Diplomarbeit, 2002
98 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Definitionen
2.1 Digitalisierung
2.2 Digitales Fernsehen
2.3 Konvergenz
2.4 Interaktivität
2.5 Multimedia
2.6 Digitaler Markt
2.7 T-Commerce
3 Technologie des digitalen Fernsehen
3.1 Funktionsweise
3.1.1 Aufbereitung digitaler Signale
3.1.2 Datenreduktion und Übertragungsverfahren
3.1.3 Multiplexing
3.2 Distribution von digitalen Signalen
3.2.1 Terrestrische Übertragung - DVB-T
3.2.2 Breitbandkabelnetze - DVB-C
3.2.3 Satellitennetze - DVB-S
3.3 Empfang digitaler Signale
3.3.1 Digitalfähige Endgeräte
3.3.2 Settop-Boxen
3.3.3 Multimedia Home Plattform
3.4 Zwischenfazit
4 Fernsehen als multimediale Plattform
4.1 Konvergenzkonzept
4.1.1 Technologische Konvergenz
4.1.2 Inhaltliche Konvergenz
4.1.3 Wirtschaftliche Konvergenz
4.2 Interaktivitätskonzept
4.2.1 Aktivität und Interaktivität
4.2.2 Publikumsaktivität in der Fernsehnutzung
4.3 Rückkanalfähigkeit und Personalisierung
4.4 Fernsehspezifische Inhalte und neue Dienste
4.4.1 Online-Dienste
4.4.2 Interaktive TV-Dienste
4.4.3 Enhanced TV
4.4.4 Video-on-Demand
4.5 Zwischenfazit
5 Digitaler Fernsehmarkt
5.1 Aufmerksamkeitsökonomie
5.2 Marktbeschreibung
5.3 Wertschöpfungsstruktur in Medienunternehmen
5.4 Wertschöpfungsstruktur Fernsehen
5.5 Integrierte Medienunternehmen
5.6 Wertschöpfungsstruktur „Integration“:
5.7 Wertschöpfungsstruktur „Multimedia“
5.8 Produktformen des Fernsehens
5.9 Implikationen des Digital-TV für neue Geschäftsmodelle
5.10T-Commerce
6 Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Strukturwandel der Fernsehindustrie vor dem Hintergrund der Digitalisierung, Konvergenz und Interaktivität. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser technologischen Triebkräfte auf die bestehenden Wertschöpfungsstrukturen zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich Medienunternehmen strategisch neu ausrichten müssen, um im digitalen Medienzeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben.
3.1.2 Datenreduktion und Übertragungsverfahren
Datenkompression nach dem MPEG-Standard: MPEG ist als asymmetrisches Kodierungsverfahren konzipiert, d.h. die Kodierung ist um ein mehrfaches aufwendiger als die Dekodierung. Daher eignet es sich besonders zur Speicherung von schnell abrufbereitem Video auf digitalen Medien. Seitdem die MPEG Ende der 80er Jahre ins Leben gerufen wurde, hat sie mehrere Standards (MPEG1 – MPEG7) verabschiedet, die sich auf verschiedene Bereiche der Bewegtbildkompression und -darstellung beziehen.
Die Weiterentwicklung des MPEG-1-Standards zu MPEG-2 Mitte der 90er Jahre war deshalb in gewisser Weise das Schlüsselerlebnis für das digitale Fernsehen. MPEG-2 ist ein von der internationalen Standardisierungskommission MPEG entwickelter Kodierungs- und Kompressionsstandard, der Bildauflösungen von NTSC (amerikanischer analoger TV-Standard) und PAL (europäischer Analogstandard) bis High-Definition-TV (HDTV) abdeckt und eine Datenreduktion von durchschnittlich 20:1 bewerkstelligt. Davor waren digitale Übertragungen lediglich in VHS-, d.h. Videorecorder-Qualität möglich.
MPEG-2 nutzt zur Datenreduktion den Umstand, dass sich der Bildinhalt bei Filmen über einen kurzen Zeitraum nur wenig ändert: Neben einem „Key-Frame“, der alle paar Sekunden die vollständige Bildinformation enthält, existieren für die Generierung der Zwischenbilder sogenannte „Delta-Frames“, die den Unterschied zum vorigen Bild festhalten und nur diesen kodieren. Je weniger Bewegung der Film enthält, desto geringer fällt die Datenmenge der Delta-Frames aus. MPEG-2 nutzt so die Trägheit des Auges und reduziert die Datenmenge ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Digitalisierung als Antriebsmotor für den Strukturwandel der Medienbranchen und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette.
2 Begriffliche Definitionen: In diesem Kapitel werden die für das Verständnis des Themas essenziellen Begriffe wie Digitalisierung, Konvergenz, Interaktivität, Multimedia und T-Commerce definiert und abgegrenzt.
3 Technologie des digitalen Fernsehen: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen der digitalen Signalverarbeitung, Übertragungsstandards wie DVB und die Bedeutung der Multimedia Home Plattform (MHP) als technisches Fundament.
4 Fernsehen als multimediale Plattform: Hier wird das Fernsehen als interaktive Service-Plattform analysiert, wobei das Nutzerverhalten sowie neue Dienste wie Video-on-Demand im Mittelpunkt stehen.
5 Digitaler Fernsehmarkt: Dieses zentrale Kapitel behandelt die ökonomischen Aspekte, die Erosion klassischer Wertschöpfungsstrukturen und die Entwicklung hin zu integrierten Geschäftsmodellen im digitalen Umfeld.
6 Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Fernsehindustrie sowie die strategischen Herausforderungen für die Marktteilnehmer.
Digitalisierung, Fernsehindustrie, Konvergenz, Interaktivität, Wertschöpfungskette, MPEG-2, DVB, Multimedia Home Plattform, T-Commerce, Pay-TV, Video-on-Demand, Medienunternehmen, Medienmanagement, Strukturwandel, Aufmerksamkeitsökonomie.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem fundamentalen Strukturwandel in der Fernsehindustrie, der durch die Digitalisierung von Inhalten und Übertragungswegen ausgelöst wird.
Die Arbeit fokussiert sich auf die technische Basis des digitalen Fernsehens, die verschiedenen Konvergenz- und Interaktivitätskonzepte sowie die resultierenden Veränderungen der Marktmechanismen und Geschäftsmodelle.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie die Triebkräfte Digitalisierung, Konvergenz und Interaktivität die Wertschöpfungsstruktur der Fernsehindustrie verändern und welche Auswirkungen dies auf die künftige strategische Ausrichtung von Medienunternehmen hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Wertschöpfungsketten (Value Chain Analyse), um die komplexen Prozesse der Branche theoretisch zu strukturieren und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Beschreibung der digitalen Übertragung, eine Analyse des Fernsehens als multimediale Plattform sowie eine detaillierte Untersuchung des digitalen Fernsehmarktes und der dort entstehenden T-Commerce-Geschäftsmodelle.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen neben Digitalisierung und Konvergenz insbesondere Begriffe wie MHP (Multimedia Home Plattform), Wertschöpfungskette, T-Commerce und Interaktivitätsniveaus des Fernsehens.
MHP wird als zentraler technischer Standard beschrieben, der als Middleware dient, um verschiedene Endgeräte und Inhalte zu harmonisieren und somit die Basis für plattformübergreifende interaktive Anwendungen zu schaffen.
Das Entkoppelungskonzept beschreibt die Trennung von Inhalten und technischer Infrastruktur, was es ermöglicht, Medieninhalte unabhängig vom ursprünglichen Übertragungsweg (z.B. Kabel oder Satellit) über eine Vielzahl von Endgeräten zu verbreiten.
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