Fachbuch, 2007
83 Seiten
1 Rochuspoint
1.1 Lagepläne, Bilder
1.2 Herkunft des Namens
1.3 Geschichte des Landsitzes
1.4 Villa Rosenmann
2 Gäste auf Rochuspoint zur Zeit Kaplans
2.1 Elov Englesson
2.2 Franz Karollus
2.3 Alfred Lechner
2.4 Jaroslav Slavik
2.5 Heinz Storek
2.6 Herbert Storek
2.7 Siegfried Theiß
2.8 Josef Ferdinand von Habsburg-Lothringen
2.9 Walter Voith
2.10 Hermann Voith
3 Gästelisten 1921 - 1934
4 Auswahl prominenter Gäste nach 1934
4.1 Bruno Brehm
4.2 Franz Karl Ginzkey
4.3 Robert Hohlbaum
4.4 Werner Kraus
5 Besondere Gäste
5.1 Der „rumänische König“
5.2 Die Dauergäste „Schnucki“ und „Mucki“
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Geschichte des Landsitzes Rochuspoint in Unterach am Attersee, der ab 1920 im Besitz des Erfinders Viktor Kaplan stand, und dokumentiert das soziale Leben sowie die vielfältigen Gästebeziehungen, die diesen Ort zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Anziehungspunkt machten.
Die Herkunft des Namens Rochuspoint
Die Nachschau im Ortsnamenbuch Oberösterreich ergab: Die Deutung von Alfred Mück in der Chronik von Unterach 1990, S. 110, wonach Rochus von Roggen (Getreide) abgeleitet wurde, ist nicht mehr erwähnt. Mücks Auslegung stammt aus den 30er Jahren des 20. Jhdts. Der im Ortsnamenbuch enthaltene neue Forschungsstand kommt allerdings über Vermutungen auch nicht hinaus und nennt den „Spinnrocken“ als eventuellen Namensgeber, womit die Spinnstube bezeichnet worden sein könnte. Demnach ist die Herkunft des Namens immer noch nicht eindeutig belegt. Gegen die Ableitung vom Spinnen spricht der Umstand, dass damals auf den meisten Bauernhöfen gesponnen wurde und daher eine Namensgebung nach der Tätigkeit des Spinnens kein besonderes Identifizierungsmerkmal darstellten konnte. Volksetymologisch wird das Erstglied des Namens als Heiligenname Rochus aufgefasst. Bei Rochuspoint (Heiliger Rochus = San Rocco = Pestpatron) handelt es sich vermutlich um eine Quarantäne-Station aus der Pestzeit des 15. Jahrhunderts. („Point“ aus althochdeutsch „biunti“ = „Umzäuntes“, der allgemeinen Weide entzogenes Land, besonders am Waldrand). Dafür spricht der abgelegene Ort auf einem leicht abgrenzbaren Grundstück außerhalb des Dorfes, wo dort und rundherum keine nennenswerte Besiedlung war, sowie das erstmalige Auftreten des Namens in der Pestzeit. Auch der Rochushof der Stieglbrauerei in Salzburg- Maxglan steht mit seinem Namen in Verbindung mit der Pest und dem Pestpatron; er war seinerzeit ein Pest-Spital. Zur endgültigen Klärung der Herkunft des Namens Rochuspoint sind weitere Nachforschungen erforderlich.
1 Rochuspoint: Beleuchtet die topographische Lage, die etymologischen Deutungen des Namens sowie die grundlegende geschichtliche Genese des Landsitzes.
2 Gäste auf Rochuspoint zur Zeit Kaplans: Detaillierte biografische Skizzen wichtiger Wegbegleiter, Wissenschaftler und Freunde, die Viktor Kaplan auf seinem Anwesen besuchten.
3 Gästelisten 1921 - 1934: Eine chronologische Auflistung der Besucher, basierend auf den Original-Gästebüchern, die den internationalen Charakter der Gästeschar verdeutlicht.
4 Auswahl prominenter Gäste nach 1934: Stellt bedeutende Persönlichkeiten wie Bruno Brehm, Franz Karl Ginzkey und Robert Hohlbaum vor, die auch nach Kaplans Tod die Verbindung zum Landsitz hielten.
5 Besondere Gäste: Eine unterhaltsame Betrachtung kurioser Episoden, wie der Legende um einen „königlichen“ Besuch und die Geschichten um Kaplans tierische Dauergäste.
Viktor Kaplan, Rochuspoint, Unterach am Attersee, Kaplanturbine, Gastfreundschaft, Gästebücher, Regionalgeschichte, Wissenschaftlerporträts, Franz Karl Ginzkey, Robert Hohlbaum, Kulturgeschichte, Salzkammergut, Villa Rosenmann, Technikhistorie, Biografie.
Die Arbeit dokumentiert die Geschichte und die gesellschaftliche Bedeutung des Anwesens Rochuspoint, das dem Erfinder der Kaplanturbine, Viktor Kaplan, als privater Rückzugsort und Treffpunkt für einen bedeutenden Kreis von Zeitgenossen diente.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Grundstücks, der Analyse der Gästebücher sowie der biografischen Einordnung der zahlreichen Besucher und Freunde der Familie Kaplan.
Ziel ist es, das Wirken von Viktor Kaplan in seinem privaten Umfeld zu beleuchten und den Landsitz als einen Hort der Gastfreundschaft und Begegnung für Wissenschaftler und Künstler der damaligen Zeit erfahrbar zu machen.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung von Primärquellen, insbesondere auf die erhaltenen Gästebücher, sowie auf genealogische Recherchen, Archivmaterialien und biographische Dokumentationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Geschichte des Anwesens, eine umfassende Übersicht der Gäste und spezifische Porträts bedeutender Persönlichkeiten, ergänzt durch anekdotisches Material.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Viktor Kaplan, Rochuspoint, Gastfreundschaft, regionale Zeitgeschichte und biografische Porträts von Wissenschaftlern und Literaten im Salzkammergut definieren.
Dabei handelt es sich um zwei Kapuzineraffen, die auf Rochuspoint lebten und laut einer Anekdote, die sogar Eingang in die italienische Presse fand, für erhebliches Aufsehen sorgten.
Der Autor ordnet dies als eine unterhaltsame Anekdote ein, für die es keine eindeutigen Belege gibt und die vermutlich durch Legendenbildung im Wirtshaustisch-Milieu entstanden ist.
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