Diplomarbeit, 2003
117 Seiten, Note: 1,3
1 Der Mittelstand in der Krise
1.1 Die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen
1.2 Definition des Begriffs Mittelstand
1.2.1 Qualitative Abgrenzungsmethodik
1.2.2 Quantitative Abgrenzungsmethodik
1.3 Die Charakteristik des Mittelstands
1.4 Krise besonders beim Mittelstand
2 Projekthintergrund und Unternehmensdarstellung
3 Komplexitätsreduktion und Revitalisierung
4 Komplexität
4.1 Komplexität aus makroökonomischer Umweltsicht
4.2 Komplexität aus mikroökonomischer Umweltsicht
4.3 Allgemeine Definition von Komplexität
5 Komplexitätsentstehung
5.1 Komplexität im Allgemeinen
5.1.1 Komplexität im Unternehmen
5.1.1.1 Interne Komplexität (unternehmensbezogene Komplexität)
5.1.1.2 Externe Komplexität (umweltbezogene Komplexität)
5.1.2 Komplexitätstreiber in Wechselwirkung
5.1.2.1 Intern generierte Komplexität (Unternehmenskomplexität)
5.1.2.2 Extern generierte Komplexität (Marktkomplexität)
5.2 Amplituden-Ökonomie
5.3 Komplexitätsentstehung bei der Komplex GmbH
5.3.1 Schadhafte historische Entwicklung
5.3.2 Aufbau von Nischenmärkten und Spezialprodukten
5.3.3 Übertriebene Kundenorientierung
5.3.4 Produktdifferenzierung als vermeintlicher Wettbewerbsvorteil
5.3.5 Zusammenfassende Betrachtung zur Komplexitätsentstehung
5.4 Der Teufelskreis
6 Komplexitätsentdeckung
6.1 Produktivitäts-Regression
6.1.1 Festlegung der Datenbasis
6.1.2 Berechnung der Veränderungsraten und Regressionsgeraden
6.1.3 Ergebnisse der Produktivitätsuntersuchung
6.2 ABC-Analyse
6.2.1 Kundenstrukturanalyse (Umsatz)
6.2.1.1 Sortierkriterium Umsatz
6.2.1.2 Festlegung der Grenzwerte
6.2.1.3 Konzentrationskurve
6.2.1.4 Ergebnis der Analyse
6.2.2 Kundenstrukturanalyse (Deckungsbeitrag)
6.2.2.1 Festlegung der Grenzwerte
6.2.2.2 Konzentrationskurve
6.2.2.3 Kunden-Deckungsbeitragsstruktur
6.2.2.4 Ergebnis der Analyse
6.2.3 Produktprogrammanalyse (Deckungsbeitrag)
6.2.3.1 Festlegung der Grenzwerte
6.2.3.2 Konzentrationskurve
6.2.3.3 Ergebnis der Analyse
6.2.4 ABC-Produkt-Kunden-Portfolio
7 Komplexitätsmanagement
7.1 Komplexitätsvermeidung
7.2 Komplexitätsbeherrschung
7.3 Komplexitätsreduktion
8 Maßnahmen zur Komplexitätsreduktion
8.1 Maßnahmen auf Produktseite
8.1.1 Reduktion des Produktprogramms
8.1.2 Einführung einer Produktvorzugsliste
8.1.3 Erhöhung der Mindestauftragsmengen
8.2 Maßnahmen auf Kundenseite
8.2.1 Outsourcing einer Kundengruppe
8.2.2 Veränderung der Lieferkonditionen
8.3 Weitere Maßnahmen
9 Nach der Komplexitätsreduktion zur Revitalisierung
9.1 Die Revitalisierung
9.2 Success Resource Deployment (SRD)
9.2.1 Das Means-End-Konzept
9.2.2 Weiterentwicklung QFD zu SRD
9.2.3 Elementare Funktionsweise von SRD
9.2.4 Erfolgsfaktoren (EF)
9.2.5 Ressourcenkomponenten (RK)
9.2.6 Potenzialreserven-Portfolio
9.3 Maßnahmen zur Revitalisierung
9.3.1 Verursachungsgerechte Preisgestaltung
9.3.2 Vertriebssteuerung auf Deckungsbeitragsbasis
9.3.3 Das Kundenbewertungssystem
9.3.4 Vertriebspartnerschaft mit einem Massenproduzenten
9.3.5 Co-Marketing
10 Fazit
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Reduktion von Unternehmenskrisen in mittelständischen Betrieben durch die gezielte Anwendung betriebswirtschaftlicher Instrumente. Ziel ist es, die interne und externe Komplexität aufzudecken, die Kostenbasis zu optimieren und durch ein strategisches Revitalisierungskonzept die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
5.1.1.1 Interne Komplexität (unternehmensbezogene Komplexität)
Die interne Komplexität hängt in großem Maße mit der Unternehmensorganisation zusammen. Ausgeprägte hierarchische Organisationsstrukturen mit breiter Leitungsspanne bedingen oftmals Unflexibilität und bedeuten einen ineffizienten Informationsfluss. Auf Basis der Fortschritte in der Computertechnologie und Softwareentwicklung sollte man glauben, dass das Formularwesen im Unternehmen kein großes Problem darstellt. In Wirklichkeit haben besonders kleine und mittlere Unternehmen noch sehr großes Verbesserungspotenzial. Allgemeine Mitteilungen, interne Arbeitsanweisungen, Hausmitteilungen, Entnahmescheine sind nur einige Beispiele. Oftmals finden sich im Unternehmen zwei Systemlager. Der eine Teil der Mitarbeiter arbeitet bereits auf digitaler Basis, die anderen konnten sich noch nicht vom gelernten, lang geübten und nie hinterfragten Arbeitssystem lösen. Das hat zur Folge, dass Medienbrüche vorprogrammiert sind. Von Hand geschriebene Formulare müssen von einem nachfolgenden Mitarbeiter ins Computersystem eingegeben werden, obwohl dies auch von der vorgelagerten Abteilung getan werden könnte. Die andere Richtung ist auch keine Seltenheit.
So betreiben zahlreiche Unternehmen eine Art Pseudo-E-Commerce. Bestellungen übers Internet werden digital per E-Mail zugestellt und anschließend auf Papier ausgedruckt. Dieses Papierstück dient nun als Eingabevorlage für die Auftragsbearbeitungssoftware. Das Papier bekommt einen Bearbeitungsvermerk und wird anschließend abgelegt. Dieses Prozedere kann auch heute noch beobachtet werden. Eine andere aufwändige Tätigkeit stellen interne Prüfprozesse im Zusammenhang mit Qualitätssicherungsmaßnahmen dar. So werden interne Leistungen mehrmals von unterschiedlichen Stellen überprüft und ggf. als in Ordnung gekennzeichnet. Danach erst werden sie an die andere Abteilung weitergegeben.
1 Der Mittelstand in der Krise: Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage und Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland.
2 Projekthintergrund und Unternehmensdarstellung: Einführung in das Beratungsprojekt bei der „Komplex GmbH“ und Darstellung der Rahmenbedingungen des Unternehmens.
3 Komplexitätsreduktion und Revitalisierung: Theoretische Einführung in die Strategie der Systemverschlankung zur nachhaltigen Wiederbelebung des Geschäfts.
4 Komplexität: Definition und Betrachtung von Komplexität aus makro- und mikroökonomischer Perspektive.
5 Komplexitätsentstehung: Untersuchung der Ursachen für interne und externe Komplexität sowie der Entstehungsprozesse bei der Komplex GmbH.
6 Komplexitätsentdeckung: Vorstellung der verwendeten Analyseinstrumente (Produktivitäts-Regression und ABC-Analyse) zur Identifikation von Komplexitätsfaktoren.
7 Komplexitätsmanagement: Überblick über Handlungsrichtungen wie Komplexitätsvermeidung, -beherrschung und -reduktion.
8 Maßnahmen zur Komplexitätsreduktion: Konkrete Umsetzungsschritte bei Produkt- und Kundenstrukturen sowie unterstützende organisatorische Maßnahmen.
9 Nach der Komplexitätsreduktion zur Revitalisierung: Strategische Neuausrichtung und Einsatz des „Success Resource Deployment“ (SRD) zur Sicherung der Zukunft.
10 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendung der Instrumente und Ausblick auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Komplexitätsreduktion, Revitalisierung, Mittelstand, Unternehmenskrise, Kostensenkung, ABC-Analyse, Produktivität, Prozesskostenrechnung, Deckungsbeitrag, Erfolgsfaktoren, Kundenorientierung, Success Resource Deployment, SRD, Variantenmanagement, Prozessoptimierung.
Die Diplomarbeit analysiert die Komplexitätsproblematik in einem mittelständischen Produktionsbetrieb und entwickelt Strategien, um durch Komplexitätsreduktion und Geschäftsvitalisierung die Kosten zu senken und die Ertragskraft zu stärken.
Die zentralen Felder umfassen das Komplexitätsmanagement, die Analyse von Produkt- und Kundenstrukturen, die betriebliche Prozessoptimierung sowie Methoden der strategischen Unternehmenssteuerung.
Das Ziel ist die Reduktion unnötiger Komplexität im Unternehmen (insbesondere im Sortiment und bei den Kundenbeziehungen), um durch effiziente Ressourcenallokation wieder profitables Wachstum zu ermöglichen.
Es werden multifunktionale Instrumente wie die Produktivitäts-Regression, die ABC-Analyse und das „Success Resource Deployment“ (SRD) eingesetzt, um Schwachstellen quantitativ zu identifizieren und Maßnahmen abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Komplexität, identifiziert "Komplexitätstreiber", quantifiziert diese mittels betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und leitet daraus konkrete Maßnahmenpakete für den Einkauf, Vertrieb und die Produktion ab.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Komplexitätsreduktion, Revitalisierung, Mittelstand, ABC-Analyse, Produktivität, Prozesskostenrechnung, Deckungsbeitrag und Success Resource Deployment (SRD).
SRD verknüpft kundenorientierte Erfolgsfaktoren quantitativ mit internen Ressourcenkomponenten und ermöglicht so eine systemische Sichtweise, die sowohl strategische als auch operative Ebenen integriert.
Da viele Sonderwünsche der Kunden mit hohen Prozesskosten verbunden sind, zeigt die Arbeit auf, dass nur eine auf Prozesskostenbasis kalkulierte Preisgestaltung die Subventionierung ineffizienter Kunden durch profitable verhindern kann.
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