Examensarbeit, 2007
75 Seiten, Note: 2,0
0 Einleitung
0.1 Einleitendes und Problemstellung
0.2 Was in dieser Arbeit unter Ernährungsverhalten verstanden werden soll
0.3 Kinder und Jugendliche, die Trennung / Scheidung der Eltern erfahren haben
1 Einführung in das Feld „Soziale Kompetenz“
1.1 Die Zusammensetzung des Begriffs soziale Kompetenz
1.1.1 Exkurs: Der Unterschied zwischen Verhalten und Handeln
1.2 Arbeitsdefinition dieser Arbeit von sozialer Kompetenz
1.3 Fähigkeiten und Fertigkeiten
1.4 Soziale Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen
2 Soziale Kompetenz in der heutigen Gesellschaft
2.1 Eine Annäherung an den Begriff der Gesellschaft und die Frage, in was für einer Gesellschaft wir heutzutage leben
2.1.1 Die Grundannahmen der funktionalen Systemtheorie der Gesellschaft nach Niklas Luhmann
2.1.2 Die Grundannahmen Pierre Bourdieus zur Reproduktion von sozialen Systemen
2.1.3 Soziale Milieus: eine ergänzende Möglichkeit die Struktur des Systems Gesellschaft aufzuzeigen
2.2 Gesellschaftliche Urteilskraft und Handlungsfähigkeit
2.2.1 Exkurs: Bildung
2.3 Gesellschaftliche Urteilskraft und Bildung
2.4 Bildung und soziale Milieus
2.5 Bildung, soziale Kompetenz und soziale Milieus
3 Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen
3.1 Kriterien für die Beurteilung von Fehl- und Mangelernährung
3.1.1 Der Body-Mass-Index (im Folgenden abgekürzt: BMI)
3.1.2 Fehlernährung und ihre Folgen
3.2 Ernährung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
3.2.1 Die Bedeutung des Ernährungsverhaltens innerhalb der Familie
4 Über den Zusammenhang von gesunder Ernährung und sozialer Kompetenz bei Kindern aus Einelternfamilien
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen sozialer Kompetenz und Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen, die eine Trennung oder Scheidung der Eltern erlebt haben, um aufzuzeigen, wie Belastungssituationen die Entwicklung in diesen Bereichen beeinflussen können.
0.1 Einleitendes und Problemstellung
Die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Der Mikrozensus der Bundesregierung weist 2004 den Anteil der Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen nur ein Elternteil mit dem Kind zusammenlebt, mit 20% gemessen an der Gesamtsumme der Eltern-Kind-Gemeinschaften, aus. 1996 waren es noch 17%. In diesem Zusammenhang stieg auch die Zahl der Kinder, welche in Einelternfamilien aufwachsen, gemessen an der Anzahl aller Minderjährigen in Deutschland. Es wird davon ausgegangen, dass der Anteil der Kinder die in Einelternfamilien aufwachsen in der Zukunft noch weiter steigen wird.
Kinder und Jugendliche in der Situation der Trennung / Scheidung der Eltern erleben den Verlust eines Elternteils. Dieser Verlust führt häufig zu emotionalen Reaktionen wie z.B. Wut, Trauer und Störungen des Selbstwertgefühls. Erziehungs-, Trennungs- und Scheidungsberatungsstellen bieten der kontinuierlich steigenden Zahl betroffener Kinder Unterstützung in der Aufarbeitung des Trennungserlebnisses.
Die oben beschriebenen emotionalen Primärreaktionen auf die Trennungserfahrung der Eltern führen dabei häufig auch zu Sekundärprozessen wie zum Beispiel sozial auffälligem Verhalten oder Fehlernährung. Während 10% der Kinder in sogenannten vollständigen Familien auffälliges Verhalten zeigen, sind es 20-25% der Kinder geschiedener Eltern, was auf eine positive Korrelation von sozial auffälligem Verhalten von Kindern und der Trennung der Eltern hinweist.
Bisher gibt es Angebote für die Förderung von sozialer Kompetenz zur Verbesserung des sozialen Verhaltens, andere Angebote für das Erlernen gesunder Ernährung und wieder andere Angebote für Kinder und Jugendliche, in denen die Trennung und Scheidung der Eltern aufgearbeitet werden können. Es gibt bisher aber keine Angebote, die alle drei Themenkomplexe miteinander verknüpfen.
0 Einleitung: Beschreibt die Zunahme von Einelternfamilien in Deutschland und stellt die Problemstellung einer möglichen Korrelation zwischen Trennungserlebnissen, sozial auffälligem Verhalten und Fehlernährung bei Kindern vor.
1 Einführung in das Feld „Soziale Kompetenz“: Erarbeitet eine Arbeitsdefinition für soziale Kompetenz und differenziert dabei zwischen den Begriffen Verhalten und Handeln sowie zwischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
2 Soziale Kompetenz in der heutigen Gesellschaft: Analysiert den Einfluss gesellschaftlicher Strukturen, Milieus und Bildungsprozesse auf die individuelle Handlungsfähigkeit und Urteilskraft im Kontext soziologischer Theorien.
3 Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen: Untersucht Kriterien wie den BMI und die Folgen von Fehlernährung, wobei die zentrale Rolle des familiären Umfelds für das Ernährungsverhalten betont wird.
4 Über den Zusammenhang von gesunder Ernährung und sozialer Kompetenz bei Kindern aus Einelternfamilien: Führt die Analyse der Einflüsse zusammen und diskutiert die Erschwerung von Entwicklungsaufgaben bei Kindern aus belasteten Familienstrukturen.
Soziale Kompetenz, Ernährungsverhalten, Einelternfamilien, Trennung, Scheidung, Systemtheorie, soziale Milieus, Fehlernährung, Bildung, Entwicklungsaufgaben, Sozialisation, Familiensinn, Identität, Körperideal, Essstörungen
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen sozialer Kompetenz und Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen, die von der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffen sind.
Im Fokus stehen die Begriffe soziale Kompetenz, Ernährungsverhalten sowie soziologische Aspekte der Gesellschaft und Bildung in Bezug auf die familiäre Situation von Kindern.
Das Ziel ist die Darstellung und Verknüpfung der Auswirkungen von elterlicher Trennung auf das soziale Verhalten und die Ernährung von Kindern und Jugendlichen.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer und pädagogischer Ansätze, insbesondere die Systemtheorie nach Luhmann und Bourdieus Kapitaltheorie, um die Bedingungen der Entwicklung sozialer Kompetenz zu erörtern.
Der Hauptteil analysiert die Definition von sozialer Kompetenz, die gesellschaftliche Verortung von Individuen, die Grundlagen des Ernährungsverhaltens sowie die spezifischen Belastungen durch Trennungssituationen.
Wichtige Begriffe sind Soziale Kompetenz, Ernährungsverhalten, Einelternfamilien, Sozialisation, Bildung, gesellschaftliche Milieus und Entwicklungsaufgaben.
Der Autor diskutiert Kopfnoten als Instrument der Schule zur Förderung sozialer Kompetenz und hinterfragt deren methodische Eignung und mögliche Benachteiligung von Kindern mit schwierigem sozialen Hintergrund.
Das Konzept hilft dabei, die unterschiedlichen Wertehaltungen und Lebensstile von Familien zu verstehen und aufzuzeigen, warum die Herkunft einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung von Kompetenzen hat.
Die tägliche Mahlzeit wird als „soziale Institution“ betrachtet, die der Identitätsstiftung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung dient, was nach einer Trennung durch neue strukturelle Herausforderungen geprägt ist.
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