Diplomarbeit, 2007
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit und Forschungsfrage
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.1.1 Gegenstand und Rahmenbedingungen der Logistik
2.1.2 Leistungsindikatoren der Logistik
2.2 Theorien
2.2.1 Westline-Theorie
2.2.2 Evolutionstheorie
2.3 Etymologische Ableitung
2.3.1 Griechischer Wortstamm
2.3.2 Französischer Wortstamm
3 Entwicklung der Logistik zur betriebswirtschaftlichen Disziplin
3.1 Funktionelle Ableitung
3.1.1 Logistik in der militärischen Führung
3.1.2 Wirtschaftswissenschaftliche Bedeutung
3.2 Logistik als Dienstleistung
3.2.1 Verspäteter Einstieg
3.2.2 Verwendung logistischer Funktionen
3.3 Forcierung zusammenhängender Logistikprozesse
4 Steigerung der internen und externen Integration
4.1 Logistik als Prozessketten in Unternehmen
4.1.1 Anwendung von Prozessketten
4.1.2 Zusammensetzung und Ausbau logistischer Prozessketten
4.2 Logistik aus Betrachtung der Wertschöpfungstiefe
4.2.1 Entwicklung von Wertschöpfungsketten
4.2.2 Optimierung der Logistik und Wertschöpfungstiefe
5 Status quo - Betonung externer Integration
5.1 Globale Wertschöpfungsketten
5.1.1 Entstehung globaler Wertschöpfungsketten
5.1.2 Ausbau und Optimierung globaler Netzwerke
5.2 Logistik als Managementansatz
5.2.1 Aufstieg zur Managementfunktion
5.2.2 Reichweite der Logistik als Managementfunktion
6 Zukunftsaussichten
6.1 Die Nachfrage bestimmende Trends
6.2 Das Angebot bestimmende Trends
7 Fazit und Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht die historische Evolution der Logistik im letzten Jahrhundert, von ihren Ursprüngen in der militärischen Versorgung („physical distribution“) hin zu ihrer heutigen Rolle als strategischer Managementansatz (Supply Chain Management). Ziel ist es, die verschiedenen Entwicklungsphasen zu systematisieren und aufzuzeigen, wie sich das Verständnis, die Anwendungsbereiche und die Funktionen der Logistik im Kontext steigender Komplexität und Globalisierung gewandelt haben.
3.1.1 Logistik in der militärischen Führung
In Bezug auf die erste Verwendung der Logistik im militärischen Bereich ist sich die Literatur über den Zeitpunkt uneinig. So wird das 18. oder das 19. Jahrhundert als Zeit der ersten Anwendung angeführt. Effektiv lässt sich die Verwendung von logistischen Disziplinen im Militär wie in der etymologischen Ableitung beschrieben bis ins 9. Jahrhundert unter Kaiser Leontos VI. zurückführen. Im folgenden Abschnitt wird der Logistik-Begriff innerhalb des Militärs definiert und auf dessen Entwicklung eingegangen.
Die erste dokumentierte Anwendung in der militärischen Praxis fand die Logistik 300 v. Chr. in den Feldzügen unter Alexander dem Großen. Daraufhin wurde sie über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt wie beispielsweise 200 v. Chr. während des Marsches von Hannibals Streitmacht über die Alpen. Schon zu dieser Zeit erkannte man die Bedeutung der adäquaten Steuerung und Abstimmung der Führung von Truppen, Material und Verpflegung. Jedoch bestand die Anwendung der Logistik mehr in der operativen Praxis als in der strategischen Planung.
Als eine strategisch wertvolle Disziplin erkannte erstmals Kaiser Leontos der VI im 9. Jahrhundert die Logistik und erschuf damit einen in der Zukunft nicht mehr zu verneinenden Faktor in der Kriegsführung, der ab dieser Zeit von weiteren Feldherrn verwendet und stetig weiterentwickelt wurde.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die steigende Relevanz der Logistik in Wissenschaft und Praxis und benennt die Forschungsfrage zur systematischen Einordnung der logistischen Evolution.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch Begriffsabgrenzungen, die Vorstellung der Westline- und Evolutionstheorie sowie die etymologische Herleitung des Logistik-Begriffs.
3 Entwicklung der Logistik zur betriebswirtschaftlichen Disziplin: Hier wird der Ursprung der Logistik im Militär nachgezeichnet und der Wandel von einer rein operativen Tätigkeit hin zur betriebswirtschaftlichen Dienstleistung beschrieben.
4 Steigerung der internen und externen Integration: Dieses Kapitel diskutiert den prozessorientierten Ansatz und die Bedeutung der Wertschöpfungstiefe für die Gestaltung effizienter Prozessketten im Unternehmen.
5 Status quo - Betonung externer Integration: Der Fokus liegt hier auf der globalen Skalierung von Wertschöpfungsketten und dem Aufstieg der Logistik zu einer strategischen Managementfunktion.
6 Zukunftsaussichten: Dieses Kapitel identifiziert acht Megatrends nach Klaus, unterteilt in nachfrage- und angebotsorientierte Faktoren, die die zukünftige Entwicklung der Logistikbranche prägen werden.
7 Fazit und Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die evolutionäre Weiterentwicklung der Logistik von einer operativen Teildisziplin hin zum ganzheitlichen Managementansatz.
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Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Logistik über das letzte Jahrhundert und verfolgt den Weg der Disziplin von der militärischen Versorgung zur heutigen strategischen Unternehmensfunktion.
Zentrale Themen sind die etymologischen Wurzeln, die Entwicklung von Prozessketten, der Einfluss der Globalisierung auf die Beschaffung sowie die Transformation der Logistik zum strategischen Supply Chain Management.
Ziel ist es, die Evolution der Logistik in verschiedene Entwicklungsabschnitte zu unterteilen und nachzuvollziehen, wie sich das Verständnis und die Funktionen der Logistik in der Wirtschaft gewandelt haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine prozessorientierte Systembetrachtung und den Vergleich verschiedener theoretischer Evolutionsmodelle.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die funktionelle Ableitung, die Steigerung der Integration sowie der aktuelle Status quo und zukünftige Trends der Logistik behandelt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „physical distribution“, Prozessorientierung, Wertschöpfungstiefe, Globalisierung und Managementansatz charakterisiert.
Das Militär diente als historischer Ursprung, da hier erstmals die Notwendigkeit bestand, komplexe Prozesse der Truppenversorgung und Materiallogistik zu koordinieren, was die Grundlage für zivile Logistikkonzepte bildete.
Da im E-Business die Analyse und Optimierung der Wertschöpfungskette für den Erfolg entscheidend ist und Fehler in der logistischen Umsetzung unmittelbar die Kundenbeziehung und den Markterfolg gefährden.
Outsourcing ermöglicht es Unternehmen, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig durch spezialisierte Logistikdienstleister Effizienz- und Kostenvorteile in den vor- und nachgelagerten Prozessketten zu erzielen.
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