Diplomarbeit, 2006
160 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Untersuchungsgegenstand und Relevanz
1.2 Forschungsfragen und Ziel
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Einordnung der internen und mobilen Kommunikation in den Kommunikationsbegriff
2.1 Kommunikation
2.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung
2.1.2 Komponenten im Prozess
2.1.3 Zusammenfassung
2.2 Unternehmensinterne Kommunikation
2.2.1 Begriffsklärung und Abgrenzung
2.2.2 Kommunikationsziele
2.2.3 Informationen
2.2.4 Kommunikationsformen
2.2.5 Kommunikationsbeziehungen
2.2.6 Kommunikationssituation
2.3 Mobilkommunikation
2.3.1 Begriffsklärung und Abgrenzung
2.3.2 Mobile Endgeräte
2.3.3 Technische Grundlagen
2.3.4 Evolution
2.3.5 Zusammenfassung
3 Theoretische Analyse der mobiltelefonischen Kommunikation
3.1 Medienmerkmale
3.1.1 Räumliche Bindung
3.1.2 Zeitliche Bindung
3.1.3 Personalisierung
3.1.4 Kommunikationsformen
3.1.5 Störungsanfälligkeit
3.1.6 Zusammenfassung
3.2 Medienwahl
3.2.1 Selektionsfaktoren
3.2.2 Theorie der Aufgabeneignung
3.2.3 Theorie der medialen Reichhaltigkeit
3.2.4 Bedeutung der Medienwahl
3.2.5 Zusammenfassung
3.3 Kommunikationsrahmen
3.3.1 Beziehungsrahmen
3.3.2 Situationsrahmen
3.3.3 Unternehmensrahmen
3.3.4 Zusammenfassung
3.4 Mediales Kommunikationsverhalten
3.4.1 Mediale Arrangements
3.4.2 Soziale Arrangements
3.4.3 Regeln
3.4.4 Bedeutung
3.4.5 Zusammenfassung
3.5 Mediale Effekte
3.5.1 Effektursachen
3.5.2 Effektsteuerung
3.5.3 Effektarten
3.5.4 Wechselwirkungen
3.6 Fazit – Konsequenzen für die empirische Analyse
4 Empirische Analyse am Fallbeispiel von Führungskräften
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Konkretisierung des Untersuchungsgegenstandes
4.1.2 Konkretisierung der Forschungsfragen
4.1.3 Methodenwahl
4.1.4 Erhebungsinstrument
4.1.5 Stichprobe
4.1.6 Datenerhebung und Datenerfassung
4.1.7 Auswertungsmethode
4.1.8 Zusammenfassung
4.2 Ergebnisse und Interpretation
4.2.1 Bedeutung und Nutzungsnischen des Mobiltelefons
4.2.2 Nutzungsfunktionen des Mobiltelefons
4.2.3 Mediale Arrangements mit der Erreichbarkeit
4.2.4 Soziale Arrangements mit dem Situationsrahmen
4.2.5 Effekte auf die Informationen und Informationsprozesse
4.2.6 Effekte auf die Kommunikationsbeziehungen
4.2.7 Zusammenfassung
4.3 Fazit – Chancen und Risiken
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung
5.2 Kritische Einordnung und Ausblick
Die Arbeit untersucht explorativ, wie Führungskräfte im mittleren Management von Großunternehmen das Mobiltelefon im beruflichen Alltag für die interpersonale Kommunikation nutzen und welche qualitativen Effekte sich daraus für Informationsflüsse und zwischenmenschliche Arbeitsbeziehungen ergeben.
3.1.1 Räumliche Bindung
Ein Mobiltelefon ermöglicht ortsunabhängige Kommunikation. Da es klein und leicht ist, kann es mühelos an jeden Ort getragen werden (vgl. Zobel, 2001, S. 44). Aufgrund umfassend ausgebauter Funknetze hat es dort jederorts technischen Empfang. Menschen sind überall erreichbar und erreichen andere überall (vgl. Höflich/Gebhardt, 2005, S. 7). Mobiltelefonische Kommunikation ist also ubiquitär, d.h. allgegenwärtig verfügbar und nicht an einem stabilen Aufenthaltsort oder gleich bleibenden Bewegungszustand seines Nutzers gebunden. Mobile Telefone befeien historisch erstmals somit zwischenmenschliche Kommunikation von ihrer räumlichen Bindung (vgl. Geser, 2005, S. 43ff.; Freyermuth, 2002, S. 12; Nitschke, 1996, S. 46). Sie ermöglichen dem Menschen, seinen Aktivitätsradius zu vergrößern, seine Handlungen von überall zu koordinieren, zu optimieren und sich so Wege und Zeit zu ersparen (vgl. Freyermuth, 2002, S. 71 f.; Zobel, 2001, S. 75). Arbeitnehmer werden mobiler und flexibler in ihrem Berufsalltag und somit unabhängiger von ihrem Büro (vgl. Stuckenschneider, 2004, S. 10). Das Mobiltelefon hilft besonders in räumlich verteilten Teams und zwischen beliebigen Unternehmensstandorten, räumliche und zeitliche Distanzen schneller zu überbrücken und den inneren Zusammenhalt zu wahren. Benötigte Informationen sind somit nahezu unbeschränkt zugänglich (vgl. Geser, 2005, S. 47; Müller, 2003, S. 209).
Mobile Kommunikation ermöglicht einen völlig neuen Raum- und Zeitbegriff. „Hier ist überall“ und „Jetzt ist jederzeit“ (Müller, 2003, S. 12). Das Mobiltelefon suggeriert, an zwei Orten zugleich anwesend zu sein, doch Menschen sind da und nicht da zugleich. Sie befinden sich in einer „anwesenden Abwesenheit“ (Gergen, 2002, S. 227). Distanzen verschwimmen zu einer virtueller Nähe, die sich in den Köpfen der Menschen emotional festsetzt und sie einander nah fühlen lässt (vgl. Müller, 2003, S. 71).
Da das Mobiltelefon überall genutzt werden kann, erfolgt seine Nutzung – im Gegensatz zum stationären Festnetztelefon – unter wechselnden Kommunikationssituationen. Es gibt inzwischen kaum Orte und Lebensbereiche, die vom Mobiltelefon und somit von unternehmensinterner Kommunikation verschont bleiben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Mobilkommunikation für Unternehmen, definiert den Untersuchungsgegenstand und leitet die Forschungsfragen zur Nutzung und den Effekten im Arbeitsalltag ab.
2 Einordnung der internen und mobilen Kommunikation in den Kommunikationsbegriff: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen und definiert Kernbegriffe wie Kommunikation, Unternehmensinterne Kommunikation und Mobilkommunikation für die weitere Analyse.
3 Theoretische Analyse der mobiltelefonischen Kommunikation: Die theoretische Analyse untersucht mediale Merkmale des Mobiltelefons, Aspekte der Medienwahl sowie Kommunikationsrahmen und verhaltensweisen, um eine Basis für die empirische Untersuchung zu schaffen.
4 Empirische Analyse am Fallbeispiel von Führungskräften: Hier werden das Forschungsdesign und die Ergebnisse der qualitativen Interviews mit Führungskräften des mittleren Managements dargestellt und interpretiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, ordnet diese kritisch ein und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Führungskräfte, Mobilkommunikation, Mobiltelefon, unternehmensinterne Kommunikation, mittleres Management, Nutzungspraktiken, Technikfolgen, Unternehmen, Medienwahl, Arbeitsalltag, Kommunikationsverhalten, Erreichbarkeit, soziale Effekte, Informationsprozesse, Kommunikation.
Die Arbeit analysiert die Rolle und Nutzung des Mobiltelefons durch Führungskräfte im mittleren Management von Großunternehmen und untersucht die daraus resultierenden Konsequenzen für die innerbetriebliche Kommunikation.
Die Themenfelder umfassen die medientheoretischen Grundlagen der Mobilkommunikation, die Einordnung in den unternehmensinternen Kommunikationskontext sowie die Identifikation von Nutzungspraktiken und deren Effekten.
Das Ziel ist es, empirisch zu erforschen, wie Mobiltelefone im Arbeitsalltag für die interpersonale Kommunikation eingesetzt werden und welche qualitativen Auswirkungen ihre Nutzung auf Informationsprozesse und Kommunikationsbeziehungen hat.
Die Untersuchung verfolgt einen qualitativen, explorativen Ansatz durch problemzentrierte Interviews mit 15 Führungskräften, ausgewertet mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Merkmale und Rahmenbedingungen der Mobiltelefonnutzung sowie eine empirische Analyse, die reale Nutzungspraktiken und Strategien der Führungskräfte am Fallbeispiel aufzeigt.
Die zentralen Schlagworte sind Mobilkommunikation, Führungskräfte, unternehmensinterne Kommunikation, Nutzungspraktiken, Medienkompetenz und Erreichbarkeit.
Sie setzen individuelle Filterstrategien ein, priorisieren Anrufe nach Hierarchie und Wichtigkeit und nutzen technische Funktionen wie Mobilbox oder Rufnummernanzeige, um sich vor Überlastung zu schützen.
Nein, es dient eher der ergänzenden Koordination und Vorbereitung; für tiefgreifende strategische Entscheidungen oder den Beziehungsaufbau bleiben persönliche Treffen unverzichtbar.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

