Magisterarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Kennzeichnung der Problemlage
1.2 Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Stand des Wissens
2.1 Empirischer Befund
2.2 Hermeneutischer Befund
2.2.1 Rechtliche Grundlagen
2.3 Theoretische Konzepte
2.3.1 Regulation von Handlungen und Ansätze des Lernen und Lehrens
2.3.2 Ausbildungsgestaltung und Organisation
2.4 Synthese und Konsequenzen
3 Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes
3.1 Inhalte der Ausbildung
3.1.1 Grundkenntnisse für seiltechnische Rettungen
3.1.2 Geräte und Verfahren
3.1.3 Anschlagpunkte, Knoten, Theorie und Dokumentation
3.2 Organisatorisch – methodische Gestaltung der Ausbildung
3.2.1 Organisationsaufbau der Ausbildung
3.2.2 Methodik der Ausbildung
4 Umsetzung des Ausbildungskonzeptes anhand der Basisausbildung I
5 Diskussion, Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines systematischen Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau, welches die spezifischen Anforderungen an Mensch, Technik und Organisation integriert, um die Sicherheit bei Notfallmaßnahmen in Höhen und Tiefen nachhaltig zu erhöhen.
1.1 Kennzeichnung der Problemlage
Aufgrund der Prinzipien der ersten Hilfe sollte eine Rettung so zügig wie möglich, jedoch unter absoluter Gewährleistung der Sicherheit für alle Beteiligten absolviert werden. Dies erfordert höchste Ansprüche an Mensch und Technik im Einsatzfall. Eine Ausbildung muss gewährleisten, dass Höhenretter diesem Anspruch gerecht werden können. Die Gefahr des Abstürzens ist nicht nur bei der eigentlichen Rettung gegeben, sondern auch bei Ausbildungen und Übungen. Fehler können direkt und unmittelbar zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tod führen.
Zur Rettung mittels Seiltechnik kommt es dann, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen, Opfer zu bergen. Der entscheidende Vorteil der Seiltechnik besteht darin, dass sie auch unter Bedingungen genutzt werden kann, bei denen andere Maßnahmen versagen. Sie benötigt wenig Platz, was engste Rettungsbedingungen ermöglicht. Wenn im Falle von widrigen Witterungsbedingungen, kein Helikopter mehr fliegt, kann die Rettung mit Seil dennoch greifen.
Retten heißt, Menschen aus einer Notlage zu befreien und falls nötig, medizinisch zu versorgen. Nachdem ein Unfall als solcher erkannt wird, muss er denjenigen gemeldet werden, die über die Möglichkeit verfügen, zu retten. Das sind meist Organisationen, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Grubenwehr u.a.. Informationen müssen so genau wie möglich übermittelt, werden, z.B. beim Absetzen eines Notrufs mithilfe der so genannten „5 W´s“. In Abhängigkeit von den eingegangenen Informationen packt der Rettungstrupp die dem Einsatzfall entsprechende Ausrüstung in das Rettungsfahrzeug und rückt aus.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Seiltechnik in verschiedenen Höhen und Tiefen und die daraus resultierende Notwendigkeit einer strukturierten Rettungsausbildung.
2 Stand des Wissens: Analysiert den aktuellen Stand der Seiltechnik, rechtliche Grundlagen und theoretische Konzepte zur Handlungsregulation und Ausbildung.
3 Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes: Erläutert die notwendigen Inhalte der Ausbildung, die Auswahl der Geräte sowie den organisatorischen und methodischen Rahmen.
4 Umsetzung des Ausbildungskonzeptes anhand der Basisausbildung I: Beschreibt konkret den zeitlichen und inhaltlichen Ablauf der ersten Ausbildungsphase für Anfänger.
5 Diskussion, Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Zertifizierung und Standardisierung in industriellen Bereichen.
Seiltechnik, Höhenrettung, Bergbau, Arbeitsschutz, Ausbildungskonzept, Handlungssicherheit, Notfallmanagement, Grubenrettungswesen, Redundanz, Radeberger Haken, Handlungsregulation, Seilzugang, Unfallprävention, Basisausbildung, Rettungstraining.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für das seilunterstützte Retten im Bergbau, um Sicherheitsstandards für Retter in gefährlichen Höhen und Tiefen zu etablieren.
Die zentralen Themen sind die Analyse von Unfallgefahren, die Anwendung arbeitswissenschaftlicher Lernmodelle, die Auswahl geeigneter Seiltechnik-Geräte und die methodische Strukturierung von Ausbildungen.
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Konzeptes, das die Kompetenz der Grubenwehren im seilunterstützten Retten durch einheitliche Ausbildungsstrukturen und hohe Übungsintensität sichert.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen und hermeneutischen Herangehensweise, inklusive Beobachtungen, Expertengesprächen und der Literaturanalyse von Sicherheitsstandards.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Wissensstandes, die Entwicklung inhaltlicher Grundlagen wie Geräte und Verfahren, sowie die konkrete methodische Gestaltung der Basisausbildung.
Wichtige Begriffe sind Seiltechnik, Handlungssicherheit, Redundanz, Radeberger Haken (RHS) und die systematische Einteilung der Ausbildung in Basiseinheiten.
Der Radeberger Haken (RHS) kombiniert technische Redundanz und Bedienbarkeit, was ihn für den speziellen Einsatzbereich der Grubenwehren besonders sicher und variabel macht.
Das VENÜ-Prinzip (Vorführen, Erklären, Nachmachen, Üben) ist eine zentrale methodische Lehrmethode, um komplexe seiltechnische Handlungen sicher und schrittweise zu vermitteln.
Da Angst und Stress die Wahrnehmung und Bewegungsqualität blockieren, ist die schrittweise Höhengewöhnung essenziell, damit Teilnehmer sich voll auf die Handlungsabläufe konzentrieren können.
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