Diplomarbeit, 2002
102 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Überlegungen
2.1 Potentiale des Internet für Politik und Verwaltung: Information und Interaktion
2.2 E-Government: Definition und Bedeutung
2.2.1 Versuch einer Definition
2.2.1.1 E-Government als virtuelle Administration
2.2.1.2 Erweitertes Verständnis von E-Government
2.2.1.3 E-Democracy
2.2.1.4 E-Governance
2.2.1.5 Behördenportale
2.2.1.6 Festlegung der Begrifflichkeiten:
2.2.2 Vorläufer von E-Government
2.2.2.1 E-Government als Verwaltungsreform im Netz
2.2.2.2 E-Government als Bürgervernetzung
2.2.3 Die Rolle des Bürgers
2.2.3.1 Der Bürger als Kunde
2.2.3.2 Der Bürger als Aktivbürger
2.2.4 Zur Realisation von E-Government
2.2.4.1 Konzeptionen einer virtuellen Verwaltung
2.2.4.2 Konzeptionen von Bürgerbeteiligung durch das Netz
2.2.4.2.1. verbesserte Beteiligungschancen durch mehr Information
2.2.4.2.2. Beteiligung durch Diskussion und Meinungsäußerung
2.2.4.2.3. Beteiligung durch Wahlen im Netz
2.2.5 Chancen und Risiken von E-Government
2.2.5.1 Chancen
2.2.5.2 Risiken
2.3 Anforderungen an staatliche Behördenportale
2.3.1 Anforderungen aus der E-Governance-Perspektive
2.3.2 Anforderungen an eine E-Administration
2.3.3 Anforderungen auf der Perspektive der E-Participation
3 Methodik
3.1 Spezifika der Analyse von Internet-Seiten
3.2 Entwicklung der eigenen Analysekriterien
4 Rahmenbedingungen
4.1 USA
4.2 Großbritannien
4.3 Deutschland
5 Empirische Analyse
5.1 USA
5.2 Großbritannien
5.3 Deutschland
6 Schlussbemerkungen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, inwieweit staatliche Behördenportale als Instrumente des E-Government den Anforderungen an Information, Transaktion und Bürgerbeteiligung (E-Participation) gerecht werden. Durch einen komparativen Ansatz zwischen den USA, Großbritannien und Deutschland wird analysiert, wie diese Staaten das Internet nutzen, um das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürger zu gestalten, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Entwicklung von Partizipationsmöglichkeiten liegt.
2.2.1.1 E-Government als virtuelle Administration
Die elementare Definition von E-Government stammt aus dem verwaltungswissenschaftlichen Bereich und beschränkt sich im allgemeinen auf den Auftritt von Verwaltung im Internet wie etwa Schedler sie favorisiert: „Electronic Government ist eine Organisationsform des Staates, welche die Interaktion und Wechselbeziehungen zwischen dem Staat und den Bürgern, privaten Unternehmungen, Kunden und öffentlichen Institutionen durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien integriert“ (Schedler 2001: 35). Konkret geht es hier um „electronic service delivery“ (ESD) (United Kingdom, Central Information Technology Unit 2000: 6) Als drei zentrale Begriffe gelten hier „Information, Kommunikation und Transaktion im Bereich der öffentlichen Verwaltung“.(PWC Deutsche Revision 2000: 5, ebs. Knechtenhofer 2000: 8 ).
„Hierbei wird die Analogie zwischen E-Government und E-Business deutlich. Auch im Bereich der öffentlichen Verwaltungen wird Effektivität und Effizienz der Organisationsstruktur immer wichtiger (Kalbritzer/Streble2001: 2). Dettling bezeichnet E Government als „digitale Unterstützung aller Kommunikations- und Transaktionsprozesse in der Staatsverwaltung“. Diese beziehe sich nicht nur auf das Verhältnis zwischen Bürger und Verwaltung, (government to citizen, g2c) sondern auch auf das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Verwaltung (government to business, g2b) und auf das Verhältnis verschiedener Verwaltungseinheiten zueinander (government to government g2g) (Dettling 2001: 55).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsfeld ein und begründet den Vergleich zwischen den E-Government-Strategien der USA, Großbritanniens und Deutschlands.
2 Theoretische Überlegungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie E-Government, E-Administration und E-Democracy definiert und theoretische Modelle zur Bürgerbeteiligung erörtert.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen erläutert und die Kriterien für die Analyse der verschiedenen Länder-Portale festgelegt.
4 Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel beschreibt den aktuellen Stand und die politischen Strategien zum E-Government in den untersuchten Ländern USA, Großbritannien und Deutschland.
5 Empirische Analyse: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die drei nationalen Portale basierend auf den zuvor definierten Kriterien praktisch untersucht und verglichen werden.
6 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Behördenportalen aus politikwissenschaftlicher Sicht.
E-Government, Behördenportale, E-Democracy, Bürgerbeteiligung, E-Participation, E-Administration, Politische Partizipation, Verwaltungsmodernisierung, Online-Wahlen, Internet-Politik, Transparenz, Informationsgesellschaft, Bürgergesellschaft, E-Governance, E-Business
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle des Internets in der Politik und Verwaltung, insbesondere mit der Frage, wie staatliche Behördenportale zur Interaktion mit dem Bürger genutzt werden.
Die Arbeit fokussiert auf E-Government-Strategien, das Spannungsfeld zwischen E-Administration (Dienstleistungen) und E-Democracy (Beteiligung) sowie den Vergleich zwischen den USA, Großbritannien und Deutschland.
Ziel ist es, die Stärken und Schwächen der E-Government-Portale der USA, Großbritanniens und Deutschlands zu analysieren und herauszufinden, ob diese Portale auch moderne Möglichkeiten der politischen Partizipation bieten.
Es handelt sich um eine angebotszentrierte, deskriptive Inhaltsanalyse, die durch einen kriteriengeleiteten Vergleich der Web-Auftritte der drei genannten Länder durchgeführt wird.
Im Hauptteil (Empirische Analyse) werden die drei nationalen Portale firstgov.gov, gov.uk und bund.de systematisch hinsichtlich ihrer Informationen, angebotenen Transaktionen und Partizipationsoptionen überprüft.
E-Government, E-Participation, E-Democracy, Behördenportale, Politische Partizipation und Verwaltungsmodernisierung.
Die Arbeit untersucht kritisch, ob Bürger im E-Government primär als "Kunden" für Behördenleistungen oder als "Aktivbürger" gesehen werden, die aktiv an politischen Prozessen teilhaben wollen.
Deutschland wird als "Steady Achiever" eingestuft, wobei das Portal bund.de derzeit primär als Informationsressource fungiert, während die Möglichkeiten zur interaktiven Bürgerbeteiligung im Vergleich zu anderen Nationen noch ausbaufähig sind.
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