Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
2 Allgemeine Grundlagen
2.1 Zum Begriff der Personalarbeit
2.2 Diskriminierung und Ungleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt
2.3 Bisheriger Diskriminierungsschutz im Arbeitsrecht
3 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
3.1 Überblick über das AGG
3.2 Arbeitsrechtliche Begrifflichkeiten des AGG
3.3 Schutz der Beschäftigten vor Benachteiligung
4 Auswirkungen des AGG auf die Personalgewinnung und Personalbetreuung
4.1 Folgen des AGG für die Personalgewinnung
4.1.1 Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung
4.1.2 Besonderheiten des AGG im Rahmen der Personalauswahl
4.2 Folgen des AGG für die Personalbetreuung
4.2.1 ‚Organisationspflichten’ des Arbeitgebers
4.2.1 Entgeltgerechtigkeit zur Schaffung neutraler Entlohnung
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auf die betriebliche Praxis der Personalarbeit. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse, wie sich die neuen gesetzlichen Anforderungen konkret auf die Prozesse der Personalgewinnung sowie der Personalbetreuung auswirken und welche Handlungsnotwendigkeiten sich daraus für Arbeitgeber ergeben.
4.1.1 Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung
Wie in Abschnitt 2.1 bereits erwähnt ist die ‚Stellenausschreibung’ ein wichtiges Instrument der Personalgewinnung sowohl im Rahmen der externen, als auch der internen Personalgewinnung. Sie weist auf eine im Unternehmen neu zu besetzende Stelle hin. Um das Interesse der Bewerber für eine Stelle zu wecken, muss die Stellenausschreibung so gestaltet werden, dass sie „… Aufmerksamkeit bei den Umworbenen erregt … “.
Im Prinzip hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, frei über Inhalt und Struktur der Stellenausschreibung zu bestimmen, solange er die rechtlichen Bestimmungen berücksichtigt. Es ist ihm u.a. freigestellt, über die notwendigen Vorraussetzungen für die zu besetzende Stelle, die nötigen Qualifikationen sowie über notwendige Bewerbungsunterlagen zu entscheiden. Mit Rücksicht auf die Einführung des AGG ergeben sich für den Arbeitgeber allerdings Neuerungen bezüglich der Gestaltung einer Stellenausschreibung. Der § 11 begrenzt die Möglichkeit der freien Gestaltung in dem Sinne, dass ein Arbeitsplatz weder öffentlich noch innerhalb des Betriebes unter Verstoß des § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden darf. Dies bedeutet, dass der Inhalt einer Stellenausschreibung nicht auf eines der in § 1 genannten Merkmale Bezug nehmen darf.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des AGG als Reaktion auf Diskriminierung im Arbeitsleben und umreißt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten der Personalarbeit und analysiert den bisherigen Diskriminierungsschutz im deutschen Arbeitsrecht sowie den aktuellen Stand sozialer Ungleichbehandlung.
3 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Hier werden die Entstehungsgeschichte, die Zielsetzung sowie die zentralen rechtlichen Begrifflichkeiten und Anwendungsbereiche des AGG detailliert dargestellt.
4 Auswirkungen des AGG auf die Personalgewinnung und Personalbetreuung: Das Hauptkapitel untersucht konkret die Folgen des AGG für die Stellenausschreibung, die Personalauswahl, die Organisationspflichten des Arbeitgebers sowie die Gestaltung einer gerechten Entlohnung.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und die Herausforderungen für die Personalarbeit durch die noch ausstehende Rechtsprechung.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Personalarbeit, Personalgewinnung, Personalbetreuung, Diskriminierungsschutz, Stellenausschreibung, Personalauswahl, Organisationspflichten, Entgeltgerechtigkeit, Antidiskriminierung, Arbeitsrecht, Bewerbungsverfahren, Schadensersatz, Rechtsfolgen
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die verschiedenen Prozesse der Personalarbeit in Unternehmen.
Zentrale Themen sind die Personalgewinnung, insbesondere Stellenausschreibungen und Auswahlverfahren, sowie die Personalbetreuung, inklusive Entgeltgestaltung und organisationsrechtlicher Pflichten.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem AGG und der Notwendigkeit eines konsequenten Umdenkens in den Unternehmen bezüglich diskriminierungsfreier Personalprozesse aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse arbeitsrechtlicher Grundlagen sowie der Auswertung aktueller Gesetze und Fachliteratur zur Personalarbeit unter Berücksichtigung des AGG.
Der Hauptteil gliedert sich in die Folgen für die Personalgewinnung, wie die Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung, und die Folgen für die Personalbetreuung, unter anderem durch Organisationspflichten und Anforderungen an eine neutrale Entlohnung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie AGG, Diskriminierungsschutz, Personalgewinnung, Entgeltgerechtigkeit und Beweislastumkehr.
Aufgrund der Beweislasterleichterung des § 22 können Fragen, die sich auf geschützte Merkmale beziehen, schnell als Indiz für eine verbotene Diskriminierung gewertet werden, was das Risiko für den Arbeitgeber massiv erhöht.
Fotos können bereits Informationen über geschützte Merkmale wie Alter, ethnische Herkunft oder Behinderung liefern, was den Verdacht auf diskriminierende Auswahlentscheidungen erhärten kann.
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