Diplomarbeit, 2005
113 Seiten, Note: 1,1
1 Forschungsidee
2 Patientenschulung und -beratung
2.1 Definition
2.2 Ziel und Zweck der Patientenedukation
2.2.1 Erhöhung der Selbstpflegefähigkeit
2.2.2 Erhöhung der Partizipationsfähigkeit
2.2.3 Kritische Auseinandersetzung
2.3 Schulungs- und Beratungsmethoden
2.4 Patientenschulung als Aufgabe der Pflegefachkräfte
2.4.1 Pflegerische Praxis
2.4.2 Aspekte aus dem Krankenpflegegesetz
2.4.3 Standpunkte nationaler und internationaler Verbände
2.4.4 Auffassungen in der Pflegewissenschaft
3 Schmerz
3.1 Definition
3.2 Schmerzarten und -formen
3.3 Das Schmerzerlebnis
3.3.1 Schmerzbeeinflussende Faktoren
3.3.2 Schmerzwahrnehmung
3.4 Diagnostik
3.4.1 Anamnese
3.4.2 Schmerzbeschreibung
3.4.3 Schmerzmessung
4. Schmerztherapie
4.1 Bedeutung in der perioperativen Phase
4.2 Medikamentöse Methoden
4.2.1 Therapie chronischer Schmerzen
4.2.2 Therapie akuter Schmerzen
4.3 Nicht medikamentöse Methoden
4.4 Kreislauf der Schmerztherapie
4.4.1 Diagnose
4.4.2 Therapie
4.4.3 Symptomkontrolle
4.4.4 Anpassung von Diagnose und Therapie
5 Mögliche Effekte präoperativer Informationen
5.1 Einfluss auf die Angst
5.2 Erhöhung der Partizipationsfähigkeit
5.3 Erhöhung der Selbstpflegekompetenz
5.4 Psychologische Effekte
6 Zentrale Fragestellung und Forschungsziel
7 Studiendesign
7.1 Rahmenbedingungen
7.1.1 Untersuchungsumfeld
7.1.2 Schmerzerfassung und -therapie im Feld
7.2 Empirische Methode
7.2.1 Aufteilung in Vergleichsgruppen
7.2.2 Ein- und Ausschlusskriterien
7.2.3 Methoden und Datenerhebungsverfahren
8 Ethische Überlegungen
8.1 Unterstützung durch das direkte Untersuchungsumfeld
8.2 Einverständnis der Befragten
8.3 Anonymität der Datenerhebung
8.4 Aufwand für die Teilnehmer
8.5 Sinnhaftigkeit der Untersuchung
9 Gütekriterien
9.1 Reliabilität
9.2 Validität
9.3 Objektivität
10 Planung der Patientenschulungen
10.1 Standardisierung des Aufklärungsgespräches
10.2 Erstellung der Broschüre
11 Pretests
11.1 Fragebogen
11.2 Aufklärungsgespräch
11.3 Broschüre
12 Datenerfassung und Aufbereitung
12.1 Auswertungsgesamtheit
12.2 Datenverarbeitungstechnik
12.3 Datenauswertung
13 Ergebnisse
13.1 Zusammensetzung der Vergleichsgruppen
13.2 Fragenkomplex A
13.3 Fragenkomplex B
13.4 Fragenkomplex C
14 Dateninterpretationen
14.1 Auswirkungen der Schulungen auf das Befinden
14.2 Auswirkungen der Schulungen auf die Schmerzintensität
14.3 Auswirkungen auf die Bewertung des therapeutischen Teams
14.4 Auswirkungen auf die Beurteilung der Partizipationsmöglichkeiten
14.5 Auswirkungen auf die Selbstpflegekompetenz
15 Empfehlung für die pflegerische Praxis
16 Persönliche Betrachtungen und Ausblicke
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen präoperativer Patientenschulungen auf die perioperative Schmerzsituation und die Patientenzufriedenheit. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob durch gezielte Informationsvermittlung – entweder in Form eines pflegerischen Beratungsgesprächs oder einer Informationsbroschüre – eine Schmerzreduktion erreicht, das Vertrauen in das therapeutische Team gestärkt und die Partizipationsfähigkeit der Patienten gefördert werden kann.
1 Forschungsidee
Eine chirurgische Behandlung wird oft automatisch mit Schmerzen in Verbindung gebracht. Oft ist es gerade das Symptom Schmerz, welches den Betroffenen auf eine Erkrankung aufmerksam macht und ihn schließlich zum Arzt gehen lässt. HOPPE (1990) führt hierzu aus, dass nahezu jede stationäre Einweisung auch aufgrund eines individuellen Schmerzgeschehens erfolgt. Typische Beispiele für chirurgische Einweisungsdiagnosen sind Knochenbrüche, Gallensteinkoliken und Entzündungen des Darmes. All diese Erkrankungen sind mit spezifischen Schmerzen verbunden und machen häufig eine operative Behandlung notwendig.
Aber auch die operative Behandlung selber, ob ambulant oder stationär, ist regelmäßig mit Schmerzen verbunden. Bereits in der Vorbereitung zur Operation wird der Patient mit unangenehmen Voruntersuchungen wie Blutabnahmen oder endoskopischen Diagnoseverfahren konfrontiert. Im weiteren Verlauf stellen die Operationswunden eine schmerzhafte Verletzung des Körpers dar. Folge ist, dass der Patient nach Abklingen der Narkose, mehr oder minder ausgeprägte operationsbedingte Schmerzen hat. Diese wiederum können die postoperative Rehabilitation erschweren. So wird z.B. die Mobilisation oft durch den Wundschmerz beeinträchtigt.
In der chirurgischen Behandlung haben Schmerzen also eine zentrale Bedeutung. Zum einen gelten sie als einer der Hauptauslöser, um sich in eine chirurgische Behandlung zu begeben. Zum anderen können Schmerzen die Diagnostik, Therapie und den Heilungsprozess erschweren oder sogar verhindern. Schmerzprävention und -therapie stellen daher, neben anderen Parametern, eine der Voraussetzungen für eine effiziente und erfolgreiche chirurgische Krankenbehandlung dar.
„Schmerzen beeinflussen das physische, psychische und soziale Befinden und somit die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus entstehen dem Gesundheitswesen durch schmerzbedingte Komplikationen und einer daraus oft erforderlichen Verweildauerverlängerung im Krankenhaus sowie durch die Chronifizierung von Schmerzen beträchtliche Kosten, die durch ein frühzeitiges Schmerzmanagement in den meisten Fällen erheblich verringert werden könnten.“ (DNQP 2005, S. 13)
1 Forschungsidee: Das Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung von Schmerz im chirurgischen Kontext und die Notwendigkeit eines effizienten Schmerzmanagements für den Behandlungserfolg.
2 Patientenschulung und -beratung: Hier werden theoretische Grundlagen und Ziele der Patientenedukation sowie die Rolle des Pflegepersonals als Akteur in der Beratung dargelegt.
3 Schmerz: Dieses Kapitel definiert Schmerz als komplexes Phänomen, beschreibt verschiedene Schmerzarten und erläutert die Bedeutung der Diagnostik und Schmerzmessung.
4. Schmerztherapie: Es wird der perioperative Schmerz behandelt und die medikamentösen sowie nicht medikamentösen Therapieoptionen im Rahmen eines dynamischen Schmerzprozesses aufgezeigt.
5 Mögliche Effekte präoperativer Informationen: Das Kapitel diskutiert, wie Aufklärung Ängste beeinflussen, die Selbstpflegekompetenz stärken und zur Partizipation anregen kann.
6 Zentrale Fragestellung und Forschungsziel: Hier werden die konkreten Forschungsfragen der Arbeit sowie das Ziel der Untersuchung im klinischen Alltag formuliert.
7 Studiendesign: Die methodische Vorgehensweise, das Untersuchungsumfeld sowie die Randomisierung in Kontroll- und Untersuchungsgruppen werden detailliert beschrieben.
8 Ethische Überlegungen: Es werden die notwendigen ethischen Rahmenbedingungen der Datenerhebung, wie Freiwilligkeit und Anonymität, erläutert.
9 Gütekriterien: Dieses Kapitel prüft die Reliabilität, Validität und Objektivität des angewandten Studiendesigns und der Erhebungsinstrumente.
10 Planung der Patientenschulungen: Die Entwicklung des Schulungskonzeptes, inklusive der Standardisierung des Aufklärungsgesprächs und der Broschürenerstellung, wird hier erläutert.
11 Pretests: Das Kapitel beschreibt den Vorlauf und die Testphase zur Überprüfung der Instrumente (Fragebogen, Gespräch, Broschüre) auf Praktikabilität.
12 Datenerfassung und Aufbereitung: Hier werden der Prozess der Datenerhebung, die Auswertungsgesamtheit und die technische Datenverarbeitung mittels SPSS dargelegt.
13 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Patientenbefragung in den verschiedenen Gruppen werden übersichtlich und in Bezug auf die Fragestellungen dargestellt.
14 Dateninterpretationen: Die Studienergebnisse werden diskutiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Befinden, Schmerzintensität und Partizipation interpretiert.
15 Empfehlung für die pflegerische Praxis: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die Implementierung einer schmerztherapeutischen Beratung im Krankenhausalltag gegeben.
16 Persönliche Betrachtungen und Ausblicke: Ein reflektierender Rückblick auf die Studie sowie Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung des pflegerischen Schmerzmanagements.
Patientenschulung, Patientenberatung, perioperative Schmerztherapie, Akutschmerz, Pflegevisite, Selbstpflegefähigkeit, Partizipation, Schmerzmanagement, Patientenaufklärung, Patientenbefragung, postoperative Schmerzintensität, Pflegefachkräfte, Expertenstandard, Schmerzbewältigung, Gesundheitsförderung.
Die Arbeit untersucht die Effekte einer pflegerischen Patientenberatung vor chirurgischen Eingriffen auf die postoperative Schmerzbewältigung und die Patientenzufriedenheit.
Die zentralen Themen umfassen die pflegerische Patientenedukation, das moderne Schmerzmanagement, die Schmerzwahrnehmung und die Bedeutung der aktiven Mitwirkung von Patienten am Heilungsprozess.
Ziel ist es zu belegen, dass eine strukturierte präoperative Patientenschulung Ängste reduziert, das Vertrauen zum Team stärkt und die Schmerzbelastung der Patienten durch aktive Partizipation verringert.
Der Autor führt eine prospektive, kontrollierte klinische Studie durch, bei der Patienten entweder ein Beratungsgespräch erhielten, eine Broschüre bekamen oder als Kontrollgruppe fungierten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Schmerzbegriffs und der Beratungsmethoden, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Studiendaten mittels statistischer Auswertungen.
Wichtige Begriffe sind Patientenschulung, Akutschmerztherapie, Selbstpflegekompetenz, Partizipation und Pflegevisite.
Die Studie zeigt, dass Gespräche eine höhere Individualisierung ermöglichen, Vertrauen fördern und Ängste effizienter abbauen, da das Pflegepersonal direkt auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten eingehen kann.
Die Wirksamkeit wurde durch Patientenfragebögen erhoben, die Schmerzintensitäten, die Zufriedenheit mit der therapeutischen Aufklärung und das Vertrauen in das Personal mittels Skalen und Aussagen bewerteten.
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