Diplomarbeit, 2006
60 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung und Vorgehensweise
2 Heranführung an eine Nachhaltigkeitskonzeption
2.1 Notwendigkeit einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft
2.2 Sustainability als Lösungspfad
2.3 Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
3 Grundlagen der Produktverantwortung
3.1 Die Produktverantwortung im Rahmen des Umweltrechts
3.2 Produktverantwortung als Kernkompetenz des KrW-/AbfG
3.2.1 Kritische Einordnung der Produktverantwortung in das KrW-/AbfG
3.2.2 Entwicklungen und Perspektiven innerhalb des KrW-/AbfG
3.3 Eigeninteressen von Herstellern und Verbrauchern
4 Grundlagen der Produktpolitik
4.1 Einordnung der Produktpolitik in den Mix der marketingpolitischen Instrumente
4.2 Teilbereiche und deren Entwicklungstendenzen in der Produktpolitik
4.2.1 Kernbereich der Produktpolitik
4.2.1.1 Produktinnovation
4.2.1.2 Produktvariation und -eliminierung
4.2.2 Randbereich der Produktpolitik
4.2.2.1 Programm- und Sortimentspolitik
4.2.2.2 Verpackungspolitik
4.2.2.3 Kundendienstpolitik
5 Auswirkungen der Produktverantwortung auf die Produktpolitik
5.1 Auswirkungen auf den Kernbereich der Produktpolitik
5.1.1 Produktinnovation
5.1.1.1 Integrierte Produktpolitik (IPP)
5.1.1.2 Normen zur recyclinggerechten Produktentwicklung
5.1.2 Produktvariation und -eliminierung
5.2 Auswirkungen auf den Randbereich der Produktpolitik
5.2.1 Systeminnovationen in der Programm- und Sortimentspolitik
5.2.1.1 Netzwerkbildungen und Unternehmenskooperationen
5.2.1.2 Beispiel zur Industriesymbiose des Automobilherstellers Renault
5.2.2 Auswirkungen auf die Verpackungspolitik
5.2.3 Auswirkungen auf die Kundendienstpolitik
6 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die Diplomarbeit untersucht die Vereinbarkeit von gesetzlich geforderter und freiwilliger Produktverantwortung mit unternehmerischer Produktpolitik. Dabei wird analysiert, inwieweit die Produktverantwortung Anpassungszwänge in verschiedenen Teilbereichen der Produktgestaltung auslöst und welche strategischen Chancen oder existenziellen Risiken daraus für Unternehmen resultieren.
5.1.1.1 Integrierte Produktpolitik (IPP)
Die Strategie der IPP versteht sich als ein Konzept zur Harmonisierung und Vernetzung der in den EU-Mitgliedsstaaten bereits bestehenden produktbezogenen umweltpolitischen Konzeptionen und Instrumente. Die IPP stellt somit einen Rahmen für die Verknüpfung der freiwilligen und gesetzlichen Umweltschutzmaßnahmen innerhalb der EU dar wobei sie an die unterschiedlichen nationalen Ansätze harmonisierend anzuknüpfen versucht. RUBIK definiert die IPP wie folgt:
„Integrierte Produktpolitik (IPP) setzt an Produkten und Dienstleistungen und deren ökologischen Eigenschaften während des gesamten Lebenswegs an; sie zielt auf die Verbesserungen ihrer ökologischen Eigenschaften ab und fördert hierzu Innovationen von Produkten und Dienstleistungen.“
Es zeigt sich resümierend, dass Stichwörter wie ‚integriert’, gesamter Lebensweg’, ‚Innovationen’ bereits während der Diskussion um Produktinnovation, Nachhaltigkeit und Produktverantwortung erwähnt wurden und sich somit innerhalb der IPP ansatzweise eine in sich konsistente Kreislaufwirtschaft aufzeigt.
Zwei Prinzipien werden bei der Formulierung der IPP besonders hervorgehoben.
Integration: Hierbei erstrecken sich die Bestrebungen zur ökologischen Verbesserung nicht ausschließlich auf die Produktion, sondern auf die gesamte Produktlinie – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, den Handel und die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Damit soll verhindert werden, dass einzelne Umweltentlastungen zu negativen Effekten an einer anderen Stelle des Produktlebensweges führen.
Kommunikation und Kooperation: Zur optimalen Ausschöpfung aller ökologischen Verbesserungspotentiale ist zwischen den Stakeholdern (hier: Wirtschaft, Staat, Verbraucher) eine kooperative und kommunikativ ausgerichtete Grundhaltung eine wichtige Voraussetzung. Der produktiven Kommunikation und Kooperation fällt sowohl entlang der Produktlinie als auch zwischen dem Handel und den Verbrauchern sowie zwischen Wirtschaft und Staat eine wichtige Schlüsselrolle zu.
1 Problemstellung und Vorgehensweise: Die Arbeit führt in das Spannungsfeld zwischen Produktverantwortung und unternehmerischer Produktpolitik ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise der Untersuchung.
2 Heranführung an eine Nachhaltigkeitskonzeption: Dieses Kapitel beleuchtet den Paradigmenwechsel hin zur Kreislaufwirtschaft und die ökologische Notwendigkeit, Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen zu reduzieren.
3 Grundlagen der Produktverantwortung: Hier werden die juristischen und ökonomischen Grundlagen der Produktverantwortung im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) detailliert definiert.
4 Grundlagen der Produktpolitik: Die theoretischen Ansätze der Produktpolitik werden als Instrumentarium der Unternehmensführung dargestellt und in den marketingpolitischen Mix eingeordnet.
5 Auswirkungen der Produktverantwortung auf die Produktpolitik: Das Kernstück der Arbeit untersucht die spezifischen Konsequenzen der Produktverantwortung auf Kern- und Randbereiche der Produktgestaltung, illustriert durch Unternehmenskooperationen und Praxisbeispiele.
6 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden in einer tabellarischen Übersicht systematisiert, wobei Chancen und Grenzen für Unternehmen gegenübergestellt werden.
Produktverantwortung, Produktpolitik, Kreislaufwirtschaftsgesetz, Nachhaltigkeit, Umweltrecht, Produktinnovation, Produktvariation, Produkteliminierung, Integrierte Produktpolitik, Stakeholder, Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, Marketing-Mix, ökologische Unternehmenspolitik, Produkthaftung
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen ökologischer Produktverantwortung, wie sie durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgegeben wird, und der unternehmerischen Produktpolitik.
Im Fokus stehen die gesetzlichen Anforderungen an Hersteller, die ökonomischen Interessen der Unternehmen, Strategien der Produktgestaltung sowie der Einfluss von Kooperationen und Stakeholdern auf den Produktlebenszyklus.
Ziel ist es zu analysieren, wie Unternehmen Produktverantwortung operativ umsetzen können, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden, und wo die Chancen und Grenzen dieser Integration liegen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit umweltpolitischen Gesetzen sowie betriebswirtschaftlichen Marketingkonzepten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen von Produktverantwortung und -politik, eine Synthese dieser Bereiche sowie eine detaillierte Diskussion über die Auswirkungen auf Innovations-, Variations- und Eliminierungsprozesse.
Wesentliche Begriffe sind Kreislaufwirtschaft, Produktverantwortung, Produktpolitik, Integrierte Produktpolitik (IPP) und externe Effekte.
Kooperationen werden als wesentlicher Hebel für Synergieeffekte gesehen, die sowohl die Ressourcenschonung fördern als auch kosteneffiziente Recyclinglösungen ermöglichen.
Der Konsument wird als maßgeblicher Akteur betrachtet, dessen Gebrauchs- und Entsorgungsverhalten durch gezielte Informationspolitik und Rücknahmesysteme in Richtung Nachhaltigkeit gelenkt werden soll.
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