Magisterarbeit, 2007
242 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Konflikt und Friedensprozess in Nordirland
2.1 Der nordirische Konflikt
2.1.1 Historischer Hintergrund des Konflikts
2.1.2 Faktoren des Konflikts
2.2 Die Frontseiten
2.3 Parteien und Gruppierungen
2.3.1 Die unionistische/loyalistische Seite
2.3.2 Die nationalistische/republikanische Seite
2.3.3 Frontübergreifende Parteien
2.4 Voraussetzungen für den nordirischen Friedensprozess
2.5 Der nordirische Friedensprozess seit 1988
3. Die journalistische Arbeit
3.1 Das Framing-Konzept
3.2 Systematik journalistischer Textsorten nach Lüger
3.3 Die journalistischen Textsorten in der vorliegenden Arbeit
3.3.1 Die Nachricht
3.3.2 Der Bericht
3.3.3 Die Reportage
4. Das Textkorpus
4.1 Die Auswahl des Ereignisses
4.2 Die Auswahl der Textsorten
4.3 Die Auswahl der Zeitungen
4.3.1 Vorstellung der ausgewählten Zeitungen
4.4 Vorgaben für die Analyse des Textkorpus
5. Konzepte und Methoden
5.1 Die Analysemethoden im Überblick
5.2 Der Isotopiebegriff
5.3 Exkurs: Denotative und konnotative Bedeutung
5.4 Thema und thematische Entfaltung nach Thiel/Thome
5.5 Ermittlung des Textthemas nach Brinker
5.5.1 Das Wiederaufnahmeprinzip nach Brinker
5.5.2 Das Ableitbarkeitsprinzip
5.6 Analyse der thematischen Entfaltung nach Brinker
5.6.1 Argumentative Themementfaltung nach Brinker
5.7 Rhetorische Figuren
5.7.1 Rhetorischen Figuren der vorliegenden Zeitungstexte
5.7.1.1Substitutionsfiguren (Tropen)
5.7.1.2 Argumentationsfiguren
5.8 Der Präsuppositionsbegriff
5.8.1 Der Präsuppositionsbegriff nach Bußmann
5.8.2 Der Präsuppositionsbegriff nach Nord
5.8.3 Exkurs: Begriffsbestimmungen
5.8.3.1 Kultur
5.8.3.2 Arbeitsbegriff Kultur für die vorliegende Arbeit
5.8.3.3 Der Begriff „kulturspezifisch“
5.8.3.4 Wissen
5.8.3.5 Nordirlandspezifisches Wissen
5.8.4 Ermittlung der Präsuppositionen nach Nord
5.8.4.1 Kultureller Abstand von AT- und ZT-Empfänger zum Text
5.8.4.2 Redundanzgrad des Textes
5.8.4.3 Präsuppositionssignale
5.8.5 Nutzen von Präsuppositionen für die linguistische Textanalyse
5.9 Anwendung
5.9.1 Thema und thematischen Entfaltung
5.9.2 Analyse der Isotopieketten
5.9.3 Analyse der rhetorischen Figuren
5.9.4 Exkurs: Euphemismen in den englischsprachigen Artikeln
5.9.5 Analyse der Präsuppositionen
5.9.5.1 Identifizierung der Präsuppositionen
5.9.5.2 Selektion der Präsuppositionen
5.9.5.3 Systematik zum Vergleich der Präsuppositionen
5.9.6 Aufbau der Analyse in der vorliegenden Arbeit
6. Die Analyse
6.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
6.1.1 Thema und thematische Entfaltung
6.1.2 Isotopieketten
6.1.3 Rhetorische Figuren
6.1.4 Präsuppositionen
6.2. Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
6.2.1 Thema und thematische Entfaltung
6.2.2 Isotopieketten
6.2.3 Rhetorische Figuren
6.2.4 Präsuppositionen
6.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
6.3.1 Thema und thematische Entfaltung
6.3.2 Isotopieketten
6.3.3 Rhetorische Figuren
6.3.4 Präsuppositionen
6.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
6.4.1 Thema und thematische Entfaltung
6.4.2 Isotopieketten
6.4.3 Rhetorische Figuren
6.4.4 Präsuppositionen
6.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
6.5.1 Thema und thematische Entfaltung
6.5.2 Isotopieketten
6.5.3 Rhetorische Figuren
6.5.4 Präsuppositionen
6.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
6.6.1 Thema und thematische Entfaltung
6.6.2 Isotopieketten
6.6.3 Rhetorische Figuren
6.6.4 Präsuppositionen
7. Die Analyseergebnisse
7.1 Analyseergebnisse zum Thema und zur thematische Entfaltung
7.1.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
7.1.2 Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
7.1.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
7.1.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
7.1.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
7.1.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
7.2 Analyseergebnisse zu den Isotopieketten
7.2.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
7.2.2 Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
7.2.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
7.2.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
7.2.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
7.2.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
7.3 Analyseergebnisse zu den rhetorischen Figuren
7.3.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
7.3.2 Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
7.3.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
7.3.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
7.3.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
7.3.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
7.4 Analyseergebnisse zu den Präsuppositionen
7.4.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
7.4.2 Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
7.4.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
7.4.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
7.4.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
7.4.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
8. Vergleich der Analyseergebnisse
8.1 Zusammenfassung zum Vergleich der Analyseergebnisse
8.2 Überblick über den Vergleich der Analyseergebnisse
8.2.1 Text 1: Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
8.2.2 Text 2: Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
8.2.3 Text 3: Artikel aus The [London] Times
8.2.4 Text 4: Artikel aus The Guardian
8.2.5 Text 5: Artikel aus The Irish Times
8.2.6 Text 6: Artikel aus The Belfast Telegraph
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung über die Verleihung des Friedensnobelpreises an John Hume und David Trimble in ausgewählten irischen, britischen und deutschen Tageszeitungen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Darstellung desselben Ereignisses unter Berücksichtigung nationaler Perspektiven und politischer Ausrichtungen aufzudecken.
Die journalistische Arbeit
Tuchmann (1978: 1) bemerkt zu diesem Phänomen: News is a window on the world. (…) But, like any frame that delineates a world, the news frame may be considered problematic. The view through a window depends upon whether the window is large or small, has many panes or few, whether the glass is opaque or clear, whether the window faces a street or a backyard. The unfolding scene also depends upon where one stands, far or near, craning one’s neck to the side, or gazing straight ahead, eyes parallel to the wall in which the window is encased.
Ein „Frame“ lässt sich demnach als eine kognitive Struktur betrachten, die als Interpretationsrahmen unsere Informationsverarbeitung beeinflusst. So wirken sich derartige Rahmen auf beiden Seiten des Kommunikationsprozesses zwischen Sender (dem Journalisten) und Empfänger (dem Leser) aus. Auf der Senderseite beeinflussen sie den Journalisten, der Informationen selektiert und strukturiert. Auf Seiten des Empfängers werden die aufgenommenen Informationen in den bereits vorhandenen Interpretationsrahmen eingeordnet oder neue Rahmen entwickelt (vgl. KUNCZIK; ZIPFEL 2001: 271f).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das nordirische Ereignis als Analysegrundlage zu nutzen, und beschreibt den Aufbau der Untersuchung.
2. Konflikt und Friedensprozess in Nordirland: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über den nordirischen Konflikt, seine historischen Hintergründe, die beteiligten Parteien und den Friedensprozess bis 2007.
3. Die journalistische Arbeit: Hier werden theoretische Grundlagen des Framing-Konzepts und eine Systematik journalistischer Textsorten nach Lüger für die spätere Analyse eingeführt.
4. Das Textkorpus: Das Kapitel begründet die Auswahl des Ereignisses (Friedensnobelpreis 1998), der Zeitungen sowie der Textsorten (Bericht/Reportage) und stellt die Zeitungen kurz vor.
5. Konzepte und Methoden: Dieser Abschnitt erläutert die linguistischen Analysemethoden, insbesondere Isotopie, thematische Entfaltung, rhetorische Figuren und Präsuppositionen.
6. Die Analyse: Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Untersuchung der sechs ausgewählten Zeitungsartikel anhand der in Kapitel 5 definierten Methoden.
7. Die Analyseergebnisse: Die Einzelergebnisse der vier Untersuchungsmethoden werden hier für jeden Artikel zusammengefasst.
8. Vergleich der Analyseergebnisse: Die Ergebnisse werden in zehn Bereichen vergleichend gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Berichterstattung aufzuzeigen.
9. Fazit: Das Fazit reflektiert die Untersuchung und fasst die Erkenntnisse über den Einfluss nationaler Perspektiven und politischer Ausrichtung auf die journalistische Darstellung zusammen.
Nordirlandkonflikt, Friedensnobelpreis, John Hume, David Trimble, Gerry Adams, Framing, Isotopie, Rhetorik, Präsupposition, Journalismus, Presseanalyse, Good Friday Agreement, Friedensprozess, Nordirische Politik, Medienanalyse
Die Arbeit analysiert, wie das Ereignis der Verleihung des Friedensnobelpreises an John Hume und David Trimble im Jahr 1998 in verschiedenen deutschen, britischen und irischen Tageszeitungen dargestellt wurde.
Die Untersuchung behandelt den nordirischen Friedensprozess, die Darstellung politischer Akteure in der Presse sowie die Auswirkungen nationaler Zugehörigkeit und politischer Ausrichtung von Zeitungen auf deren Berichterstattung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob Zusammenhänge zwischen der politischen Ausrichtung einer Zeitung sowie ihrer nationalen Herkunft und der Art der Darstellung desselben Ereignisses bestehen.
Die Autorin verwendet linguistische Methoden, darunter die Isotopienanalyse, die Untersuchung thematischer Entfaltung, rhetorische Figuren sowie die Analyse von Präsuppositionen.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Analyse von sechs ausgewählten Zeitungsartikeln, gefolgt von einer systematischen Gegenüberstellung der Ergebnisse hinsichtlich zehn definierter Bewertungsbereiche.
Zentrale Begriffe sind Framing, Isotopieketten, Präsuppositionen, nordirlandspezifisches Wissen und der nordirische Friedensprozess.
Die Studie stellt fest, dass linksliberale Zeitungen eher zu Gunsten der katholischen Minderheit tendieren, während konservative Zeitungen eher distanziert oder neutral berichten, wobei der "Belfast Telegraph" eine pro-unionistische Parteinahme zeigt.
In nahezu allen untersuchten Artikeln wird die Ansicht vertreten, dass Gerry Adams ebenfalls den Friedensnobelpreis verdient hätte, wobei seine frühere radikale Vergangenheit meist als Grund für seine Nicht-Auszeichnung genannt wird.
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