Magisterarbeit, 2002
149 Seiten, Note: 2,5
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Konflikt um Abt Potho von San Vincenzo al Volturno umfassend zu untersuchen und unter verschiedenen Aspekten darzustellen. Dabei sollen die Hintergründe des Konfliktes beleuchtet und unterschiedliche Fragestellungen herangezogen werden. Die Arbeit befasst sich mit ereignisgeschichtlichen Forschungsansätzen sowie mit der Konfliktforschung, die einen rechtshistorischen und sozialwissenschaftlichen Fokus verfolgt.
I. Einleitung: Die Einleitung führt in den Konflikt um Abt Potho von San Vincenzo al Volturno ein, der im Winter 784 vor einem päpstlichen Gericht stattfand. Sie erläutert die Forschungslandschaft und die unterschiedlichen Perspektiven auf den Konflikt.
III. Vorgeschichte: Dieses Kapitel beleuchtet die Vorbedingungen des Konfliktes, indem es die Übernahme des Langobardenreiches durch die Franken, die Stellung des Papstes Hadrian I. und die Entwicklung der Herzogtümer Benevent und Spoleto darstellt. Außerdem wird die Bedeutung von Klostergründungen im Italien des 8. Jahrhunderts erörtert.
IV. Hauptteil: Das Hauptteil widmet sich dem Konflikt um Abt Potho selbst. Es werden die Hintergründe des innerklösterlichen Konfliktes, die politischen Dimensionen des Konfliktes und die Einmischung von Außen durch Herzog Hildprand von Spoleto, Papst Hadrian I. und Karl den Großen behandelt. Der Fokus liegt auf den Ursachen des Konfliktes, den beteiligten Personen und deren Motiven.
Der Konflikt um Abt Potho von San Vincenzo al Volturno, Karl der Große, Papst Hadrian I., Langobarden, Benevent, Spoleto, Klostergründungen, innerklösterliche Konflikte, politische Dimensionen, Rechtsgeschichte, päpstliche Gerichtsbarkeit.
Abt Potho war der Leiter des süditalienischen Klosters San Vincenzo al Volturno, der 783 von Karl dem Großen abgesetzt wurde, weil er angeblich die Franken beleidigt hatte.
Es handelte sich um einen ethnischen und politischen Konflikt zwischen den Langobarden und den Franken nach der Eroberung Italiens durch Karl den Großen.
Papst Hadrian I. fungierte als Vermittler und Richter. Seine Briefe an Karl den Großen sind die Hauptquelle für die Ereignisse und zeigen die enge Verflechtung von Kirche und Macht.
Das Kloster lag in einer strategisch wichtigen Region. Ein langobardisch gesinnter Abt konnte den Widerstand gegen die fränkische Herrschaft im Benevent unterstützen, was Karl verhindern wollte.
Die Quellen deuten darauf hin, dass Pothos Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, was Raum für Spekulationen über Intrigen und Machtkämpfe innerhalb der Mönchsgemeinschaft lässt.
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