Examensarbeit, 2007
62 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Uganda – Von der „Perle Afrikas“ zum Terror Idi Amins
2.0 Forschungsstand
2.1 Geographische Gegebenheiten und Bevölkerungsstruktur
2.2 Uganda als britische Kolonie
2.3 Die Unabhängigkeit Ugandas und die Entwicklung bis 1971
2.4 Die Biographie Idi Amins
2.4.1 Die Biographie Amins bis 1962
2.4.2 Die Biographie Amins von 1962 bis 1971
2.5 Die Machtübernahme 1971 und die Konsolidierung der Macht
2.5.1 Der Putsch am 25.1.1971
2.5.2 Die Sicherung der Macht
2.5.2.1 auf öffentlicher, militärischer und rechtlicher Ebene
2.5.2.2 auf internationaler Ebene
2.5.2.3 auf wirtschaftlicher Ebene
2.6 Stützen der Macht und Opfer des Regimes
2.6.1 Militär und Geheimpolizei
2.6.2 Opfer und Widerstand
2.7 Uganda unter Idi Amin im internationalen Kontext
2.7.1 Das Verhältnis zu Großbritannien
2.7.2 Das Verhältnis zu Libyen und Israel
2.7.3 Das Verhältnis zu Tansania und der Organization for African Unity
2.7.4 Das Verhältnis zu den Supermächten und der Bundesrepublik
2.8 Das Ende und das Exil
2.9 Ideologie, Selbstdarstellung und Wirkung Amins
2.10 Uganda unter Amin – typisch Afrika?
3 Fazit
Die Arbeit untersucht die politische und soziale Entwicklung Ugandas von der britischen Kolonialzeit bis zum Ende der Herrschaft Idi Amins. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich das Land von einer „Perle Afrikas“ zu einer von Terror geprägten Diktatur wandeln konnte, wobei die Person Amin und die Funktionsweise seines Regimes als Schwerpunkte analysiert werden.
2.4.1 Die Biographie Amins bis 1962
Bereits das Geburtsjahr Amins ist unklar. Es wird zwischen 1925 und 1928 angesetzt. Die Unkenntnis des genauen Geburtsdatums ist aber zu dieser Zeit in Schwarzafrika nichts Ungewöhnliches und so sind zum Beispiel auch die Geburtsdaten von Tansanias Präsident Nyerere oder Kenias Präsident Kenyatta unbekannt.
Amin wurde im nördlichen Grenzgebiet als Sohn einer traditionellen Heilerin und eines zum Islam konvertierten Christen geboren. Amins ursprünglicher Name war Idi Awo-Ongo Angoo, und er nahm erst wesentlich später den islamisierten Namen Amin Dada seines Vaters an. Es ist nicht klar, aus welchen Beweggründen er diesen Namen annahm, beziehungsweise was der Name bedeutet. In den nördlichen Grenzregionen Ugandas ist der Stamm der Kakwa beheimatet, dem auch die Familie Idi Amins angehörte. Diese Region ist landwirtschaftlich geprägt und wurde wenig durch die Kolonialmacht Großbritannien verändert. Der Stamm der Kakwa dehnt sich über die Grenzen Ugandas bis in Teile des Sudans und der Demokratischen Republik Kongo aus. Der Naturglaube ist in diesen ländlichen Regionen verstärkt anzutreffen.
Über das Heranwachsen Amin ist nur bekannt, dass er als einziges Kind bei seiner Mutter heranwuchs. Berichte darüber, dass Idi Amin in seinen Jugendjahren sehr erfolgreich Koranschulen besucht haben soll und dort mit verschiedenen Auszeichnungen versehen wurde, sind nicht zu belegen und sind höchstwahrscheinlich ein Produkt der Geschichtsfälschung durch Amin. Es ist stattdessen davon auszugehen, dass er keine, beziehungsweise nur eine geringe Schulbildung genoss.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage Ugandas ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Untersuchung.
2 Uganda – Von der „Perle Afrikas“ zum Terror Idi Amins: Das Hauptkapitel analysiert den gesamten Weg von der Kolonialzeit über die Unabhängigkeit bis zur Etablierung des Terrorsystems unter Idi Amin.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet die Herrschaft Amins als katastrophale Epoche, die auf komplexen kolonialen Erblasten und individueller Machtgier beruhte.
Uganda, Idi Amin, Militärdiktatur, Kolonialgeschichte, Britisches Protektorat, Milton Obote, Terrorregime, Menschenrechtsverletzungen, Machtübernahme, Wirtschaftskrieg, Ostafrika, Sultanistisches Regime, Ethnische Konflikte, Dekolonisierung, Politische Entwicklung
Die Arbeit analysiert den historischen Prozess Ugandas, der von der britischen Kolonialzeit über die Unabhängigkeit bis zur gewaltsamen Diktatur unter Idi Amin führte.
Zentral sind die koloniale Geschichte, die politische Laufbahn Amins, die Mechanismen seines Terrorsystems, seine internationalen Beziehungen und die soziopolitische Einordnung seines Regimes.
Das Ziel ist es, die Entwicklung Ugandas in diesem Zeitraum nachzuvollziehen, die Funktionsweise des Regimes zu untersuchen und Amins Herrschaft wissenschaftlich zu kategorisieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von Quellen, Forschungsberichten, Biographien und Medienarchiven der damaligen Zeit.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Kolonialgeschichte, der Biographie Amins, dem Putsch 1971, der Instrumentalisierung des Militärs und der Geheimpolizei sowie der Außenpolitik des Regimes.
Wichtige Begriffe sind Uganda, Idi Amin, Militärdiktatur, Terror, koloniales Erbe und Sultanistisches Regime.
Tansania bot dem abgesetzten Präsidenten Milton Obote Exil und unterstützte dessen Bestrebungen, Amin zu stürzen, was zu ständigen Spannungen und Grenzkonflikten führte.
Der Begriff nach Juan Linz beschreibt Regime, in denen persönliche Loyalitäten, Willkür und die Bereicherung des Herrschers wichtiger sind als feste Ideologien oder staatliche Institutionen.
Die Ausweisung 1972 diente Amin als Sündenbock-Politik, um wirtschaftliche Probleme zu erklären, führte jedoch langfristig zum Zusammenbruch der ugandischen Wirtschaft.
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