Masterarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Neue Wege für die Straße
1.2 Kurzbeschreibung und Kennzeichen des A-Modells
2 Methodiken der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
2.1 Grundmodelle und –methodiken für die spezielle Anwendung im Bauwesen
2.1.1 Investitionsrechnungsverfahren
2.1.2 Nutzen- Kosten- Untersuchungen
2.2 Untersuchungen im Verkehrsstraßenbau
2.3 Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen im PPP-Prozess im Bereich Hochbau
3 Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei A-Modellen
3.1 Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen im Beschaffungsprozess
3.2 Vergleich von konventionellem und PPP- Herstellungsansatz in Phase II und III
4 Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen als Entscheidungsgrundlage bei A-Modellen
4.1 Tendenzen der Kostenvor- und -nachteile bei einer PPP-Realisierung
4.2 Diskussion des aktuellen Sach- und Meinungsstandes zu A-Modellen
4.3 Abwägungen und Entscheidungen zwischen traditionellem und PPP-Ansatz
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und der Entscheidungsfindung bei A-Modellen (PPP) im deutschen Verkehrsstraßenbau, um die Vorteilhaftigkeit dieser Beschaffungsform gegenüber konventionellen Methoden zu bewerten und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Kapitalwertmethode (Barwertmethode)
dient zur Ermittlung des Kapitalwertes einer Einzelinvestition oder von alternativen Investitionen.
„Der Kapitalwert ist definiert als Differenz der Barwerte von Einnahmen und Ausgabenreihen. Barwerte sind die auf einen gemeinsamen Bezugszeitpunkt ab- oder aufgezinsten Zahlungen.“
Die Ab- oder Aufzinsung erfolgt mittels eines gewählten kalkulatorischen Zinssatzes, und lehnt sich zumeist an den langfristigen Kapitalmarktzins [Anm. des Verf.: Anleihezins oder Kapitalaufnahmezins] an. Sollen zwei oder mehrere Investitionsalternativen untersucht werden, so ist diejenige Alternative am vorteilhaftesten, die den größten Kapitalwert erreicht. Die Formel zur Berechnung des Kapitalwertes lautet:
KW = Summe(t=1 bis n) (Et - At) * vt + RW * vn - AP
wobei Et die periodische Einzahlung, At die periodische Auszahlung, RW der Restverkaufserlös, AP den Anschaffungspreis und vt den Abzinsungsfaktor darstellt.
1 Einführung: Vorstellung des A-Modells im Kontext des zunehmenden Investitionsbedarfs der deutschen Fernstraßeninfrastruktur und der Einführung der LKW-Maut.
2 Methodiken der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen: Detaillierte Darstellung relevanter betriebs- und gesamtwirtschaftlicher Rechenverfahren wie Investitionsrechnungsverfahren und Nutzen-Kosten-Untersuchungen.
3 Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei A-Modellen: Erläuterung der prozessbegleitenden Anwendung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen in den einzelnen Projektphasen eines A-Modells.
4 Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen als Entscheidungsgrundlage bei A-Modellen: Diskussion der tendenziellen Vor- und Nachteile von PPP-Modellen sowie der Entscheidungsfaktoren zwischen traditionellen und PPP-Ansätzen.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Standardisierung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Fernstraßenbausektor.
A-Modell, Public Private Partnership, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Lebenszyklusansatz, Kapitalwertmethode, Nutzen-Kosten-Untersuchung, PSC, Risikoallokation, Straßenbau, Investitionsrechnung, Infrastruktur, Konzessionsvertrag, Wirtschaftlichkeit, Nutzwertanalyse, Verkehrspolitik
Die Arbeit analysiert die Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von sogenannten A-Modellen, einer speziellen Form der Public Private Partnership (PPP) für den Ausbau und Betrieb von Bundesautobahnen in Deutschland.
Zu den Schwerpunkten zählen die methodischen Ansätze zur Wirtschaftlichkeitsrechnung, der spezifische Planungsprozess bei A-Modellen sowie die kritische Abwägung zwischen traditioneller staatlicher Beschaffung und privaten Betreibermodellen.
Ziel ist es, den Weg der Entscheidungsfindung für oder gegen eine A-Modelllösung in der Projektphase II transparent zu machen und Kriterien für eine fundierte wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung methodischer Leitfäden für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen (z.B. nach PPP Task Force) und vergleicht diese mit konventionellen Methoden wie der Kapitalwertmethode und der Nutzwertanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Vergleichsrechnungen, die Anwendung dieser Methoden auf den PPP-Prozess und eine Diskussion über Kostentendenzen sowie Risikoverteilung bei A-Modellen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie PPP, A-Modell, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung (WU), Public Sector Comparator (PSC) und Lebenszyklusansatz geprägt.
Der PSC fungiert als Maßstab, der die Kosten der konventionellen Beschaffung in Eigenregie quantifiziert, um sie als Vergleichsgröße für das private PPP-Angebot heranzuziehen.
Die optimale Verteilung der Projektrisiken zwischen öffentlicher Hand und privatem Partner ist ein entscheidender Faktor für die Kosteneffizienz und die Vermeidung überhöhter Risikozuschläge in den Angeboten.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es an validen, sektorenspezifischen Datenpools für den Straßenbau mangelt, was die Berechnungen in der Praxis häufig auf "Anfangsverdachte mit Annahmewerten" stützt.
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