Arbeit behandelt die kindliche Entwicklung, das Krankheitserleben von Kindern, die Auswirkungen eines Krankenhausaufenthaltes auf die kindliche Psyche sowie Strategien zur Verbesserung der Arzt-Kind-Kommunikation.
Ziel ist es, die Bedeutung einer einfühlsamen und altersgerechten Kommunikation im klinischen Umfeld zu verdeutlichen und auf Basis aktueller Forschung Empfehlungen für eine bessere psychosoziale Versorgung von kranken Kindern abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse internationaler empirischer Studien sowie auf eigenen Experteninterviews mit Psychologen und Kinderärzten.
Der Hauptteil analysiert den aktuellen Stand der Forschung zur Arzt-Kind-Kommunikation anhand von zehn ausgewählten Studien und diskutiert Konzepte zur Verbesserung der Situation, wie etwa die EACH-Charta.
Wichtige Begriffe sind Arzt-Kind-Kommunikation, Kindheit im Krankenhaus, psychosoziale Betreuung, Krankheitsbewältigung und die entwicklungspsychologische Perspektive nach Piaget und Erikson.
Die Einbeziehung der Eltern wird als essentiell angesehen, da sie die wichtigsten Bezugspersonen für das Kind sind und bei korrekter Anleitung eine stabile emotionale Unterstützung im Stresszustand „Krankenhaus“ bieten können.
Clown Doctors tragen dazu bei, durch Humor und Spiel die psychische Blockade und Ängste der Kinder abzubauen, was den Heilungsprozess indirekt fördert und die sterile Krankenhausatmosphäre positiv beeinflusst.
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