Forschungsarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Epidemiologie
2.1.3 Schweregradeinteilung der COPD
2.1.4 Therapieziele
2.2 Entlassungsmanagement in der Pflege
3. Literaturrecherche
4. Forschungsstand
5. Material und Methoden
5.1 Falldefinition
5.2 Einzelfallanalyse
5.2.1 Grundgedanke
5.2.2 Vorgehensweise der Einzelfallanalyse
5.3 Semistrukturiertes Interview
5.4 Leitfadenerstellung - Fragebogen/Fragekatalog
5.5 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5.5.1 Erste qualitative Technik: Zusammenfassung
5.5.2 Zweite qualitative Technik: Explikation (Kontextanalyse)
5.5.3 Dritte qualitative Technik: Strukturierung
5.5.4 Gütekriterien der Inhaltsanalyse
6. Interpretation der Interviewergebnisse nach Kategorienbildung
6.1 Erfassung des Pflegebedarfs
6.2 Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege
6.3 Schulung und Beratung
6.4 Individuelle Planung der Entlassung
6.5 Der Prozess der Entlassung
6.6 Subjektives Empfinden der Entlassung
7. Diskussion und kritische Bewertung
7.1 Diskussion der Ergebnisse
7.1.1 Ergebnisse der Kategorie – „Erfassung des Pflegebedarfs“
7.1.2 Ergebnisse der Kategorie – „Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege“
7.1.3 Ergebnisse der Kategorie – „Schulung und Beratung“
7.1.4 Ergebnisse der Kategorien – „Individuelle Planung der Entlassung“ und „Prozess der Entlassung“
7.1.5 Ergebnisse der Kategorie – „Subjektives Empfinden“
7.2 Kritische Bewertung
7.3 Fazit
8. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Entlassungsprozess einer invasiv beatmeten COPD-Patientin vom Krankenhaus über eine Kurzzeitpflegeeinrichtung bis hin zur häuslichen Versorgung. Das primäre Ziel besteht darin, die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten – Patientin, Angehörige, Krankenhauspersonal und Pflegedienstleitung der Kurzzeitpflege – darzustellen und zu analysieren, inwieweit der Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Praxis umgesetzt wird.
6.2 Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege
Sowohl im Krankenhaus als auch in der Kurzzeitpflege wurde versucht die Angehörigen, nach ihren Möglichkeiten und ihrer psychischen Belastbarkeit, in die Pflege mit einzubeziehen.
„Unbedingt. Soweit wies möglich. Gerade bei diesen Patienten, wo dann eine Entlassung ansteht, werden die unbedingt mit einbezogen (…). (1/2). „Den meisten fällt es sehr schwer ähm – sich dieser Situation anzupassen ähm – wir können die Angehörigen natürlich auch ähm - nicht überfördern.“ (2/19).
Die Angehörigen der Patientin kamen regelmäßig zu Besuch, aber die Pflege übernahm ausschließlich das qualifizierte Pflegepersonal. „Aber wirklich gepflegt hat mich meine Familie nicht. Wie gesagt – das haben die Schwestern übernommen (…).“ (4/33).
Die Angehörigen hatten Angst in die Pflege mit einbezogen zu werden und die Verantwortung zu übernehmen. Des Weiteren bestand aus beruflichen und ortsbedingten Gründen nicht die Möglichkeit, die Patientin täglich zu besuchen. „Aber ich glaub da war sie bei den Schwestern und Ärzten, was die Pflege betrifft, wirklich besser aufgehoben.“ (3/26).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische und volkswirtschaftliche Relevanz der COPD sowie die wachsende Bedeutung eines strukturierten Entlassungsmanagements für invasiv beatmete Patienten.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel definiert die Krankheitsbilder COPD, chronische Bronchitis und Lungenemphysem, erläutert Therapieziele und stellt die theoretischen Anforderungen des Expertenstandards Entlassungsmanagement dar.
3. Literaturrecherche: Hier wird der Stand der aktuellen Forschung dargelegt, wobei auf die Schwierigkeit hingewiesen wird, spezifische Studien zum Entlassungsmanagement bei beatmeten COPD-Patienten zu finden.
4. Forschungsstand: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung der DRGs und die internationale sowie nationale Forschungslage zur Patientenüberleitung und Entlassungsplanung.
5. Material und Methoden: Die Arbeit nutzt den Ansatz der qualitativen Einzelfallanalyse mittels semistrukturierter Interviews und Inhaltsanalyse nach Mayring, um die Sichtweisen der Akteure zu erfassen.
6. Interpretation der Interviewergebnisse nach Kategorienbildung: Die Ergebnisse werden in sechs Kategorien unterteilt, die den Prozess von der Aufnahme über die Pflegeplanung bis hin zum subjektiven Empfinden abbilden.
7. Diskussion und kritische Bewertung: Dieses Kapitel vergleicht die erhobenen Daten mit dem Expertenstandard Entlassungsmanagement und reflektiert methodische Stärken sowie Schwächen der durchgeführten Studie.
8. Ausblick: Der Ausblick empfiehlt kurz- und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der pflegerischen Kommunikation und plädiert für die Implementierung von Case-Management.
COPD, Entlassungsmanagement, invasive Beatmung, Kurzzeitpflege, Pflegeüberleitung, Expertenstandard, qualitative Einzelfallanalyse, Patientenversorgung, Angehörigenbeteiligung, pflegerische Beratung, Lebensqualität, Heimbeatmung, Beatmungspflege, Pflegebedarfsermittlung, Versorgungskontinuität.
Die Projektarbeit befasst sich mit dem Entlassungsmanagement einer invasiv beatmeten COPD-Patientin und untersucht, wie die Überleitung vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege und nach Hause abläuft.
Im Zentrum stehen die pflegerische Entlassungsplanung, die Anwendung des Expertenstandards Entlassungsmanagement, die Beatmungspflege zu Hause sowie die subjektiven Erfahrungen der beteiligten Akteure.
Ziel ist es, die unterschiedlichen Sichtweisen der an der Entlassung beteiligten Personen (Patientin, Angehörige, Pflegepersonal) zu erfassen und zu analysieren, wie diese den Prozess und die Kontinuität der Versorgung empfunden haben.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus vier semistrukturierten Interviews, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise und die Interpretation der Interviewergebnisse anhand spezifischer Kategorien wie Pflegebedarf, Angehörigenarbeit und Entlassungsprozess.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie COPD, Entlassungsmanagement, invasive Beatmung, Pflegeüberleitung und Expertenstandard definieren.
Aufgrund der invasiven Beatmung und der daraus resultierenden Atemnot sowie Sprechbeeinträchtigungen war die Durchführung des Interviews für die Patientin körperlich sehr anstrengend.
Die Ergebnisse zeigen, dass Angehörige zwar in den Prozess einbezogen werden, jedoch häufig durch die Komplexität der medizinischen Technik und die enorme Verantwortung überfordert sind, was ihren Wunsch nach professioneller Entlastung verdeutlicht.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Expertenstandard in den untersuchten Einrichtungen nur ansatzweise umgesetzt wird und oft zu theoretisch bleibt, weshalb eine Anpassung an die jeweilige Stationsrealität notwendig ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

