Diplomarbeit, 2006
156 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Hören und Zuhören
2.1 Der Hörsinn
2.2 Aktives Zuhören
2.3 Hörerziehung
3. Kindheit und kindliche Lebenswelten
3.1. Kindheit
3.2 Entwicklungsstand 6-12jähriger
3.3 Sozialökologische Sichtweise von Kindheit
Lebenswelten
4. Medien im Alltag von Kindern
4.1 Kinder und Hörspiele
4.1.1 Merkmale von Hörspielen
4.1.2 Beliebte Themen und Inhalte
4.1.3 Stellenwert und Funktionen von Hörspielen im Alltag von Kindern
4.1.4 Probleme durch Hörspielkonsum
4.1.5 Bewertungskriterien für Hörspiele
Inhalt
Sprache
Figuren
Musik und Geräusche
Dramaturgie
Gestaltung/Montage
4.2 Die Wissenskluft-Hypothese
5. Medienkompetenz
5.1 Kommunikative Kompetenz
5.2 Der Begriff „Medienkompetenz“
5.3 Medienkompetenz von Grundschulkindern
5.4 Medienkompetenz in der Schule
5.5 Förderung von Medienkompetenz
6. Handlungsorientiertes Lernen
6.1 Der Handlungsbegriff
6.2 Handlungsorientierte Lehr-Lernprozesse
6.3 Medien in handlungsorientierten Lehr-Lernprozessen
7. Anregungen aus der Praxis
7.1 Radioprojekte
Kinderradio Kurzwelle
7.2 Projekte zum aktiven Zuhören
Ohrenbär und mehr
Hörclubs an Grundschulen und „Ohrenspitzer“
7.3 Hörspielprojekte
Forschungsprojekt zur auditiven Medienerziehung in der Grundschule
8. Konzept für ein interdisziplinäres Hörspielprojekt in der Grundschule
8.1 Gründe für ein schulisches Projekt
8.2 Gründe für ein Hörspielprojekt
8.3 Struktureller Projektrahmen der Grundschule
8.3.1 Allgemeiner Rahmen
8.3.2 Lehrplan Klasse 3 in NRW
Deutsch
Musik
Sachunterricht
Kunst
Englisch
Evangelische und katholische Religionslehre
Mathematik
Sport
8.3.3 Vorgehensweisen bei Hörspielproduktionen mit Grundschulkindern
8.4 Ziele
8.5 Technische Voraussetzungen und benötigtes Material
8.6 Ablaufplan
Der erste Tag
Der zweite Tag
Der dritte Tag
Der vierte Tag
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung auditiver Medien, insbesondere von Hörspielen, im Alltag von Grundschulkindern und erarbeitet Möglichkeiten, wie durch handlungsorientierte Hörspielprojekte die Medienkompetenz, Sprachkompetenz und auditive Wahrnehmung von Schülern gezielt gefördert werden können.
2.1 Der Hörsinn
Das Ohr nimmt Eindrücke aus der Umwelt auf, indem Töne durch Schallwellen, also regelmäßig wiederkehrende Luftdruckschwankungen verschiedener Frequenz, zustande kommen. So können Töne und Geräusche wahrgenommen und unterschieden werden, wobei mit steigender Frequenz die Tonhöhe steigt. Die Schallwellen passieren drei verschiedene Abschnitte des Ohrs, bevor sie ins Hörzentrum des Hirns gelangen: das Außenohr, das Mittelohr und das Innenohr.
Durch das Gehör können die Entfernung und die Richtung von Schallwellen wahrgenommen werden, dies wird als auditive Lokalisation bezeichnet. Durch die akustische Raumerkennung kann man Entfernungen abschätzen. Für die akustische Richtungswahrnehmung braucht man beide Ohren, denn wichtig ist hierbei der Zeitunterschied des ankommenden Schalls und der Schallschatten auf der abgewendeten Kopfseite. Unter auditiver Aufmerksamkeit versteht man, sich auf Gehörtes konzentrieren zu können.
Die auditive Figur-Grund-Wahrnehmung ist die Fähigkeit, Reize aus ihrem Hintergrund, den Nebengeräuschen, herauszulösen. So kann man ein im Straßenverkehr hupendes Auto wahrnehmen oder trotz Lärm im Gruppenraum die Stimme der Erzieherin hören. Es ist also selektives Hören möglich (vgl. Singerhoff 2001, S.31f.).
Auditive Diskrimination besagt, dass Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Lauten erkannt und richtig zugeordnet werden können, in Bezug auf den Spracherwerb ist es wichtig, ähnlich klingende Buchstaben wie d, t und g, k unterscheiden zu können. „Das Funktionieren des Hörsinns ermöglicht uns, in Kommunikation zu anderen Menschen zu treten, und er ist die Grundvoraussetzung für das Erlernen der Sprache“ (Singerhoff 2001, S.32).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung auditiver Medien für Kinder und das Ziel der Arbeit, ein Konzept für ein handlungsorientiertes Hörspielprojekt zur Förderung der Medienkompetenz zu entwickeln.
2. Hören und Zuhören: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen und pädagogischen Grundlagen der auditiven Wahrnehmung sowie die Unterscheidung zwischen bloßem Hören und aktivem Zuhören.
3. Kindheit und kindliche Lebenswelten: Dieser Abschnitt analysiert den soziologischen Wandel von Kindheit sowie die Bedeutung von Lebenswelten und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung.
4. Medien im Alltag von Kindern: Das Kapitel beleuchtet das Mediennutzungsverhalten von Kindern, speziell im Bereich Hörspiele, und diskutiert medienpädagogische Kriterien sowie potenzielle Probleme des Medienkonsums.
5. Medienkompetenz: Hier werden verschiedene theoretische Ansätze zur Medienkompetenz diskutiert und auf die spezifischen Voraussetzungen von Grundschulkindern sowie deren Förderung in der Schule angewendet.
6. Handlungsorientiertes Lernen: Dieses Kapitel definiert handlungsorientiertes Lernen als methodischen Ansatz, der Lernen als aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt begreift und für die Medienpädagogik fruchtbar macht.
7. Anregungen aus der Praxis: Hier werden bestehende Projekte wie Radiosendungen und Hörclubs vorgestellt, um praktische Beispiele für auditive Medienerziehung aufzuzeigen.
8. Konzept für ein interdisziplinäres Hörspielprojekt in der Grundschule: Der Hauptteil der Arbeit entwirft ein konkretes, fächerübergreifendes Konzept für ein Hörspielprojekt in einer 3. Klasse, inklusive technischer und organisatorischer Planungen.
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Dieses Fazit resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung und betont die Notwendigkeit, Medienkompetenz durch handlungsorientierte Ansätze in der Grundschule zu fördern.
Medienkompetenz, Hörspiel, Grundschule, Auditive Wahrnehmung, Handlungsorientiertes Lernen, Medienerziehung, Projektarbeit, Kindheit, Medienalltag, Wissenskluft, Sprachkompetenz, Tonträger
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von auditiven Medien, wie Hörspielen, im Leben von Kindern und wie diese gezielt in der Grundschule eingesetzt werden können, um Medienkompetenz zu fördern.
Die zentralen Felder sind die auditive Wahrnehmung, die kindliche Lebenswelt, das Mediennutzungsverhalten von Kindern, der Begriff der Medienkompetenz und didaktische Konzepte für handlungsorientiertes Lernen.
Das primäre Ziel ist es, auf theoretischer und empirischer Basis ein konkretes, fächerübergreifendes Konzept für ein Hörspielprojekt in einer 3. Grundschulklasse zu entwickeln.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse pädagogischer und medienwissenschaftlicher Theorien sowie die Auswertung empirischer Studien zur Mediennutzung von Kindern.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Hörens, das Konzept der Medienkompetenz nach Baacke und Pöttinger, die Analyse der Medienwirklichkeit von Kindern sowie die praktische Durchführung handlungsorientierter Lernprojekte.
Neben Medienkompetenz und Hörspiel sind Auditive Wahrnehmung, Handlungsorientierung, Projektarbeit, Medienerziehung und Wissenskluft zentrale Begriffe.
Das entwickelte Hörspielprojekt wird explizit mit den Anforderungen und Lernzielen der verschiedenen Schulfächer (Deutsch, Musik, Kunst, Englisch, Religion, Mathematik, Sport) des Lehrplans Klasse 3 in NRW verknüpft.
Die "äußere Struktur" umfasst nach Pöttinger wichtige Rahmenbedingungen wie Erlebnis-, Ausdrucks-, Produkt-, Projekt- und Veröffentlichungsorientierung, die für den Erfolg eines Hörspielprojekts in der Schule maßgeblich sind.
Während ein Hörclub primär auf das Zuhören, die Wahrnehmungsschulung und die kreative Auseinandersetzung mit bestehenden Medien setzt, ist die Hörspielproduktion ein handlungsorientiertes Projekt, bei dem die Kinder selbst als Produzenten agieren.
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