Diplomarbeit, 2005
119 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Risikoabsicherung und verfahrensmäßige Finanzierung im Export
2.1 Exportmotive und Exportbarrieren
2.2 Risiken im Außenhandel
2.2.1 Risikomanagement
2.2.2. Kommerzielle Risiken und politische Risiken
2.2.3 Marktfähige und nicht-marktfähige Risiken
2.3 Offiziell unterstütze Exportförderung
2.3.1 Der Begriff „Exportförderung“
2.3.2 Arten der Exportförderung
2.3.2.1 Funktionelle Exportförderung
2.3.2.2 Finanzielle Exportförderung
2.4. Pure Cover versus Finanzierung
2.4.1 Ausfuhrgarantien
2.4.2 Ausfuhrfinanzierung
2.4.2.1 Finanzierungsbedarf im Außenhandel
2.4.2.2 Kurzfristige Außenhandelsfinanzierung
2.4.2.3 Mittel- und langfristige Außenhandelsfinanzierung
2.4.3 Verhältnis offizieller und privater Exportförderung
2.5 Internationale Rechtsgrundlagen
2.5.1 International Credit Insurance & Surety Association und Berner Union
2.5.2 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
2.5.2.1 Mitglieder und Ziele
2.5.2.2 OECD-Arrangement on Guidelines for Officially Supported Export Credits
2.5.3 Europäische Union
2.5.3.1 EU-Mitteilung zur kurzfristigen Exportkreditversicherung
2.5.3.2 EU-Richtlinie zu mittel- und langfristigen Geschäften
2.5.3.3 Konsultationsverfahren der Europäischen Union
2.5.4 Welthandelsorganisation
2.5.4.1 Der Subventionskodex von 1979
2.5.4.2 Die gegenwärtige Subventionsordnung der WTO
2.5.4.3 Definition der Subvention, der Spezifizität und Nicht-Spezifizität
2.5.4.4 Das Ampelverfahren
2.5.4.5 Vorgehensweise bei Vertragsverletzungen
2.5.4.6 Ausnahmen für Entwicklungs- und Transformationsländer
3. Länderanalyse
3.1 Die nordische Finanzgruppe
3.1.1 Die nordische Investitionsbank
3.1.2 Der nordische Entwicklungsfonds
3.1.3 Die nordische Umweltfinanzierungsgesellschaft
3.1.4 Der nordische Projektfonds
3.2 Finnland
3.2.1 Länderprofil
3.2.2 Staatliche Exportförderung
3.2.2.1 Finnvera
3.2.2.2 Finnish Export Credit
3.2.2.3 Sitra und Tekes
3.2.3 Projektfinanzierung
3.2.3.1 Sampo Gruppe
3.2.3.2 Finnfund
3.2.4 Privatinstitutionen
3.2.4.1 Euler Hermes
3.2.4.2 Atradius
3.2.5 Zusammenfassung Finnland
3.3 Dänemark
3.3.1 Länderprofil
3.3.2 Staatliche Exportförderung
3.3.2.1 Eksport Kredit Fonden
3.3.2.2 Danida
3.3.3 Projektfinanzierung
3.3.4 Privatinstitutionen
3.3.4.1 Atradius
3.3.4.2 Dansk Kautionsforsikrings-Aktieselskab
3.3.4.3 Zusammenfassung Dänemark
3.4 Schweden
3.4.1 Länderprofil
3.4.2 Staatliche Exportförderung
3.4.2.1 Exportkreditnämden
3.4.2.2 Swedish Export Credit Corporation
3.4.2.3 Sida
3.4.2.4 Swedfund
3.4.3 Projektfinanzierung
3.4.4 Privatinstitutionen
3.4.4.1 Euler Hermes Nordic
3.4.4.2 Atradius
3.4.5 Zusammenfassung
3.5 Norwegen
3.5.1 Länderprofil
3.5.2 Staatliche Exportförderung
3.5.2.1 Garantie-Instituttet for Eksportkreditt
3.5.2.2 GIEK Kredittforsikring AS
3.5.2.3 Eksportfinans
3.5.2.4 Norad
3.5.2.5 Innovation Norway
3.5.3 Projektfinanzierung
3.5.4 Privatinstitutionen
3.5.4.1 Atradius
3.5.5 Zusammenfassung
4. Vergleich der Exportförderungssysteme Skandinaviens
4.1 Allgemeine Informationen zur Datenerhebung
4.2 Struktureller Aufbau der skandinavischen Exportförderung
4.3 Offizielle Exportkreditversicherungen
4.4 Offizielle Exportkreditagenturen
4.5 Weitere staatliche und halbstaatliche Organisationen
5. Schlussbemerkung
Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die exportfördernden Organisationen sowie deren Absicherungs- und Finanzierungsangebote in den Ländern Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen zu geben, Unterschiede in deren Ausgestaltung aufzuzeigen und den strukturellen Aufbau dieser Institutionen zu untersuchen.
2.2.1 Risikomanagement
Generell wird Risiko als Gefahr definiert, dass ein erwartetes Ergebnis in ungünstiger Weise verfehlt wird. Vor allem der grenzüberschreitende Handel erhöht die Risikosituation für die beteiligten Unternehmen beträchtlich. Exportseitig handelt es sich dabei vor allem um das Verfehlen von Erlöserwartungen. Bei Importgeschäften treten im Gegensatz dazu, häufig Nicht- oder Falschlieferungen, Lieferverzögerungen oder Kostenüberschreitung auf.
Für das Unternehmen ist es somit wichtig, Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihre Bedeutung bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit zu beurteilen. Darauf basierend hat die Risikopolitik die Aufgabe zu entscheiden, ob das Risiko vermieden werden soll oder durch Risikosteuerungsinstrumente aktiv beeinflussbar ist. Durch die Risikontrolle wird die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft und falls nötig adaptiert.
Je nach der Risikoeinstellung der Unternehmen, können verschiedene Varianten der Risikopolitik angewandt werden, wobei folgende Strategien zur Verfügung stehen:
Risikovermeidung: Bei dieser Risikoeinstellung werden riskante Ursachen gemieden oder gänzlich beseitigt. Dies bedeutet somit, dass kein Risiko in Kauf genommen wird. Die extremste Form ist dabei ein völliger Verzicht auf riskante Vorhaben.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Exportkreditgarantien und Finanzierungen für den Erfolg internationaler Geschäfte und definiert das Ziel, die Systeme in Skandinavien zu vergleichen.
2. Risikoabsicherung und verfahrensmäßige Finanzierung im Export: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Exportrisiken und die Instrumente offizieller staatlicher Exportförderung im Rahmen internationaler Rechtsvorgaben.
3. Länderanalyse: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Exportförderung in den skandinavischen Ländern Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen, inklusive der Vorstellung der jeweiligen nationalen Agenturen.
4. Vergleich der Exportförderungssysteme Skandinaviens: Hier werden die zuvor untersuchten nationalen Systeme strukturell gegenübergestellt und auf Basis der Datenerhebung verglichen.
5. Schlussbemerkung: Der letzte Teil fasst die erzielten Erkenntnisse zusammen und resümiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der untersuchten Förderlandschaften.
Exportförderung, Exportkreditversicherung, Exportkreditagentur, Risikoabsicherung, Außenhandelsfinanzierung, OECD-Konsensus, Finnland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Subventionen, Käuferkreditgarantie, Lieferkreditgarantie, Projektfinanzierung, KMU.
Die Diplomarbeit untersucht die Systeme der staatlichen Exportförderung in den skandinavischen Ländern, mit einem Fokus auf die Absicherung von Risiken und die Finanzierung von Exportgeschäften.
Zentrale Themen sind der strukturelle Aufbau der nationalen Exportkreditagenturen, die verschiedenen Instrumente wie Exportgarantien und Kredite sowie die internationale rechtliche Einbettung dieser Förderpolitik.
Das Hauptziel besteht darin, die exportfördernden Organisationen Finnlands, Dänemarks, Schwedens und Norwegens sowie deren Angebote vergleichend darzustellen und auf länderspezifische Besonderheiten hinzuweisen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und einen systematischen Vergleich der nationalen Exportförderungssysteme, wobei internetbasierte Quellen als primäre Informationsbasis dienen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Risiken und Finanzierungsinstrumente im Außenhandel sowie eine detaillierte Ländereinzelanalyse, gefolgt von einem direkten Vergleich dieser Systeme.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Exportkreditversicherung, staatliche Exportförderung, OECD-Regularien und die spezifische Situation in den skandinavischen Volkswirtschaften charakterisieren.
Der OECD-Konsensus bildet den internationalen Rahmen, der Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Subventionen eindämmen und die Förderpolitik der Mitgliedsstaaten harmonisieren soll.
Norwegen nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als dass es seine Exportförderung organisatorisch stärker aufteilt und teilweise andere strukturelle Rahmenbedingungen für die staatliche Anteilsfinanzierung an Exportkreditinstituten aufweist.
Die Gruppe fungiert als regionale Kooperationsplattform, die ergänzend zu den nationalen Institutionen Projekte fördert, die für den nordischen Raum von wirtschaftlichem Nutzen sind.
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