Diplomarbeit, 1998
81 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Hermetischer Gehauseverschluß
2.1.1 Fehlermechanismen aufgrund von Feuchte
2.1.2 Gehauseformen
2.1.3 Verschlußtechniken f¨ur hermetische Gehause
2.1.4 Prozeßfuhrung beim Gehauseverschluß
2.1.5 Prufung hermetischer Gehause
2.1.6 Ablaufschema
2.2 Schweißen mit Lasern
2.2.1 Einflußgroßen
2.2.2 Schweißeignung
3 Aufgabenstellung
3.1 Anforderungen an die Laserschweißanlage
3.2 Aufbau der geplanten Laserschweißanlage
3.2.1 Der Laser
3.2.2 Die Handschuhbox
3.2.3 Der Handarbeitsplatz
4 Installation und Inbetriebnahme der Laseranlage
4.1 Installation
4.1.1 Die CNC-Laser Schnittstelle
4.1.2 Modifikation der Energiefreigabefunktion
4.2 Inbetriebnahme
5 Entwicklung einer CNC-Steuerung
5.1 Motivation
5.1.1 Schwachen von PAL-PC
5.2 Anforderungen an die CNC-Steuerung
5.2.1 Auswahl der Datenformate
5.3 Design
5.3.1 Funktionales Modell
5.3.2 Objektmodell
5.4 Implementierung
5.5 Ausblick
6 Durchgefuhrte Schweißversuche
6.1 Verwendete Testgehause
6.1.1 Standardgehause
6.1.2 Hybridgehause
6.2 Konstruktion von Gehausehalterungen
6.3 Bestimmung der Prozeßparameter
6.4 Durchfuhrung
6.5 Qualifizierung der Schweißergebnisse
6.5.1 Hermetizitatsprfung der Testgehause
6.5.2 Metallographische Untersuchung der Schweißergebnisse
6.6 Gehausebeschriftung
6.7 Diskussion der Ergebnisse
7 Ausblick
A Handbuch CNCLaser 1.0
A.1 Systemanforderungen
A.2 Installation
A.3 Konfiguration
A.3.1 CNC-Optionen
A.3.2 Serielle Schnittstelle
A.4 Arbeiten mit CNCLaser 1.0
A.4.1 Die Symbolleiste
A.4.2 Manuelle NC-Programmierung
A.4.3 HPGL-Import
A.4.4 Verfahrweg optimieren
A.4.5 Daten senden
A.4.6 Der Prozeßmonitor
A.4.7 Das Handbedienelement
A.4.8 Parameter Berechnung
A.5 Referenz
A.5.1 Fehlermeldungen
A.5.2 Implementierte HPGL-Befehle
A.5.3 Implementierte PAL-Befehle
B Tabellen
C Diagramme
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist der Aufbau einer rechnergesteuerten Laserschweißanlage für den hermetischen Gehäuseverschluss von mikroelektronischen Schaltungen am Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie sowie die Entwicklung einer zugehörigen CNC-Steuerungssoftware. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie aus externen CAD-Daten (HPGL-Format) automatisiert NC-Programme für eine 3-Achsen-Verfahreinheit generiert und Prozessparameter für eine qualifizierte Verschweißung optimiert werden können.
2.2.1 Einflußgrößen
Die Wirkung der Laserstrahlung auf das Material hängt im wesentlichen von den spezifischen Eigenschaften des Laserlichtes, der verwendeten Optik und den thermischen und optischen Eigenschaften des Materials ab. Je nach verwendetem Laser, können einige dieser Faktoren gezielt verändert werden. Da diese Einflußgrößen teilweise voneinander abhängen, müssen sie für die entsprechende Anwendung aufeinander abgestimmt werden. Im Folgenden werden die wichtigsten Einflußgrößen für das Laserschweißen beschrieben.
Pulsdauer, Pulsleistung und Pulsrate
Da das Schweißen von Metallen sehr große Strahlleistungen erfordert, werden Festkörperlaser überwiegend gepulst betrieben. Hierdurch können trotz geringer mittlerer Laserleistung hohe Pulsleistungen erzielt werden (siehe Abb. 2.4). Nahtschweißungen werden dabei durch überlappende Punktschweißungen realisiert. In der Regel können Pulsleistung P, Pulsdauer τ und Pulsfrequenz r an einem Materialbearbeitungslaser eingestellt werden. Die mittlere Leistung Pav berechnet sich in diesem Fall durch:
Pav = P · τ · r (2.2)
Die Energie Ep eines Laserpulses wird berechnet mit:
Ep = P · τ (2.3)
Da die maximale mittlere Leistung eines Lasers eine gerätespezifische Konstante ist, stellt sie die Begrenzung für Kombinationen von Pulsleistung, Pulsdauer und Pulsrate dar. Bei sehr hohen Pulsraten wird der für die mittlere Leistung angegebene Wert jedoch nicht erreicht, da die Zeit bis zum nächsten Puls nicht ausreicht, um erneut eine vollständige Besetzungsinversion des Lasermediums zu erreichen.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung von Lasersystemen in der Materialbearbeitung und die Notwendigkeit des hermetischen Gehäuseverschlusses für mikroelektronische Bauteile.
2 Grundlagen: Erläutert die physikalischen Prinzipien des hermetischen Verschlusses, Fehlerquellen durch Feuchtigkeit und die theoretischen Aspekte des Laserschweißens.
3 Aufgabenstellung: Definiert die Anforderungen an die neue Laserschweißanlage und die notwendige CNC-Steuerungssoftware für das Fraunhofer Institut.
4 Installation und Inbetriebnahme der Laseranlage: Beschreibt die technische Vernetzung der Anlage und die notwendigen Anpassungen an der Steuerungsschnittstelle sowie die Erstinbetriebnahme.
5 Entwicklung einer CNC-Steuerung: Dokumentiert das Design und die Implementierung der neuen Steuerungssoftware, insbesondere die Konvertierung von HPGL-Daten.
6 Durchgefuhrte Schweißversuche: Analysiert die durchgeführten Schweißreihen an verschiedenen Gehäusetypen und deren Qualifizierung mittels Dichtheitsprüfungen und Schliffbildern.
7 Ausblick: Bewertet die Ergebnisse und gibt Empfehlungen für zukünftige Optimierungen der Anlage und der technologischen Datenbank.
A Handbuch CNCLaser 1.0: Dient als Anwenderdokumentation für die Installation, Konfiguration und den täglichen Betrieb der entwickelten CNC-Software.
Laserschweißanlage, Hermetischer Gehäuseverschluss, Mikroelektronik, CNC-Steuerung, HPGL-Format, Nd:YAG-Laser, Schweißnahtqualifizierung, Feuchtigkeitskorrosion, Metallgehäuse, Automatisierung, Prozessparameter, Lecktest, Metallographie, Pulsleistung, Festkörperlaser.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau einer rechnergesteuerten Laserschweißanlage, die darauf ausgelegt ist, Metallgehäuse mikroelektronischer Schaltungen hermetisch zu verschließen.
Zentrale Themen sind die Lasertechnik, die hermetische Kapselung von Elektronik, die Entwicklung von CNC-Steuerungssoftware für automatisierte Bearbeitungsprozesse und die anschließende Prozessqualifizierung.
Das Ziel ist die Errichtung einer funktionsfähigen Anlage sowie die Entwicklung einer Software, welche CAD-Daten in NC-Programme übersetzt, um einen optimierten und qualifizierten Verschluss zu ermöglichen.
Die Qualifizierung der Schweißergebnisse erfolgt primär durch Hermetizitätsprüfungen nach dem MIL-883D-Standard sowie durch metallographische Untersuchungen mittels Querschliffen.
Im Hauptteil wird der Weg von der Analyse der Schwächen bestehender Softwarelösungen (PAL-PC) über das Design des funktionalen Modells bis hin zur Implementierung der neuen Software CNCLaser 1.0 beschrieben.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Laserschweißen, Hermetizität, CNC-Programmierung, HPGL-Schnittstelle und Prozessautomatisierung charakterisiert.
Der zweite Arbeitsplatz dient der Durchführung von Schweißversuchen und emissionsreichen Anwendungen, um die aufwendige Inertgasatmosphäre in der primären Handschuhbox nicht zu gefährden.
Die Lösung bestand in der Nutzung des sogenannten DNC-Modus, bei dem Datensätze direkt vom Steuerrechner an die Interfacekarte übertragen und dort ausgewertet werden, anstatt sie vorab komplett im Speicher abzulegen.
Aufgrund des hohen Nickelanteils und der speziellen Nahtgeometrie bei den untersuchten Kovarsockeln kam es zu Rissbildungen, weshalb sie für eine zuverlässige hermetische Versiegelung mit dem Laser als ungeeignet identifiziert wurden.
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